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Ein Rentier muckt auf

Von tastifix Donnerstag 04.12.2025, 17:08

Schon seit Tagen ahnte Mucki, dass etwas auf ihn zukam, was ihm so gar nicht gefallen würde.
„Hoffentlich täusche ich mich!“, knirschte er murrend mit den Zähnen.
Und weil Rentiere ziemlich große Zähne haben und davon viele, hörte es sich ziemlich gruselig an. Eingentlich hdätte er sich schämen müssen, ,denn für Himmelstiere gzeimte es sich nicht.
„Mir doch egal! Die Engel in der Backstube motzen ja auch, wenn ihnen vor Weihanchten ddie arbeit zuviel wird!“
Tja, an diesem Tag musste er dann einsehen , dass ihn seine Ahnung nicht getrogen hatte.
„Muuuckiii!!“
Achherrjee, es klang verdächtig nach Nikolaus.
„Hm, die Geeschenke sind doch schon alle verteilt. Also: Was ist?“

Energischen schrittes betrat Nikolaus den Stall.
„Hallo Mucki!“, wiederholte er.
„Hi!“, quetschte der zwischen zwischen Zähnen und Haferhalm heraus.
Irgendwie war ihm plötzlich unbehaglich in seinem Fell.
„Es nutzt ja alles nichts. Du musst nochmals los und zwar sofort!““
Wieso denn das??“
„Eilauftrag des Chefs!“
„Pööh, der hat was vergessen und ich muss jetzt darutner leiden! - Hat das nicht wenigstens noch Zeit, bis ich zuende gefuttert habe?“
“Nein, leider nicht! Sonst kommts Geschenk zu spät an!“, erklärte Nikolaus streng.

Wehleidigen Blickes nahm das Rentier vom leckeren Haferbüschel Abschied und trottete beleidgt hinter Nikolaus her nach draußen.
„Aber den Schlitten ziehe icch jetzt nicht auch noch wieder!“, meckerte Mucki.
„Keine Bange! Ich bind Dir einen Korb um und lege das Paket hinein!“
„Was ist denn da drin?“ -´Werd ich ja wohl noch fragen dürfen, denn es ist ja schon die dritte Überstunde in den letzten zwei Wochen für mich!`
„Weiß ich nicht. Aber bestimmt etwas Wichtiges!“
´Wahrlich ´ne tolle Antwort!`
Mucki war kurz dacvor, eine patzige Bemerkung zu machen. Offensichtlich sah man es ihm an, denn der darauf folgende Blick Nikolaus`verriet nicjts Gutes.
Er eilte fix ins Haus und kerhte mit einem Päckchen unterm Arm zurück.
´Nee, niich? Und dafür soll ich nochmals los??“`
Doch diesmal schwieg er dazu lieber.
„So“, meinte Nikolaus. „Beeil Dich bitte. Du weißt ja, wo Du jenes Dörfchen findest. Also verlauf Dich nicht!“
Nachdem eer ihm sicherheitshalber nochmals die Adrsse izugeflüstert hatte, gab er Mucki einen aufmuternden Klapps aufs Hinterteil .Micki schielt ihn saur an, setzte sich aber denn doch brav in Trab.
„Ist eine lange Strecke. Wahrscheinich bin ich das eeinzige Reentier, dass noch arbeitet. Die Andern genießen längst ihren Urlaub. Mist!“

Er errreeichte die Himmelsgalopprennbahn, und düste los. Weil tatsächlich niemand sonst unterwegs war, hing er brummeld seinen Gedanken nach:
„Wieso eigentlich immer ich? Der hätte doch genuso gut mal einen Engel schicken können!“
Aber nein, die saßen ja jetzt in der Backstube, buken tolle Kuchen und Plätzchen und futterten sich garantiert nebebei frech mit all den Köstlichkeiten den Bauch voll.
´Únd kriegen deswegen noch nicht mal ´nen Anpfiff!`

Es schien also ab und zu im Himmel ähnlich ungerecht wie auf Erden zuzugehen. Die Engel hatten halt die wichtigeren Positioneninne, obwohl doch die Rentiere weit mehr schufteten als die geflügelten Diener des Chefs.Tja, diese Ungerechtigkeit kannte Mucki ja schon von früheren Besuchen auf der Erde. Die, die dort die Fäden in der Hand hielten, saßen sich oft in nden Büros den Po platt, schwangen pseudo-kluge Reden und ließen die Anderen für sich arbeiten. Jene durften oftmals froh sein, überhaupt büer die Runden zu kommen. Ihre Arbeitgeber dagegen vergnügten sich auf Parties und scherten sich einen Dreckdarun, wie es ihren Untergebenen in der Zeit ging.

