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Das Licht in der Ferne

Von tastifix Montag 10.11.2025, 14:15

Überall zerbombte Häuser, überall Trümmer. Auf den Straßen lagen zerfetzte Leichen, die Frau, die gebückt einher schlich, aus leeren Augenhöhlen anzustarren schienen. Sie hatte inzwischen vdermaßen viel Leid und Tod um sich her gesehen, dass sie sich verzweifelt abwandte, um nicht wieder einem solchen Amblick ausgesetzt zu sein. Sie bemühte sich, nicht erneut über all die fGrausamkeiten und das Leid der Menschen, die es ertragen mussten, nachzugrübeln. Nein, sie sehnte sich so sehr danach, von all diesem Denken endlich Abstand zu finden.
„Das Elend soll mich nicht fertigmachen! Ich werde dagegen ankämpfen!“
Trotz der gekrümmen Haltung, die anderes hätte vermuten lassen, war sie noch jung und trug den Willen in sich, aktiv zu bleiben und ums Überleben zu kämpfen.

Irgendwann zwang sie der Hunger, Ausschau nach etwas zu halten, mit dem sie bielleicht ein Tier hätte töten können. Ihr karger Proviant war längst aufgebraucht und sie litt unter starkem Hunger.
„Nein, eher finde ich vielleicht eine Gegend, die vom Bombenhagel verschont geblieben ist“.
Aber, wo sollte sie nach der suchen? Soweit das Auge reichte, lag alles zerstört.
„Nein, ich gebe nicht auf!“
Also setzte sie die Füße in den durchgetretenen Schuhen faufs harte Pflaster, ruhte sich ab und an, an einer Steinmauer hockend, aus und schleppte sich voran. Wie es ihr nach einer Weile schien, wurden der Trümmer weniger, zeigte sich ab und zu etwas Gras, bis se dann tatsächlich in ohm eine Blume entdeckte.
„Eine Rose, eine einzelne rote Rose? Wie kommt sie nur hierher?“
Verunsichert schaute sie umher, doch blieb diese Blume die einzigr. Doch tat ddieser Anblick der geschundenen Seele gut. Ein wenig Hoffnung hegendwollte sie schon weiterziehen, war dafür aber doch dafür zu sehr geschwächt, sank neben der Rpse ins Gras, schloss die Augen und schlief ein.

Als sie sie wieder aufschlug, war plötzlich alles verändert. Die Trümmerberge, durch die sie geklettert war, lagen in weiter Ferne zurück. In einem plötzlichen hellen Licht, das ständig intensiver wurde und auch sie in seine Wärme hüllte, schaute sie auf einen unvetsehrten Acker.
Eigenartig: Vorhin plagten mich Hunger und Durst und jetzt überhaupt nicht mehr!!“, murmelte sie. „Und ich fühle mich sehr wohl!“
Sie atmete tief die klare Luft ein, stand auf, schaute über jenen Acker, der zuvor auch nicht dort gewesen war und entdeckte einen schmalen Bach, über den ein Steg führte.
„Überhaupt nicht beschädigt!“, dachte sie gerade, als sie eine feine Stimme neben sich vernahm. Es war die Rsoe, die sie nun aufforderte:
„Schreite über diesen Steg. Es ist der Steg in Dein neues Leben, iin Dein Glück, Marie!“
„Woher kennst Du denn meinen Namen?“, wollte Marie nocch fragen, aber die Stelle, an der die Blume gestanden hatte, war verwaist, die Rose verschwunden.

„Ich habe soviel Leid erlebt und gesehen, es kann mir nichts Schlimmes geschehen. Nicht, wenn eine Rose es mr sagt!“
Sie hatte es kaum ausgesprochen, als das helle Licht noch wärmender wurde und ihr mit seinem Leuchten den Weg dorthin wies. Vorsichtig betrat Marie den Steg. Sie spürte keine harten Bohlen unter den Schuhen, sondern es war, als ob Marie über einen weichen Teppich laufen würde. Als sie bis zur Mitte des Steges gegangen warm r, vernahm sie erneut die Stimme der Rose, konnte sie aber nirgends entdecken:
„Gleich bist Du drüben. Keine Angst, es wird alles gut!“
„Wo bist Du, Rose? ich sehe Dich nicht!“
Diesmal bekam sie eine Antwort, die sie sehr froh amchen sollte:
„Du siehst mich nicht. Du trägst mich in Deinem Herzen. Warte ab ...“
Marie fühlte sich so wohl wie schon lange nicht mehr. Ihre sSchritte wurden kräftiger. Nicht länger schlich sie gebückt einher, sondern lief in aufrechter Haltung und mit ständig anmutigerem Gang. Am anderen Ufer umgab sie gleißende Helligkeit, es grünte und blühte herrlichst in allen Farben und zum ersten Male durfte sie wieder zwitschernden Vögeln zuhören, die sie mit einem jubilierenden Lied begrüssten.

„Wo bin ich? Weshalb ist hier alle so anders? Wieso seid Ihr so fröhlich?“
Ein Vogel in prächtig schillerndem Federkleid flog ohne jede Scheu herzu und setzte sich auf Maries ausgestreckten Arm. Die junge Frau streichelte ihn.
„Marie, Du bist in dem Land, in dem es keine Trauigkeit, keeine Bösartigkeit gibt. In dem nur Frieden und Freude herrschen!“
„Und wie heißt dieses Land?“, flüsterte Marie.
„Es ist das Land aus Deinen Träumen, das Du Dir so sehr ersehnt hast. Darum ist es nun für Dich Wirklichkeit geworden. Du sollst für immer glücklich sein!“
„Kein Leid, keinen Kummer, kein Verderben mehr. Nur Wärme und Herzlichkeit!“, murmelte Marie froh.
Zufällig schaute sie an sich herunter. Nicht länger trug sie ihre zerlumpte Kleidung, sondern ein purpurrotes Kleid aus feinstem Stoff. Neben ihr stand en hübscher Bambuskorb, dessen Inhalt ein geblümtes Tuch verdeckte. Marie lüftete es und schaute auf Brot, Kuchen undnoch viel mehr. Dazwischen ragten ihr Flaschen mit Getränken entgegen. Der Vogel auf ihrem Arm sah Maries fassungslose Miene:
„Du wirst nie mehr dürsten oder hungern müssen. Er wird Dir immer Nahrung anbieten!“
„Und, Vogel: Kannst Du mir sagen, wo die Rose ist, die mich ins Glück geführt hat?“
Der Vogel sah sie lange an und tirilierte:
„Diese Rose, die Du meinst, ist die Liebe. Sie wird nun für immer für Dich blühen!“

Auf einmal begann Marie zu verstehen.
„Erst die Rose, die mich aufforderte, diesemweg zu folgen, dann das Licht, dass mich über den Steg geleitete und hier der wunderschöne Vogel, der mir soforrt vertraute …“
Sie Kniete sich hin und flüsterte:
„Danke! Ich bin im Paradies!“






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