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Glitzerwald (1)

Von tastifix Mittwoch 26.11.2025, 19:02 – geändert Samstag 29.11.2025, 11:59

Noch immer lag Stefanie mit leichtem Fieber krank im Bett. Wenigstns war inzwischen der Husten überstanden, aber dennoch tfühlte sich die Fünfjährige noch schlapp. Die Eltern und auch ihr Kindermädchen Lisa versuchten sie zu trösten, denn Stefanie war sehr traurig. Draußen tobten nachmittags die anderen Kinder und sie durfte nicht mitspielen.
„Und in ein paar Tagen ist doch schon Weihnachten!“
Tapfer schluckte sie die aufsteigenden Tränen hinunter. Sie wusste, wenn sie weinen würde, würde es ihre Eltern und Lisa gfast genauso traurig machen wie sie es jetzt selber war.

Abends wurde es früh dunkel. Stefanie hoffte darauf, viele tolle Sterne bewundern zu können, aber stattdessen schaute sie nur auf schwere Wolken.
"Schade!"
Sie dachte daran, wie zärtlich Vater, Mutter und Liisa ihr eine gute Nacht gewünscht, Lisa ihr sogar noch ein Märchen vorgelesen hatte, wie froh sie in jenen Minuten gewesen war und schlief endlich ein. Am nächsten Morgen wachte sie jedoch viel früher auf als an den vergangenen Tagen. Gleißend hell war es im Zimmer, viel heller als sonst, wenn die Sonne schien. Verdutzt setzte sie sich auf:
“Wieso ists denn so hell?“
As sie dann im Raum herum schaute, ihr Bett, den Kleiderschrank und die anderen Möbel musterte, schwieg sie vor Überraschung: Die Möbel umgab ein Kranz aus vielen, vielen Sternen, die wie die Sterne nachts in wolkenlosen Nächten funkelten. Ab und zu schien sich einer zu bewegen und leuchtete dann in verschiedenen Farben.
„Ooh!!“
Sie schaute aufs Regal mit den Stofftieren. Eigentlich hatte sie ihnen wie jeden Mrogen einen schönen Tag wünschen wollen, aber sie brachte kein Wort heraus, so sehr staunte sie. Alle ihre Plüschfreunde trugen rote Decken voller winziger Sterne. Stefanie vergaß völlig, dass sie eigentlich noch etwas schlapp war, stand auf und ging zum Fenster.
„Ich will wissen, was los ist!“
Die aufgehende Sonne hatte ein wunderschönes Gemälde aus Eiskristallen auf die Scheibe gemalt. Doch nun wurde es allmählich zu warm für einige jener Kristalle, sie tauten zu winzigen Wassertropfen, die ganz langsam an der Scheibe herunter rannen. So bot sich Stefanie ein ständig anderes Bild, das sie fasziniert betrachtete. Je länger sie hin sah, umso mehr erkannte sie. Es waren Bäume, Sräicher und viele Blumen. Die Bäume und Sträucher streckten ihre Eiskristall-Äste gen Himmel und die zierlichen Blumen reckten ihre zarten Blütenknospen hoch. Und am oberen Scheibenrand standen glitzerne Eiskristallensterne, die denen ähnelten, die im Zimmer die Möbel schmückten.
„Cool!“

Und Stefanie entdeckte noch etwas, nämlich einen sich zwischen all dem Funkeln quer über das Bild schlängelnden Wadnerweg aus frisch gefallenen Schneeflocken, der weit in die Ferne zu führen schien.
„Es glitzert alles so wie die Glasperlenkette, die mir Mama geschenkt hat! - Aber draußen glitzert es bestimmt noch viel schöner!"
Der Gedaneke daran machte sie traurig. Tja, es war zwar schön, sich eine Weile das Fenstergemälde anzusehen, aber das lange Stehen strengte sie dann doch noch an und Stefanie hockte sich wieder aufs Bett. Doch nun schon wieder die selben Benjamin-Blümchen-Geschichten anzuhören hatte sie keine Lust. Nein, sie langweitle sich.

Unzufrieden lief sie zum Schrank und berührte dabei einen der Sterne aus dem Sernenkranz. Im nächsten Moment waren er wie auch all die anderen Sterne im Zimmer verschwunden. Enttäuscht und ein wenig erschrocken setzte sie sieh erneut aufs Bett. Unwillkürlich schaute sie zum Fenster Das schöne Glitzergemälde auf der Scheibe jedenfalls war noch immer dort.
„Qb das auch verschwindet, wenn ich es anfasse?“
Doch auch das Grübeln strengt an, wenn man noch nicht richtig gesund ist. Darum lgte sie sich erneut hin, schlummerte ein und und begann zu träumen ...

Auch in ihrem Traum stand sie dort am Fenster, vor sich das funkelnde Gemälde mit den Bäumen, Sträuchern und Blumen und dem Wanderweg.
„Ich würd so gern dort rum laufen! - Aber nicht im Nachthemd!“
Sie zog sich warme Winterkleidung, dazu die Boots an, vrgaß auch die Handschuhe nicht und band sich noch einen Schal um, damit die Halsschmerzen ja nicht wiederkommen sollten .. ...

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