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Lisa und das Meer (3)

Von tastifix Montag 11.08.2025, 13:24 – geändert Samstag 30.08.2025, 07:54

Charmie rief zwei Seepferdchen herbei. Sie trugen rotes Zaumzeug und zogen eine winzige goldene Kutsche.
„Einsteigen!“, forderten ihre neuen Freundinnen Lisa auf. „Die Beiden bringen uns hin!“
„ A..Aber, da passe ich doch gar nicht rein!“, stotterte sie.
“Machs einfach!“, lachten die Mädchen.
Also stieg Lisa ein. Eigenartig, sie war gar nicht zu groß.
“Ich bin bestimmt kleiner geworden!“
Sie musterte Charmie und Graziella. Auch sie waren nicht mehr so groß wie eben noch. Gehorsam zogen die Seepferdchen die Kutsche eine Weile durchs Wasser und blieben dann vor einer breiten Treppe stehen, die zu einem Schloss hinauf führte. Mit den strahlend weißen Mauern aus Muschelschalen und seinen runden Türmen schaute es toll aus.
„Woow!“

Graziella und Charmie zeigten Lisa alle Räume. Auch den Ballsaal mit den Gemälden, auf denen die Groß- und die Urgroßeltern zu sehen waren.
"Die tragen so tolle Kleider!", meinte Lisa.
Doch Charmie und Graziella interessierten die Bilder längst nicht so sehr wie die Tanzfläche und machten gleich ein paar Schritte.
„Ihr tanzt gerne?-Ich auch!“
„Ht uns Papa beigebracht!"
Sie blieben aber nur kurz dort, denn die Beiden konnten es kaum abwarten, Lisa ihr Kinderzimmer zu zeigen. An den rosa gestrichenen Wänden hingen viele Bilder, die Möbel waren alle weiß. An den Kopfenden der Betten fielen Lisa sofort niedlich geschnitzte Kronen auf.
Weil sie Prinzessinnen sind"!, dachte Lisa. „Wow, habt Ihr ein schönes Zimmer!“

„Na, jetzt erzähl mal, wie Ihr wohnt. Hast Du auch ein eigenes Zimmer?“
„Ja!“, nickte Lisa. „Die Wände sind lila und ich hab auch viele Bilder aufgehängt. Meine Möbel sind auch weiß: Der Schrank, zwei hohe Regale mit Stofftieren, Büchern und vielen Spielen. Und vor dem Fenster steht ein großer Tisch. An dem sitze ich oft und male oder Marie und ich basteln etwas Schönes. Vor der anderen Wand steht mein Bet. Doch solch eine schöne Krone wie Ihr hab ich an dem nicht!" “

„Schade, dass Papa noch nicht zurück ist. Er bespricht mit seinen Ministern etwas sehr Wichtiges. Neue Gesetze oder so ... Er ist schon gespannt auf Dich."
„Gibt es denn hier unten auch Verbrecher?“
“Hier in Papas Reich nicht Aber in der Nähe der Grenze lebt seit ein paar Monaten ein sehr bösartgier Hai. Murks hat schon mehrmals versucht, einzudringen. Am liebsten würde der wahrscheinlich all die Fische und vielleicht auch gar uns fressen!“
Lisa war entsetzt.
„Der spunnt wohl! Der soll sich weit draußen Futter suchen! - Und wie wehrt Ihr Euch gegen den?“
„Na ja, noch klappt es, weil der unerfahren ist und auch noch nicht ganz so stark. Zum Glück hat
unsere tüchtige Delfinpolizei ihn jedesmal verjagen können. Aber das kann sich jeden Tag ändern und dann wirds für uns gefährlich!“
„Oje!!“
Wenn Lisa sich vorstellte, der würde ihre neuen Freundinnen umbringen und all die bunten Fischche, also auch die zwei niedlichen Seepferdchen ... Bloß das nicht!!

Graziella und Charmie merkten, dass Lisa plötzlich ao ernst guckte und wollten sie ablenken.
„Komm mit. Die Anderen möchten Dich auch begrüßen.“
Die traurigen Gedanken waren vergessen und Lisa freute sich. Plötzlich grinsten Graziella und Charmie.
„Was habt Irh denn auf einmal?“
„Na, wir hätten jetzt fast vergessen, dass wir hier im Schloss zwei Hausdelfine haben. Die kennst D ja auch noch nicht.."
„Hausdelfine?? - Bei uns oben gibts Hunde und Katzen und so als Haustiere, aber Delfine??“
„Die wirst Du mögen! Sie heißen Kecki und Drolli, spielen sehr gerne und machen genauso gern Blödsinn wie wir.“
„Dann mag ich sie bestimmt!"
Charmie pfiff auf einer Pfeife und schon wedelten Kecki und Drolli ins Zimmer.
„Bist Du jetzt unsere Freundin?“, fragten sie.
Lisa nickte, Kecki reichte ihr die Flosse, Drolli dann auch und Lisa drückte sie mit der Hand.
„So, jetzt aber fix zu den Anderen! - Kecki, Drolli, Ihr kommt mit!“

Vor dem Schloss hatten sich bereits alle Bewohner des Reiches versammelt. Nicht nur die kleinen Fische, sondern auch Krebse, Seesterne, Seeigel. Delfine und sogar auch Tintenfische. Weil sie sehr aufgeregt waren, passten Delfinpolizisten auf, damit es kein Durcheinander geben sollte.
„So, das ist Lisa! Sie kommt aus der Oberwelt und ist unsere Freundin. Also seid ganz lieb zu ihr!"“
„Lisa, schön, dass Du uns besuchst!“
Die Seeigel legten ihre Stacheln flach an und die großen Tintenfische hielten die Arme ganz still. Deshalb hatte Lisa auch überhaupt keine Angst vor ihnen.
„Hört mal: Wir gehen jetzt zurück ins Schloss. Papa ist bestimmt inzwischen zurück. Er kennt Lisa ja auch noch nicht!"
„Bis bald!“, wedelten die Fische, die Seesterne und auch die Tintenfische hoben einen Arm und die Seeigel streckten zum Abschied einen Stachel nach oben.
Charmie, Grazeiila und Lisa winkten ihnen nochmal zu und eilten zurück ins Schloss, Kecki und Drolli plantschten vorweg. . …

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