Ein Teenager und die Schminke (Romanauszug)
Von
tastifix
Donnerstag 19.03.2026, 10:09 – geändert Mittwoch 22.04.2026, 03:13
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tastifix
Donnerstag 19.03.2026, 10:09 – geändert Mittwoch 22.04.2026, 03:13
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Nach dem Tod ihres Vaters lebte Sybil lbei ihrer Tante Inge und deren Freund Michael. Tja, und dann wars nach einigen Jahren soweit:
Sybil, inzwischen 14 Jahre alt, kam von ihrer Freundin Isabell nachhause, verschwand ins Bad und ward eine Weile nicht gesehen. Nein, nicht nur, um die verräterischen Tränenspuren einer Heularie zu entfernen, sondern … Sie kam zurück ins Wohnzimmer. Ihre Tante rang um Fassung, denn ihre Nichte ähnelte im Gesicht einem unglücklich verfärbtem Zebra in Lila, Grün und Blau mit rosa Streifen.Das Einzige,was noch stimmte, war, dass es immerhin ein Strefenmuster war. Doch zu ihrem Glück erklärte jenes kunterbunte Etwas:
„Übrigens, ich bin Sybill!“
´Sie muss kopfüber in den Schminktopf gefallen sein! Ob das jetzt etwa für mehrere Tage drauf bleibt?`
Um dieses immerhin wieder zur Kommunikation bereite Wesen nicht wegen Kränkung zum erneuten Schweigen zu verablassen, verbiss sich Inge jenen mehr als passenden Kommentar und fragte nur:
„Ist das jetzt modern?“
„Ja! Cool, ja?“
Dazu schwieg hre Tante lieber.
„Na, hast Du Dich wieder beruhigt?“, meinte Michael, ein wenig anzüglch.
„Was hältst Du davon, weirn wir das nächste Mal, wenn wir aufeinander sauer sind, sofort darüber reden? Dann müssen wir nicht dermaßen große Mengen Tempos kaufen, Du also nicht so lange quälend heulen und wir können uns wie sonst normal unterhalten“, zwinkerte Inge Sybill zu.
Sie kannten Sybill und durften davon ausgehen, dass auf desen Vorschlag hin der Zirkus nicht etwa wieder von vorne los gehen würde. Sybill wäre ja zu gerne noch ernst geblieben, aber der ironische Tonfall machte die Musik:
„Hmm...“, kam tatsächlich und dann lachten die Drei.
Aber, als Sybil bereits zu Bett lag. meinte Inge zu Michael:
„Tja, diese Farbpalette ist der Beweis! Jetzt ist sieTeenager!! - Bin gespannt, wie lange sie nun so rum laufen wird!?“
„Das ist von Pseudo-Zebra zu Pseudo-Zebra verschieden!“. erklärte Michael.
„Na denn...“, gab Inge trocken zurück.
Immerhin hatte es sich ja sogar vorgestellt. Die gute Kinderstube war demnach trotzdem nicht ganz in Vergessenheit geraten.
Die abendliche versöhnung achte Mut und Inge musterte am nächsten Morgen das aparte Gemälde genauer.
´Na ja, die ersten Schminkversuche fallen oft ganz anders aus als die Teenager es eigentlich wollten. Also gibt’s noch Hoffnung!?`
„Nicht, dass sie uns noc hfragt, wie es usn gefällt ... “, raunte Inge Michael zu.
Doch inzwischen wusste sie - Erahrung macht klug - wie sie vorgehen musste, um zu Sybills Teenagerherzen durchzudringen.
„Du, Sybill, farbig steht Dir gut. Wenn Du etwas weniger davon ufträgst, siehts noch toller aus!“
Die Stirnfalten berwiesen, dass die Trägerin diesen Kommentar nicht so ganz gelungen fand. Aber es war der jungen Dame ja längst selber aufgegangen, dass Weniger oft Mehr bedeuten kann, also ihr Gemälde etwas zu dick aufgetragen geraten sen könnte. Für die beiden Erwachsenen total überraschend, platzte Sybill nicht etwa, sondern sah ihre Tante verunsichert an.
„Meinste, Tante Inge?“
„Ja, Sybill!“
Grübelnd schielte Sybill zu Michael. Er schien der gleichen Meinung zu sein. Noch nachdenklicher verzog sich in ihr Zimmer. Einige Minuten später öffnete sich die besagte Tür und heraus kam ein Wesen, das eine erheblich größere Ähnlichkeit mit der Nicthe aufwies. Ja, etwas weniger Lila um die Ohren und leuchtendes Rot auf den Wangen, dann gäbe es keinen Irrtum mehr. Dann wäre es eindeutig als ihre Sybill zu erkennen.
„Ist diese Phase jetzt etwa schon fast überwunden?“
„Sie geht ja recht geschickt dabei vor … Wenn ich bedenke, wie es eben noch ausschaute,“ murmelte Michael rücksichtsvoll.
Inge mochte es sehr an ihm, dass er in solchen Momenten nicht meckerte.
Am nächsten Tag wartete sie gespannt in der Küche, was wohl über Nacht geschehen sein mochte. Ob Sybill sich überhaupt abgeschminkt hatte? Inge traute ihr zu, dass sie aus Stolz auf das aparte Gemälde gar nicht entfernt hatte.
„Sybill, Frühstück!“
Hatte da etwa eine Teenagerstimme geantwortet? Wow! Durfte sie als ein gutes Zeichen werten. Und wirklich: Als Sybill erblasst die Küche betrat, wäre Inge beinahe vom Stuhl gerutscht.
„Sieht ja obercol aus!“. lobte sie.
Sybill lächelte geschmeichelt.
„Tante Inge, mir war das gestern auch zuviel. Wollte ich nur nicht zugeben, weil ich doch so stolz war, dass ich mich das getraut hatte!“
„So gefällst Du mr dreimal besser!“
„Ich mir auch!“, gab Sybill zu.