Hopp, rauf aufs Podest! (4)
Von
tastifix
Freitag 21.02.2025, 08:37
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tastifix
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Dogge Softy als die Stärkste der Mannschaft nahm das Leinenende zwischen die Zähne und schleifte die laut jammernden Zweibeiner auf die Podeste zu. Deren Geheul ging den hündischen Ohren furchtbar auf die Muschel.
„So nicht!“
Bengel flitzte zu einem Regal, erschnüffelte eine Rolle Klebeband und raste mit dem zu seiner Truppe zurück. Winzel kapierte den Plan auffällig fix und knabberte mit spitzen Zahndolchen so lange an dem Band herum, bis er die Schutzfolie abziehen konnte. Dann schnappte sich Pfiff das Bandund klebte den vier Herrchen deren Klageluke zu.
„Äääh!“, röchelten die nach Luft.
´Ääääh` aber war den Vierbeinern total egal.
„Los, rauf mit Euch!!“, probierte sich Bengel als Hundefeldwebel. Es klappte sogar ausgesprochen gut. Die vier Zweibeiner stolperten gezwungendermaßen hoch auf die Podeste. Pfiffs Vorgesetzter war noch so uvnerschämt, nach der Seite hin ausbüchsen zu wollen, was aber erstens die Leine, zweitens die Fußfesseln und drittens vor allem die kneifenden Zähne Winzels bestens zu verhindern wussten. So nahm auch er den ihm befohlenden Platz ein.
Deie Klebe pappte ausgezeichnet. Selbst das die-Füße-nur-ein-wenig-Anheben erwies sich als unmöglich. Schweigend und starr standen die Zweibeiner dort.
„Gleich wird es erst richtig interessant!“, flüsterte Pfiff seinen Freunden zu.
Und schon spazierten die ersten Messebesucher an dem kunterbunten Quartett vorbei, lachten laut und machten gehässige Bemerkungen. Aber es waren keine Menschen, sondern eine Riesenmeute von Vierbeinern aller Rassen und Nichtrassen.
„Die sehen aus wie Kasperlefiguren, hihi!“
„Wie bekloppt die wirken, mit diesen Drehdingern im Fell!“
„Geschieht denen ganz recht!!“, knurrten Einige.
„Oh: ´Frauchens Liebling`!! - Hat sie Dich so untergebuttert?“ Mindestens eine halbe Stunde lang ging es so. Den vier Statuen dort oben wurden allmählich die Beine lahm. Ihre Hunde beobachteten dies gelassen.
„Dauert ja nur noch ne halbe Stunde!“, tröstete Pfiff spöttisch. Allein wütende Blicke trafen ihn, mehr war ja nicht drin.
Doch die Zweibeiner hatten dann noch mehr zu ertragen. Kurz darauf nahte eine edle Pudeldame mit ihrem zahlreichen Nachwuchs, alle in vornehmes Silber gekleidet.
„Seht mal!“, sprach sie zu den Kleinen.
„Waulewau, quietsch! Was ist denn mit denen los, Mama?“
„Haben die mit ´nem Farbeimer gespielt und sind rein geplumpst?“
„Mama, will auch so ´ne Quietschpuppe!“
Die Pudelwelpen amüsierten sich pudelkringelig.
Aber dann entdeckte einer von ihnen, Plim mit Namen, die Fesseln und die Leine:
„Warum sind die denn angeleint?“
So etwas kannte er eigentlich nur von Hunden und genau deshalb grübelte er dann scharf nach:
„Mama, waren die böse?“
„Keine Ahnung! Ich hab sowas auch noch nie gesehen!“
Prompt wurden Plims Geschwister neugierig.
„Vielleicht haben die ja ...“
„Oder die sind ...“
Wieder war es dann Plim, der auf die dollste Idee kam:
„Ob die etwa dreist das Hundefutter weggefr ... ?“
„Plim!!!“
„Aber, falls doch ...“, blieb der hartnäckig.
„Menschen fressen nicht. Die essen!“, verbesserte ihn sein älterer Bruder Plum.
„Stimmt gar nicht: Manche von denen fressen!“
Bevor ihre fantasiebegabten Kleinen noch weitaus kessere verbale Schnitzer von sich geben konnten, suchte ihre ums Ansehen der guten Welpenkinderstube besorgte Mutter mit den Minis schleunigst das Weite. ...