Ein Märchen
Von
Feierabend-Mitglied
Montag 21.04.2025, 09:49
Du möchtest die Antworten lesen und mitdiskutieren? Tritt erst der Gruppe bei. Gruppe beitreten
Von
Feierabend-Mitglied
Montag 21.04.2025, 09:49
Du möchtest die Antworten lesen und mitdiskutieren? Tritt erst der Gruppe bei. Gruppe beitreten
Die blonde Fee war auf dem Weg zu einem Kränzchen der Kategorie K mit ihresgleichen. Also zu einem KafFEEkränzchen. Sicher würde sie dort ein TofFEEtörtchen und einen FEEderweißer bekommen können. So jedenfalls dachte sie es sich, als sie voller Vorfreude dahinschlenderte.
Da stieß sie mit ihrem schlanken Fuß im silbernen Schuh an etwas Weiches.
Es war ein Frosch.
Natürlich entschuldigte sie sich sogleich wortreich bei dem kleinen Tier. Als Entschuldigungsgeste versprach sie dem Fröschlein, es hätte drei Wünsche frei.
Das kam dem Frosch sehr gelegen.
Zuerst wünschte er sich, ein Prinz zu sein mit einem glockenhellem Tenor.
Die Fee schnipste mit dem Finger.
Und Schwups war der Wunsch erfüllt und der Froschprinz befand sich in Bielefeld auf einer Bühne inmitten der Prinzen, die plötzlich neben ihren vier Singstimmen den Tenor des Frosches als Verstärkung fanden.
Doch die Euphorie währte nicht lange, weil sich nämlich mit zunehmender Dauer des Gesangs immer mal wieder solches Quaken zwischen den glockenhellen Tenor drängelte.
Wütend stampfte der Froschprinz mit dem Fuß auf.
Schwups stand die Fee vor ihm und fragte nach Wunsch zwei.
Nun wäre der Frosch gerne Maler. Er dachte an Rembrandt und Raffael, Monet und Michelangelo und Wolfgang Beltracchi.
Die Fee schnipste mit dem Finger.
Das Fröschlein stand in weißer Arbeitskluft mit einem Eimer Wandfarbe der Marke „Antarktisweiß“ in der linken und einer Teleskopstange samt dreißiger Lammfellrolle in der rechten Hand da.
Das missfiel dem Frosch natürlich sehr.
Wutentbrannt stampfte er erneut mit dem Fuß auf.
Sofort stand die Fee da und fragte nach dem dritten Wunsch.
Nun, so äußerte sich der Frosch, wäre er gerne Politiker.
Die Fee schnipste mit dem Finger.
Und das Fröschlein war plötzlich ein Kollege von Phillipp Amthor.
Ende