Glitzerwald (3)
Von
tastifix
Donnerstag 27.11.2025, 10:31 – geändert Samstag 29.11.2025, 11:46
Du möchtest die Antworten lesen und mitdiskutieren? Tritt erst der Gruppe bei. Gruppe beitreten
Von
tastifix
Donnerstag 27.11.2025, 10:31 – geändert Samstag 29.11.2025, 11:46
Du möchtest die Antworten lesen und mitdiskutieren? Tritt erst der Gruppe bei. Gruppe beitreten
Nach einer Weile hielten sie an.
„Die letzten Meter gehen wir zu Fuß!“
Die Fee flüsterte dem Schlitten etwas zu, der kehrte um und verschwand auf dem selben Weg zurück, den sie gekommen waren. Wünschdirwas, ihre Feenkinder und Stefanie wanderten noch ein paar Minuten hügelan, bis sie eine zweite Lichtung erreichten. Die war riesig, die Wiese noch ausgedehnter und auf ihr fand sich ein großer See.
„Der ist aber nicht zugefroren!“, dachte Stefanie.
„Mach mal kurz die Augen zu, Stefanie!“, bat Fee Wünschdirwas.
Gespannt gehorchte Stefanie.
„Jetzt darfst Du sie wieder öffnen!“
Stefanie musste blinzeln, so hell war es hier. Auf einmal war es nicht mehr still. Von den Bäumen vernahm sie jubilierendes Vogelgezwitscher.
„W“arum singen die Vögel so fröhlich?“
„Sie freuen sich auf den Frühling, der bald kommen wirdd!"
Auch Stefanie freute sich be dem Gedanken daran, dass dann überall auf der Erde alles neu wachsen und auch blühen würde.
„Obwohl man ja genauso im Winter Spaß haben kann. Wie ich jetzt!“
Das Vogelkonzert hatte sie abgelenkt, aber nun schaute sie wieder auf die Wiese und den See. An dessen Ufer standen nun die Tiere des Waldes, die sie ja so sehr vermisst hatte. Besonders gut gefiel ihr ein Hirsch. Er war sehr groß und trug ein tolles Geweih. Die Kleine hatte das Gefühl, als ob er sie neugierig musterte.
„Ruf ihn mal!“, schlug die Fee vor. „Er ist hier der König all der Tiere.“
„Aber- wie denn? Muss ich dann Herr König sagen?“
„nein“, lachte die Fee. „Er heißt Pfiff. Weil er sehr schlau ist.“
Als Stefanie ihn dann bei sinem Namen rief und er langsam majestätisch auf sie zu kam, schaute sie denn doch unsicher drein. Denn Pfiff war groß und sie ja sehr klein.
„Ich weiß ja gar nicht, ob der lieb ist!“
Fast bei ihr, blieb Pfiff stehen, sah sie an, trat dann noch näher, beschnupperte ganz sanft ihre Hand und ließ sich von Stefanie streicheln.
„Stefanie, er mag Dich! Sieh mal, wie sehr er aufpasst. Dich ja nicht zu treten!“
Doch dann tat Pfiff etwas, was Stefanie sehr froh machte. Er legte ihr den Kopf auf die Schutler und schnubte leise.
„Pfiif, wie schade, dass ich gleich wieder zurück muss. Aber ich vergesse Dich bestimmt nie mehr.“
Als ob das Tier sie verstanden hätte, schnubte es ein zweites Mal.
„Er isgt jetzt mein Freund!“, sagte Stefanie stolz. „Werde ich Euch, ihn und all die anderen Tiere mal wiedersehen?“
„Ja“, sagte die Fee. „Im nächsten Winter treffen wir uns wieder. Die Monate vergehen ja schnell …. Aber ich hab noch eine Überraschung für Dich: Pfiff wird Dich nachhause bringen. Und damit Du unterwegs keine Angst bekommst, wirtd er ganz langsam dorthin schweben, anstatt wie sonst oft, fix zu rennen!“
„Wirklich?“
Die Fee nickte und der Hirsch scharrte mit den Hufen.
„Pfiff, es wird Zeit!“
„Bis bald! Und dankschön, liebe Fee!“
Fee Wünschdirwas hauchte Stefanie noch einen Kuss auf die Stirn. Dann half sie der Kleinen, auf Pfiffs Rücken zu klettern, gab dem Tier einen zärtichen Klapps und er schwebte mit Stefanie davon. Je näher sie ihrem Elternhaus kamen, umso weniger Schnee und Eis waren zu sehen. Das Meiste war weggetaut. Auch von dem Gltzerwald auf der Fensterscheibe war kaum mehr etwas übrig. Pfiff brachte sie bis vor die Haustür und Stefanie stieg ab. Sie wollte sich noch bei ihrem neuen Freund bedanken, aber er war verschwunden. Lautlos öffnete sich die Tür, Stefanie betrat sie Diele und die Tür schloss sich geräuschlos hinter ihr wieder. Die Kleine ging die Treppe hoch in ihr Zimmer, hing die Wintersachen in den Schrank, streifte rasch das Nachthemd über und krabbelte ins Bett. Gerade rechtzeitig, denn schon klopfte es und die Mutter kam herein.
„Aufwachen! - Na, hast Du etwas Schönes geträumt?“
Lebhaft erzählte Stefanie ihr von der Fee, den Feenkindern, den Pflanzen und all den Tieren, dann vor allem von Pfiff. Die Mutter fragte:
„Und wie heißt denn dieses schöne Land, in dem Du warst?“
„Glitzerwald! Und es gehört der Fee Wünschdirwas!! Und Pfiff ist mein nur Frund!"
Gerührt uumarmte die Mutter ihre Tochter. Sie war ja so glücklich, dass ihr Kind endlich wieder gesund war.