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Der Frosch, der nicht grün sein wollte (2)

Von tastifix Mittwoch 12.03.2025, 18:04 – geändert Donnerstag 13.03.2025, 08:54

Bedrückt trotten sie eine Weile nebeneinander her. Sie kommen an einem niedrigen Gebüsch vorbei. In dem Blätterhaufen darunter raschelt es auffällig. Sofort ist Klebsi wieder munter:
„Eine Maus - endlich!!“
Quaki erschrickt, denn es ist seine Freundin Husch. Sie hat den Uhu bereits gesehen und zittert vor Angst.
„B..bitte, tu mir nichts! - Quaki, Hiilfe!“
„Ihr kennt Euch?“, uhuut Klebsi.
„Klebsi: Die darfst Du nicht fressen. Sie ist meine Freundin!“
Jetzt zittert auch Quaki. Klebsi ist es fast schlecht vor Hunger, aber:
´Nein, Quaki würde schrecklich leiden.` - „Was denkst Du eigentlich von mir? Ich fresse doch nicht die Freunde meines besten Freundes!“
„D..Danke!“, fiept Husch.
„D..Danke!“, quäkelt Quaki.
Dankbar verrät Husch dem Uhu:
„Hinter dem Wald liegt ein Fluss. An dem wohnen Ratten. Die schmecken Dir doch, oder?“
„Husch, lass Dich zwischen die Flügel nehmen!“, jubelt Klebsi.
Aber dies will Husch denn doch lieber nicht. Auf einmal hat es der Uhu sehr eilig:
„Tschüss, Husch und mach es gut!! - Komm Quak, auf geht`s!“, hüpft er zappelig von einer Kralle auf die andere.
Überglücklich, mit dem Leben davon gekommen zu sein, huscht die Maus flink ins Gebüsch.

Quak und Klebsi marschieren weiter. Bald haben sie den Wald durchquert. Vor ihnen liegt eine riesige Wiese.
„Quaki, lass mich hier bleiben. Geh` Du allein. Ich will nicht mehr weiter!“
„Von wegen! Du kommst mit!“
Quak stupst den Freund mit dem Maul vorwärts. Dabei schielt er nach allen Seiten:
´Wo ist denn bloß endlich der Fluss?`
Und dann:
„Dort hinten zwischen den Büschen schimmert doch etwas!` - „Du, wir sind da!“
Uhus haben scharfe Augen. Klebsi vergisst total, wie erschöpft er ist, flattert vorweg und Quaki hopst munter quakend hinterdrein. Kurz darauf stehen sie an der Uferböschung. Leise plätschernd fließt das Wasser dahin.
„Und wo ist hier was für mich zum Futtern?“
Aufgeregt schwingt sich Klebsi hoch in die Luft. Von oben kann er alles besser überblicken. Hatte sich neben dem Gestrüpp unter ihm nicht etwas bewegt? Er täuscht sich nicht, denn dort sitzt eine fette Ratte.
´Jetzt oder nie!`, schießt er lautlos auf das kleine Tier zu.

Quaki hat sich weggedreht, denn er möchte nicht zusehen, wenn der Uhu sie tötet. Der schleift die tote Ratte ins nächste Gebüsch und frisst sich so richtig satt. Es dauert nur wenige Minuten, dann kehrt er zu dem Frosch zurück, der ihn bedrückt anguckt. Obwohl Quaki Ratten nicht ausstehen kann, hat er Mitleid mit dem armen Tier.
„Ich hab` nur ein einziges Mal feste zugehackt. Sie ist sofort tot gewesen!“, versichert Klebsi.
Quak sieht ihn erleichtert an.
„Quahaak, was baumelt denn da an Deiner Schnabelspitze?"
„Wo? Ach, bestimmt noch ein Fellhaar der Ratte!"
Klebsi wischt flüchtig mit der Kralle über den Schnabel. Doch das Haar bleibt hängen.
´Sitzt aber ziemlich fest!`, grübelt Quak einen Moment lang.
Aber weil es ihm viel wichtiger ist, dass sein Freund wieder putzmunter ist, denkt er nicht mehr länger über jenes Haar an dessen Schnabel nach.

„Uhuuh, ich fühl mich soo wohl!“, krächzt der Uhu vergnügt und macht bereits Pläne:
„Quak, hier ist es schön. Sollen wir uns ein wenig umsehen?“
„Na klar!“
Quaki ist begeistert. Übermütig dreht Klebsi über seinem Kopf Kreise, lässt sich fallen, schießt wieder hoch und macht ab und an sogar einen Purzelbaum. Der Frosch hüpft derweil ausgelassen und laut ein Froschlied quakend kreuz und quer.
Klebsi ermahnt ihn:
„Uhuuh! Sei ein bisschen leiser. Denk dran, dass Du weithin sichtbar bist!!"
Aber Quaki ist zu aufgedreht, um darauf zu hören:
„Keine Bange! Mich kriegt keiner. Guck mal!"
Er springt dermaßen hoch in die Luft, dass es fast aussieht, als ob er fliegen würde.
„Quuak, quahaak! Ich bin der schönste Frosch der Welt!“, schmettert Quaki.
Klebsi hat große Angst um ihn:
´Wenn der so weiter macht ... ` - „Psst, Quaki, hör auf damit!!“
Unbeirrt setzt der Frosch die Turnübungen fort. Der Uhu späht nach allen Seiten, ob von irgendwoher vielleicht Gefahr droht. ...

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