Luxus im Traumhotel
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Feierabend-Mitglied
Donnerstag 15.08.2024, 07:18 – geändert Donnerstag 15.08.2024, 09:55
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Ich war wirklich überrascht, als mir Regina, meine Beste, zum Geburtstag einen Aufenthalt in einem Exklusiv-Hotel am Wörthersee spendierte. Das dazugehörige Sterne-Restaurant und die Bar il Giovanni rundeten das De luxe-Angebot ab. Wir wollten zwar all den Luxus ausgiebig genießen, aber auch relaxen. Also kein Laptop – Urlaub vom Schreiben. Nur ausspannen und den Komfort eines Fünfsternehotels genießen.
zitat: V. Nabokov
Zum Beispiel aus der frei stehenden Badewanne inmitten der Suite direkt in die weite Landschaft und auf den Wörthersee blicken zu können. Also etwas erleben, was wir normalerweise zu Hause nicht haben. Wenn man einmal die Atmosphäre und das Ambiente eines Top-Hotels geschnuppert hat, kann man schon ins Träumen kommen.
Bei einem gemeinsamen Bad in der riesigen Badewanne erzählte ich Regina von meiner allerersten Nacht in einem 5-Sterne-Luxushotel. Vor vielen Jahren hatte ich im Palace-Hotel in Montreux logiert. Nicht etwa weil ich so vermessen gewesen wäre, dort selbst ein Zimmer zu buchen, sondern weil mich ein Schweizer Keramikkonzern zu einem Symposium eingeladen hatte.
Quasi übern Gang hatte bis zu seinem Tod mein Lieblingsautor Vladimir Nabokov eine Suite bewohnt. Das Erzählen dieser Episode führte dann doch wieder zum Lieblingsthema Literatur. Regina hatte anderes im Sinn, schlug einladend die Bettdecke zurück und flüsterte: „Komm ins Bett, mein Lieber!”
Na ja, irgendwann muss auch ein Geburtstagskind ins Bett …
Natürlich geht es bei mir nicht ohne Lesen. Meine momentan bevorzugte Literatur lebt von Gegensätzen. Einerseits liebe ich Vladimir Nabokov und andererseits lese ich Paul Auster. Der Dritte im Bunde ist Ernest Hemingway, dessen Geschichten ich besonders schätze.
Und warum erzähl ich das alles hier auf dieser Plattform?
Weil ich gleich in der ersten Nacht in diesem Luxusschuppen am Wörthersee einen fantastischen Traum hatte! Ich messe Träumen eine nicht zu unterschätzende Bedeutung zu, wenn auch nicht in akademisch Freud’scher Diktion. Aber es macht etwas mit mir. Kurzum: Ich bin aufgestachelt.
Also hier eine paradoxe Sequenz aus diesem Traum:
Ich befinde mich in einem Coupé des Mount Blanc-Express Paris – Montreux in einem Gespräch mit Vladimir Nabokov, Paul Auster und Ernest Hemingway. Wir reden über Literatur und kleben im Nu mit den Fingern im süßen Kunsthonig der Nostalgie. Bei Vladimir fallen Sätze wie: „In der Einsamkeit liegt Freiheit, und Lust in dem, was wir erdenken.“ (
Wie soll man da nicht größenwahnsinnig werden? Bei solchen Träumen!
©photo & text by ferdinand
(