Eine Frage ohne konkrete Antwort
Von
tastifix
Dienstag 03.12.2024, 05:02
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tastifix
Dienstag 03.12.2024, 05:02
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Es ist der Konjunktiv, der diese Frage regiert und mich sehr nachdenklich werden lässt.
Ja, was wäre, wenn ich nochmals leben dürfte? Bevor ich darüber weiter nachsinnen kann, muss ich entscheiden, von welchen Voraussetzungen ich ausgehen will.
Komme ich ein zweites Mal auf die Welt und gehe ohne gespeichertes Wissen aus Erlebnissen/ Erfahrungen aus dem früheren Leben einen den Umständen und Ereignissen nach gänzlich verschiedenen Weg und mache dann völlig andere, aber genauso schwer wiegende Fehler? Eines steht für mich jedenfalls fest: Nochmals zu leben ohne die Möglichkeit, viele der damals begangenen Fehler vermeiden zu können, möchte ich nicht.
Deshalb wende ich mich jetzt der konjunktuvistischen, rein theoretischen Chance zu.
Wie würde es sich auswirken, mit gespeicherten Einsichten auf die Welt zu kommen? Ich könnte weder die mich erwartenden Umstände vorhersehen noch mein zukünftiges Verhalten in irgendeiner Weise konkret planen, mir dagegen nur sagen:
„Dies und das möchte ich anders angehen!"
Jdoch hängt dann alles davon ab, ob jener Lebensweg es mir überhaupt vergönnt, anders zu agieren, so, dass ich mit mir selber vielleicht mehr als damals im Reinen wäre.
Das Leben ist etwas außerordentlich Komplexes, das aller höchstens abschnittsweise im Groben planbar ist. Selbst dies trifft ausschließlich dann zu, wenn keine entscheidenden Ereignisse/ Schicksalsschläge den gewünschten roten Faden des eigenen Lebensweges durchkreuzen, in mir fremde Bahnen lenken oder im schlimmsten Fall gar zerschneiden.
Wissen Sie, ich könnte ein noch so umfangreiches Erfahrungs- und Wissenspaket aus meinem ersten Leben in mein zweites übernehmen ... Es würde nie eine verbesserte Kopie meines früheren Daseins.
Es würde nur anders.