Mucki hatte jedoch keine Lust, sich die Reise mit solchen Gedanken zusätzlich weiterhin zu vergällen und dachte konzentriert an etwas Angenehmeres, nämlich an sein Weihanchtshaferbüschel droben im Stall. Leider meldete sich prompt sein Magen.
„Huuungeer!!“
Ja, Mucki litt zunehmend, hatte aber trotzdem erst seinen Auftrag zu erledigen.
´Bin ja bald da!“.t röstete er sich und passte auf wie ein Luchs, damit er sich ja nicht noch vergaloppierte.

Überaqll um ihn herum leuchteten kleine und größere Sterne.
´Jedenfalls haben sie auf der Erde längst nicht so viele Laternen wie wir hier!`
Unwillkürlich erinnerte er sich, dass er auf früheren Reisen zur Erde dort auf total dunklen Wegen entlang der Felder über dickere Stöcke gestolpert, fast gefallen war und dann erst nach Stunden sein Ziel wikrlich gefunden hatte.
„Grausam wars! Weit und breit keiner, der mir den Weg hätte zeigen können. Ich kann ja froh sein, dass ich mir damals nicht die Beine gebrochen habe!“
Auf einmal erhellte sich seine Miene, er hatte eine Idee:
„ich werd Nikolaus vor der nächsten Tour bitten, mir eine Taschen ampe umzuschnallen! - Aber noch muss ich jetzt ohne eine solche auskommen.“

Die Himmelsgalopprennbahn führte nu nsteil nach utnen und bald kontne Mucki die ersten Häuser erkennen. Als er dann endlich mit einem kleine Ruck auf der Hauptstraße des Dorfes landete, blinzelte er angestrengt mit den Augen, um sich im Dinkeln zurecht zu finden. Jedes Mal, wenn er im Licht einer funzellaterne feststellte, dass die Richtung noch stimmte, pustete er erleichtert aus.
Wei ldie zeit drängte - es war inzwischen kurz vor Tagesanbruch - lief er noch schneller. Prompt rumpelte es in dem Korb auf seinem rücken laut.

„Muss etwas Schweres sein!“, brummelte Mucki und ärgerte sich, dass er immer noch nicht wusste, was es eigentlich war. Nach wie vor war es ziemlich düster. Autos begegneten ihm nicht, es gab also keine Staus und es war immer noch alles still.
´Gleich ahb ichs ja hitner mir! - haus Nr.2 aht Nikolaus gesagt ...`
Haus Nr.2 hat Nikolaus gesagt ...`

Bakd hatte er das Haus gefunden, hockte sich hin, dtehte den Kopf so weit wie möglich rüchwärts, erwischte auch treffsicher das Band, mit dem das Päckchen in dem Korb festgezurrt war und kanbberte es fix durch.
„Prima. Geschafft!“
Nun schon erheblich besserer Laune. trug Mucki das Geschenk bis zum Pdodest vor der Haustür und legte es darauf ab. Inzwischen zeigten sich am Horizont bereits helle Streifen, der Tag brach an.
Eigentlich hätte er jetzt nachhause strten können, doch war er zu neugierig, was denn in dem Päckchen war. Deshalb versteckte er sich seitlich des Hauses und wartete.

Es dauerte nicht lange, ein kleiner Juge stürmte heraus und entdeckte das Päckchen. Es war ja noch bitter kalt, doch dies kümmerte den Kleinen nicht. Aufgeregt riss er das Papier ab und hielt genau das Feeurwehrauto in der Hand, dass er sich so sehr gewünscht hatte. Mit einer richtigen Leiter und einer Glocke an einer Kordel. Zog man an der, dann klingelte es laut.

Mucki beobachtete, wie der Junge das Auto strahelnd an sich drückte und jubelnd ins Haus lief. Kaum war der Keline verschwunden, begab sich das Tentier auf die Heimreise. Doch all sein Unmut wegen der überstunde war vergessen. Er sah noch immert den Kleinen vor sich, wie sehr er sich gefreut hatte und es machte auch ihn froh.

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