Marie begegnet Anna
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Feierabend-Mitglied
Dienstag 18.03.2025, 11:17
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NACHT, MÜNZEN, SCHNECKE, BAUCH, APFELSINE
Marie ist heute spät erwacht nach einer langen Lese-NACHT
nun will sie erst mal etwas essen, der Kühlschrank leer, sie hat vergessen
sich zu versorgen, einzukaufen, muss erst zum Supermarkt hin laufen
Als sie so durch die Gänge geht 'ne alte Frau neben ihr steht.
Sie zählt die MÜNZEN in der Hand und rechnet, wofür es wohl langt.
Im Wagen eine APFELSINE und noch ein Päckchen Margarine.
Sie murmelt leise vor sich hin: "mehr geht heut' nicht, mehr ist nicht drin."
Das gibt Marie ein Stich ins Herz, sie fühlt, als wär's ihr eig'ner Schmerz.
Sie spricht die Dame lächelnd an und fragt, was sie ihr kaufen kann.
"Ich möchte gern es ihnen schenken, es würd' mich freu'n ohne Bedenken!"
Die Dame stutzt, ist das denn wahr? "Ja," sagt Marie, "das ist ganz klar."
sie suchen sich, worauf sie Appetiet, auch wenn er sie zur Schokolade zieht.
"Ich heiße Anna" sagt die Frau, sie zögert noch, weiß nicht genau,
sie sagt ganz leis: "Ich hab' Geburtstag heut' und darum es mich so erfreut,
ich brauch' noch Milch für den Kaffee und für den Abend etwas Keks zum Tee.
Marie, sie nickt, ihr wird im BAUCH ganz warm, und streichelt ganz behutsam ihren Arm .
Ich lad' sie ein ins Kaffee an der Ecke, dort gibt es Kuchen oder eine SCHNECKE
Das feiern wir, denn ein Geburtstag ganz allein, das ist nicht schön, so sollte es nicht sein.
Marie kauft noch ein Blumenstrauß, dann geh'n sie aus dem Laden raus.
Die Blumen stellt sie auf den Tisch, der Käsekuchen ist ganz frisch.
Der Kaffee dampft und Anna lacht, das hätte sie heut' nicht gedacht.
sie sieht so zart und fröhlich aus und freut sich an dem Blumenstrauß
Dann sitzen Beide in der Sonne, sie plaudern, lachen, es ist eine Wonne.
Anna's Gesicht, das ist so schön man kann darin die Freude seh'n.
Es ist so einfach, Zeit und Wärme zu verschenken, und nicht an sich nur stets zu denken.
Der Mangel, Einsamkeit macht krank, Marie fühlt in sich tiefen Dank.
Der Himmel hat die Anna ihr geschickt, und beide Frauen so beglückt.
Es war kein Zufall, nein, es sollte sein, und beide gehen lächelnd heim