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Die sprechenden Gummibäume

Von tastifix Donnerstag 14.05.2026, 17:34 – geändert Freitag 15.05.2026, 08:08

In einer Gärtnerei standen mal drei winzige Gummibäume. Flip, Flap und Flop langweilten sich. Nur zweimal am Tag kam ein Mädchen und schaute nach ihnen, ob es ihnen gut ging oder ob sie gar etwas Wasser brauchten. Ilse war ein sehr sanftes Mädchen und genauso sanft behandelte sie die Pflanzen. Nie riss sie etwa an einer herum oder vernachlässgte sie gar.

Die Drei freuten sich immer, wenn sie zu ihnen kam.
„Ilse, Du, ich möchte ein bisschn Dünger?“
„Ilse, kannst Du mal meine zwei Blätter abwischen? Tut so gut und die glänzen dann so schön!“
„Ilse, stellst Du mich bitte etwas heller? Hier ists zu dämmerig und dann wachse ich nur sehr langsam!“
Wegen des Düngers fragte Ilse erst nach, denn zuviel davon hätte den Dreien geschadet.
„Flip hat um Dügner gebeten? Darf ich ihm etwas geben?“
„Wie, schon wieder? Aber dem hab ich doch vor drei Tagen erst welchen spendiert!“, wunderte sich eine andere Angestellte.
„Ach, gib ihm ruhig. Die wollen doch möglichst schnell wachsen, damit sie recht bald ein schönes Zuhause bekommen!“

Froh marschierte Ilse zu ihren drei kleinen Freunden zurück.
„Uund?“, fragten die.
„Ich darf!“, lachte Ilse.
„Aber hoffentlich ists der leckere. Der andere schmeckte ja gruselig!“, murrte Flap.
„Du bist aber auch nie zufrieden!“, schmpfte Flop.
„Ja nu, wollt Ihr etwa solch doofes Zeug trinken?“
„Hm ...“, wackelten die Anderen mit den Blättern.
„fEben!!“, betonte Flap.

Doch Ilse hatte eine Überraschung für sie.
„Dieser hier ist ganz neu. Hatten wir hier wohl noch nie!“
Neugierig hielten die Drei ihre Blätter ganz still. Mal abwarten, was da auf sie zukommen würde …
„Ist an dem denn etwas Besonderes?“, wollte Flop wissen.
„Wird nicht verraten!“, lachte Ilse.
„Oder weißt Du es selber nicht?“, argwöhnte Flip.
„Doh!!“, kam von Ilse.
„Warum strahlt sie nur so?“, tuschelten die drei Gummibäume.
Deser Tag ging ansonsten so öde zuende wie jeder andere zuvor. Die Gummibäume und all die anderen Pflazen wurden denn auch früh müde und das Rascheln ihrer Blätter verstummte. Flip. Flap und Flop träumen von einer riesigen Menge Dünger, von dem sie jederzeit naschen durften. Und auch ab und zu etwas von der so tollen Premium-Blumenerde.

Allerdings stellten sie am nächsten Morgen fest, dass diese Wünsche wohl Träume bleben mussten. Sie wurden wie üblich gegossen und noch nicht mal gedüngt.
„So oft drürft Ihr keinen bekommen!“, erklärte Ilse. „Sonst werdet Ihr krank!“
„Und dann kauft uns keiner mehr!“
„Richtig!“, bestätigte Ilse.

Auch in den zweiTagen darauf geschah nicths Aufregendes. Flip. Flap und Flop standen dort in ihren Kübeln und hatten de Hoffnung schon aufgegeben, dass sich je Zweibeiner für sie interessieren würden.
"Wieder nichts!“, seufzten sie.
„Ihr seid zu ungeduldig!“, ermahnte Ilse.
Es wurde Nacht, wieder herrschte in der Gärtnerei Stille. Als es aber von der Krchturmuhr n der Nähe Mitternacht schlug, wurden Flip, Flap und Flop plötzlich wach. Die Ecke, in der sie standen, war nicht länger dunkel, sondern es war gleißend hell. Aber es war nichts Bedrohliches an diesem Licht, sondern es streichelte zärtlich ihre Blätter und wärmte dabei wunderbar.
„Was ist das?“, fragte Flop zögerlich.
Obwohl ja nichts Schlimmes geschah, war es ihm eigenartig zumute. Er lugte zu seinen Kameraden. Auch de guckten verwirrt. AberAngst hatten die Drei nicht. Auf einmal meinte Flip:
„Was ist das denn? Ist es bei Euch auch so?“
Er war ganz aufgeregt.
„Was denn?“
„Guckt mal an Euch herutner. Sieht ja toll aus. Habt Ihr auch so viele neue grüne Blätter?“
„du hast geträumt!“, sagten die lachend.
„Nein, schaut nach!“
Flip und Flap schielten also an sich herunter und jubelten:
„Gibts ja gar nicht! Ich hab fünf neue grüne Blütter!“
"Ich sogar sechs!"
„Wir schauen jetzt toll aus!“, bewunderten sie sich.
„Wenn uns heute niemand kauft, dann leiden die Menschen an Geschmacksverirrung!"

