Glühende Erde
Von
tastifix
Dienstag 01.07.2025, 08:32 – geändert Mittwoch 16.07.2025, 08:01
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Zunächst traf es nur vereinzelte Gebiete, dann aber nach und nach das gamze Land. Frühmorgens schon kündigte sich am wolkenlosen Himmel die Sonne an. Sonst freudig begrüsst, galt sie nun als Zeichen drohender Gefahr für die Gesundheit von Mensch, Tier und Pflanzenwelt, denn von Tag zu Tag wurde es heißer und bald die Hitze unerträglich. Wenn eben möglich, blieben die Leute daheim und verdunkelten die Zimmer. Diejenigen, die einen Keller ihr Eigen nannten, hielten sich oft dort auf. Es brachte minimale Erleichterung.
Die Tiere flüchteten in den Schatten der Bäume oder verkrochen sich in ihren Bau.
Die Pflanzen jedoch waren dem Treiben des Wetters hilflos ausgeliefert. Die Felder und Wiesen lagen lagen verdorrt, viele Bäume verkümmerten.
Noch gab es Wasservorräte, noch kommten die Leute sich und ihre Haustiere vor dem Verdursten schützen. Aber wie lange … ?
Das Thermometer kletterte auf 45 Grad und höher. Die dringlichst ersehnten Gewitter blieben aus. Die alltägliche Betriebsamkeit in den Ortschaften reduzierte sich auf ein Minimum. Die, die trotzdem unterwegs sein mussten, waren gezwungen, die Gefahr eines Hitzschlages in Kauf zu nehmen. Immer öfter brachen Leute zusammen, die Krankenhäuser waren überrfüllt, Ärzte und Pflegepersonal kämpften bis an die Grenze ihrer Belastbarkeit um jeden Patienten. Immer öfter vergebens! Auch unter ihnen forderten die Umstände mehr und mehr Opfer.
Es wurde ständig schlimmer. Die Sonne brannte unbarmherzig, die Luft über Stadt und Land flimmerte vor Hitze. Die Versorgung der Bevölkerung erwies sich als ständig schwieriger, die Vorräte schwanden, das Wasser war rationiert, schließlich endeten die Hilfsaktionen.Überall verwandelten sich Städte in Geisterstädte. Hunger, Durst und Erschöpfung hatten Mensch und Tier dahin gerafft. Unheimliche Stille herrschte,
Und doch versuchten Wenige noch, sich zu retten. So auch ein junges Paar aus einem kleinen Ort mitten auf dem Lande. Verzweifelt verließ es den wie wie ausgestorbenen Heimatort und flüchtete in den nahen Wald. Auf dem Weg dorthin begegnete den Beiden nemand. Offensichtlich waren sie die einzigen noch Lebenden weit und breit. Langsam, gegen aufkommende Schwäche angehend, schleppten sie sich voran. Endlich dann unter den hohen Bäumen des Waldes fanden sie wenigstens etwas Abkühlung. Ermattet von dem kräftezehrenden Marsch, legten sie sich ins braune Laub und schliefen ein. Die Stunden der Ruhe brachten ihnen neue Energie, der Lebenswille war gestärkt. Wie sollte es weitergehen? Würden sie es wirklich schaffen, dem Schicksal der Anderen zu entgehen? So schlapp sie sich fühlten? Sie hätten sich aufzuraffen und darauf zu hoffen, evetuell noch Tiere zu zu finden und sie erledigen zu können. Aber so ohne Waffen? Wie nur?
Zum Glück hatten sie ein Taschenmesser dabei. Aus Stöcken schnitzten sie sich Speere und schlichen auf der Suche nach Nahrung durch den Wald. Angestrengt lauschten sie. Sie hatten die Hoffnung fast aufgegeben, als es ganz in der Nähe raschelte. Der Speer traf, sie vernahmen ein kurzes Wimmern und vor ihnen lag ein abgemargerter toter Hase, der gleich ihnen wohl noch um sein kleines Leben gekämpft hatte. Doch jetzt im Nachhinein noch Mitleid mit dem armen Tier zu empfinden konnten sie sich nicht leisten. Sein Fleisch würde den Hunger stillen.
Hoffnung setzt enorm viel Energie frei. Bald würde es sicherlich gewittern, prasselnder Regen neues Leben sprießen lassen. Doch dann in ihre Wohnung zurück zu kehren, wäre sinnlos. Aber am Rade des Ortes gab es einen nun verwaisten Bauernhof. Aud hdewsen Bewohner waren verstorben. Dort würden sie wohnen, sich mit ihrem Wissen um Landwirtschaft die zugehörigen Felder nutzbar machen und sich ein neues Leben aufbauen ...