Ein Herbstsonntag
Von
Fiddigeigei
15.09.2024, 16:02 – geändert 15.09.2024, 16:10
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Fiddigeigei
15.09.2024, 16:02 – geändert 15.09.2024, 16:10
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Stockdunkel wars heute an diesem Sonntagmorgen um mich herum und so schlurfte ich in die Küche, weil es dort für mich zu tun gab.
Eine Ladung Geschirr wartete auf mich in einer Maschine, die gestern Nacht einen dreckigen Job zu erledigen hatte, derweil wir uns in den Armen, sie in denen vom Morpheus und ich in denen von Morpheuses jüngster 20 jährigen Tochter Morphinchen wähnten zu wiegen. Mir oblag (Bin anerkannter Obliger) es diese Maschine zu entleeren, dabei nicht zu laut zu klappern, damit ich sie und den Morpheus nicht in ihrer Tätigkeit störe. Das war Nummer 1 meiner meist nicht gewürdigten Tätigkeiten in diesem Haushalt.
Nach dieser, mir sehr unangenehmen Arbeit, ging, nein schlappte ich zu einer anderen Maschine und vor dieser sitze ich jetzt vor euch und denke und denke und es tut sich nix, nichts , nüt, nada,zero!
Hat mich Morphinchen heute Nacht ausgelaugt, meine Hirnschale entleert? Unter uns gesagt, diese Mädchen hat mit ihren 20 schon den Teufel im Leib.
Irgendwie müssen wir aber jetzt zu Potte kommen und so schneckte ich hinunter in mein Archiv um in den alten Akten etwas zu finden, was ich zum Herbst uns an diesem Sonntag zu sagen habe.
Herbst!
Er saß am Fenster, welches die Sicht frei gab auf ein weite saftig grüne Wiesenfläche, deren Endlichkeit sich an einem Waldrandrand verlor. Der Wald, der sich noch in leichte Morgennebel schamhaft verhüllte, konnte jedoch hochgewachsene schlanken Kiefernstämmen nicht verdecken, die sich mit Laubbäumen durchmischten. Das grüne Laub war aber dabei die Tarnfarben Gold, Gelb,Braun zwischen das Grün zu streuen und zeigten dem stillen Betrachter „Er ist da“!
Vor der Wiese ganz dicht an dem Fenster mit dem Ausguck, steht ein alter knorriger Apfelbaum, der in seinen Ästen rotbackigen Äpfel schaukelte. Über den Wipfel an Stangen, waren Starenkobel angebracht. Die Bewohner der luftigen Häusern hatten wohl längst die große Fahrt in die Wärme angetreten und so konnte eine quirlige Schar von tschilpenden Feldsperlinge sich als Nachmieter der verlassenen Wohnungen annehmen. Sie trugen Heuhalme hinein, die der Apfelbaum den hochbeladenen Heuwagen ab gekämmte hatte, als diese ihre nach Sommer duftende Fracht zum Heustadel fuhren.
Heute Nachmittag, wenn die tiefstehende Sonne etwas Wärme versprach, würde ich mit dem kleinen Mädchen, welches so gerne an meiner Hand hüpft und immer viele Fragen an mich hat, den steinigen Wiesenweg entlang gehen und das kleine Mädchen würde von den letzten Wiesenblumen einen großen Strauß pflücken und so einen letzten Sommergruß nach Hause tragen.
Ich wünschte mir dieses kleine Mädchen wäre heute bei uns auf Besuch.