Stolz schauten sie umher, ob sich vielleicht schon Kunden Pflanzen aussuchten. Wenig später kam tatsächlich ein junges Paar auf sie zu.
„Guck mal, Jörg! Sind die aber hübsch!“
„Ja!“, bestätigte Jörg.
#“Du,“meinte Annegret. „Wir haben doch h soviel Platz im Witergarten und im Haus.Wie wäre es denn, wir nähmen alle Drei mit?“
Einen Moment lang guzckte Jörg sie an, als ob er es für einen Witz hielt. Dann schmunzetle er:
„Machen wir! Wir genießen es ja, dass es i usnerem Heim ausschaut wie in einem Urwald!“
„Wo ist denn hier eine Bedienung?“, sah Jörg suchend umher und entdeckte Ilse, die gerade eine Pflanze umtopfte.
„Bitte, wundern Sie sich nicht ….", grinste er.
„Warum denn das?“
„Tja, wir haben uns gerade entschlossen, diese drei Gummibäume zu adoptieren!“
„In echt?“. konnte sich Ilse ebenfalls das Grinsen nicht verkneifen.
„Ja, Tatsache!“
"Wollen Se sie schon mitnehmen oder sollen wir sie gegen Abend liefern?“
„Das wäre prima! Wir werden nämlich noch länger unterwegs sein!“
„Gut ,die Bäumchen werden dann so gegen 18 Uhr eintreffen!“
Jörg gab noch ie Adresse an und die Zwei verschwanden bestgelaunt.

„!Ilsi?“
„Jahaah?“
„Ilse, war das ein Zauberdünger? Udn was war das für ein helles Licht?“
„Na, Ihr habts erraten: Ich hab Elfen aus der Umgebung um Hilfe gebeten und sie haben ihre Laternchen mitgebracht, damit ich, so beladen mit der schweren Gießkanne, nicht etwa irgendwo gegen stolpern sollte!“
„Aber wir haben nur das Licht gesehen...“
„Sie wollten Euch überraschen, aber nicht erkannt werden, damit Ihr vdann weiterträumen konntet, wieso es dermaßen hell geworden war!“
„Liebe Elfen!“, murmelten die Drei.
Ilse, wo kommen wir denn hin? Ist es schön dort?“
Ilse streichelte ihre Blätter der und nickte.
„Sehr schön sogar! Es ist ein großes Haus mit einem wunderschönen Wintergarten und Ihr werdet entweder in jenem oder auch im Wohnzimmer stehen. Und stellt Euch vor: Dort im Haus gibt’s schon ganz viele Pplanzen, hat der junge Mann mir noch verraten .. . Ihr habt also immer Gesellschaft!“
„Oh!“, staunten Flip, Flap und Ffop.
Gegen Abend wurden die drei Gummibäume also in einen Wagen geladen, noch eine Flasche jenes Zauberdüngers dazu gestellt, sozusagen als Abschiedsgeschenk und dann murmelte Ilse.
„Machts gut, Ihr Drei! Ich vergesse Euch ganz bestimmt nicht!“
„Wir Dich auch nie!“

In relativ schaukeliger Fahrt ging es ein weit in einen Vorort und dann durch eine schmale Straße bis vor ein weißgeklinkertes Haus.
Geschafft!“, lachte der Fahrer und meinte zu seinem Beifahrer:
“Die Bäume sind wirklich besonders toll gewachsen!“
„Ja, !Stimmt!“

An diesem Abend beschäftigten sich Jörg und Anegret mit nichts Andere m mehr. Sie schboen die Pflanzen von Ecke zu Ecke, stellten sie zwischendurch auch mitten ins Wohnzimmer und arrangierten und arrangierten. Dann endlich, gegen 22 Uhr, war die Entscheidung getroffen. Flip. Flap und Flop fanden ihren Platz direkt vor der breiten bodentiefen Fensterfront des Wintergartens und durften den Blick über weite Felder und Wiesen genießen. Schöner hätten sie es gar nicht treffen können.

Annegret und Jörg bekamen sehr oft Besuch von Freunden, die staunend die jungen Bäume betrachteten.
„Wunderschön sehen sie aus!“
„Vielleicht könnt Ihr ja später mal Ableger von ihnen machen. So, wie die hier den Raum schmücken, würden wir uns darüber freuen!“
„Später mal!“, dachten Jörg undAnnegret. „Ganz viel später vielleicht mal!“
Im Moment mocchten sie gar nicht daran denken. Die Bäumchen waren ihnen schon ans Herz gewachsen.

Zehn Jahre danach waren die Drei zu prachtvollen, fast drei Meter hohen und einen Meter breiten Bäumen geworden und jörg und Annegret saßen in ihren Rattansesselchen, umgeben von iren drei Adoptikindern, die sie nie mehr abgegeben hätten.
Von Zeit zu Zeit spendierten sie ihnen etwas Dünger …

Gummibäume können sehr alt werden. Wenn Flip. Flap und Flop also nicht lrank geworden und dann eingegangen sind, dann erfreuen sie ihre Menschen dort auch heute noch.

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