Es war traurig und doch ...
Von
tastifix
Montag 25.11.2024, 17:28 – geändert Montag 25.11.2024, 18:22
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tastifix
Montag 25.11.2024, 17:28 – geändert Montag 25.11.2024, 18:22
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Am Eingang der kleinen Halle stand eine junge Frau, ihren Sohn an der Hand haltend. Beiden rannen Tränen über die Wangen. In der hinteren Ecke des Raumes lag eine Frau aufgebahrt.
Dem Achtjäührigen wurde es unheimlich. Er umkrampfte noch fester die Hand seiner Mutter, die ebenfalls unter Schock stanfd. Die Tote dort war ihre Schwiegerrmutter, mit der sich sich bestens verstanden hatte und die eine überaus liebevolle Großmutter für ihren Kleinen gewesen war. Beide standen dort wie gelähmt, unfähig, zu ihr zu treten und ihr so ein letztes Mal nahe zu sein. Ihre Schweigermutter war eine sehr fröhliche, liebe Frau gewesen und nun lag sie als eine total Fremde vor ihnen. Es schmerzte noch zusätzlich.
Nein, sdie junge Fau wollte ihrem Sohn und auch sich den Anblick ersparen, möglichst rasch wieder hinaus aus der beklemmenden Atmosphäre, zurück ins Helle der lebendigen Welt. Aber plötzlich fiel ihr auf, dass der Kleine nicht mehr weinte, sondern nur sinnend vor sich hin blickte, so. als ob er ganz in Gedanken versunken war. Auch, als sie ihn sanft nach draußen ziehen wollte, blieb er stehen und schaute nun doch zu der Toten, die mal seine Oma war. Erschrocken sah die Mutter, wie sich ein Lächeln in sein Gesicht stahl.
„Was ist nur mit ihm`? Wie kann er jetzt nur …?`
Jenes Lächeln machte ihr Angst.
´Sitzt etwa der Schock dermaßen tief, dass er nun etwa …?`
Sie verbat sich, ihren Gedanken weiter zu denken.
Doch sie musste nicht nachfragen. Ihr Sohn schaute sie an, immer noch lächelte er:
„Mama wir müssen nicht so traurig sein. Oma geht’s gut!“
“Komm, wir gehen!“, meinte die Mutter gerührt.
„Mama, wirklich!!“
„Kleines, selbstverständlich hat sie keine Schmerzen mehr. Und wenn man keine Schmerzen hat, dann geht’ einem gut. Da hast Du Recht!“
´Wir setzen uns gleich gemütlich zusammen.Vielleicht verrät er mir ja dann, wieso er ...`
Den Jungen drängte es geradezu, ihr alles zu sagen, was ihn noch vor wengien Minuten so nachdenklich und auch etwas getröstet erscheinen iieß.
„Mama, als ich so zu ihr geguckt habe, hab ich das Gefühl gehabt, dass sie mich angelächelt hat. Und dann ist was Tolles passiert: Oma lag dort immer noch, aber wir Menschen haben ja eine Seele und die schwebte in der Luft. Sie sah aus wie Oma immer, lachte so fröhlich und tanzte ein bisschen dabei. ...“
„Und, hast Du noch mehr beobachtet?“
„Ja Mama. Die Wand dahinter war nicht mehr da und Oma flog immer höher. Sie hatte ihr Lieblingskleid an und sah wuderschön aus. Und als Oma dann bei den Sternen angekommen war, leuchteten die ganz besonders hell und dann haben sie zusammen mit Oma getanzt -und gesungen. Ach, war das schön!“
„ Und dann?“
„Mama, Oma hat sich umgedreht und mich ganz doll lieb angesehen. Und dann hat sie noch gesagt:
„Solange Ihr an mich denken werdet, bin ich nicht tot, sondern immer bei Euch!“
„Und deswegen hast Du so froh gelächelt, stimmts?“
„Ja, Mama! Aber dann geschah ja noch etwas ... "?
„Noich etwas??“
„Ja, ich hab gesehen, als sie schon ganz oben war, dass auf einmal Opa auf sie zu kam, sie an die Hand nahm und dann gingen sie gemeinsam in ein ganz tolles Licht hinein. Mehr habe ich nicht gesehen. Sie waren dann verschwunden!“
Die Mutter sschwieg, aber sagte sich:
„Mein Junge! Deine Fantasie hat Dir geholfen, den Schock zu überwinden!“
Ihr fiel ein Stein vom Herzen.