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Der Bahnhofschreck

Von tarenaa Donnerstag 08.05.2025, 14:27

Da stand sie nun auf Bahnsteig eins im Freiburger Haptbahnhof.Erstarrt vor Schreck.Ihr blieb die Luft weg, nicht nur wegen der Affenhitze im Juli. Ihr ICE rollte ein und sie konnte nicht einsteigen. Ihr Fahrschein war weg. Und nicht nur der. Sie hatte auch keinen Ausweis,kein Geld und vor allem auch kein handy mehr! Und kein Trinken in dieser Glut,die in ihr zusätzlich noch aufstieg. Kein Geld zum Telefonieren. Sie war ein Nobody ohne Ausweis. Was nun? Die basics einer Reise hatte sie in einem Rucksack beim Umsteigen in einem Zubringerzug liegen gelassen. Nur mit dem Koffer voller Klamotten war sie ausgestiegen.
Ohne cent und Ausweis in einer großen Stadt. Zum Glück nicht im Ausland oder sogar im Orient. Nein nur in Deutschland. Trotzdem war sie nun arm dran.Ärmer als ein Bettler. Musste sie jetzt betteln gehen?
Was tun? Ihr fiel die Bahnhofmission ein. Zunächst aber ging sie zur Auskunft . Dort klagte sie ihren Verlust,man möge doch ihren Ruck-sack,falls gefunden, auf der Rückfahrt in Freiburg abgeben.
Eine vage Hoffnung.
Verzweifelt rannte sie zur Bahnhoffsmission, am Ende des Bahnhofs gelegen. Dort erhoffte sie sich Hilfe. Man gab ihr ein Glas Wasser.Das war auch alles. Sie hatte zum Glück einen Bruder in Freiburg. Den wollte sie anrufen. Aber sie hatte seine Rufnummer nicht im Kopf..
Ihr fiel aber mit Schrecken ein,dass der vielleicht schon im Urlaub,wie immer in Südfrankreich war.Hoffentlich war er noch da. Das handy war weg,aber man bot ihr gnädigst an, unentgeltlich im Festnetz anzurufen. „ Suchen Sie doch seine Nummer im Telefonbuch,“ bot man ihr an.
Darin fand sie ihn aber nicht. Sie musste nun ihre Tochter zuhause in Norddeutschland anrufen,um nach der Nummer zu fragen. Die hatte sie aber leider auch nicht. Die Tochter rief ihre Tante in Westdeutschland an.Und die widerum ihren Bruder in Freiburg.
Der telefonierte mit der Bahnhofmission und sagte,dass er in einer Stunde vor dem Bahnhof kurz parke,um dort seine Schwester,die arme Kirchenmaus aufzulesen.Sie atmete auf.
Inzwischen hatte die Polizei aus einem Schwarzwaldort gemeldet, dass ein schwarzer Rucksack abgegeben wurde.Welch ein Glück im Pech! Der Bruder holte die Schweißgebadete ab und fuhr mit ihr zu der 30 km entfernten Polizeistation. Nach eingehender Befragung der Polizei, gab man ihr den Rucksack zurück. Eine Belohnung war der ehrlichen Finderin sicher. Nach einer Nacht auf der Couch ihres Bruders konnte sie am nächsten Morgen zurück fahren. Und der Bruder gen Süden.

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