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Meisis Hochsprungrekord

Von tastifix Dienstag 10.02.2026, 10:52 – geändert Mittwoch 11.02.2026, 09:32

Im Nest der Familie Flatter piepten alle aufgeregt durcheinander. Rabe Krächz war vion einem Kurzurlaub zurück und brachte aufregende Neuigkeiten mit. Der Meisennachwuchs piepte und qietschte so lange, bis Krächz schon überlegte, ob er ihnen ...
Mama und Papa Flatter versuchten, ihn davbon abzuhalten, aber Zwitscherli, ihr Jüngstes, war hartnäckig:
„Was ist denn los? Hast Du irgendwo besonders leckere Regenwütmer entdeckt?“
Die älteren Geschwister darauf:
„Du hast auch nur Futtern im Kopf! Gibt auch noch Anderes auf der Welt!“
„Ja; aber was denn?“. ließ Trilli, der ältere Bruder nicht locker.
„Na gut, ich verrats Euch ...“
Die Meisenkinder bekamen große Augen und deren Eltern warteten ab, was Krächz wohl zum Besten geben würde.

„Also“, meinte er. „Ich war doch ein paart Tage fort ...“
„Jahaah, und??“
„Nun, als ich über eine bestimmte Wiese flog, übrigens gar nicht so weit weg, entdeckte ich etwas, was gar nicht sein kann ...“
"Hääh?“
„Aber, wenn es doch gar nicht sein kann, dann gibt’s das doch nicht und Du konntest es nicht sehen!“. trumpfte Pieps, das Älteste, auf.
„Krächz: Sag jetzt, was los ist oder lass die Kleinen in Ruhe! Die sollen gleich schlafen und so aufgekratzt, wie sie jetzt sind, klappt des nicht!“, schimpften die Meiseneltern.

„Na gut! Dort unten auf der Wiese war ein Vogel, der fast solch braunes Gefieder trug wie Eure Mama, aber anders als sie leuchtend blaue Federn um den Hals, die im Wind flatterten, was ich bei Meisenweibchen noch gesehen habe. und doch ... Vielleicht ne neue Art? Keine Ahnung!“
„Und was machte die dort?“. wollte Pieps wissen.
„Sie hüpfte! Aber viel höher als Ihr das könnt. Fast so hoch wie ein Gartenzaun ist!“
„Eine Meise, die das kann, gibt’s nicht!“, wandten Mama Meise und Papa Meise ein. „Und eine so große sowieso nicht. War bestimmt ein ganz anderer Vogel!“

„Ich war neugierig und bin dann noch mehrere Tage dorthin geflogen. Und jeden Tag war sie dort und hüpfte. Aber stellt Euch vor: Jeden Tag in einem anderen Gefieder!!“
„Hääh?? Keine Meise ist so dumm, sich mehr als zweimal im Jahr unzuziehen. Ist ja schon lästig genug!“
Krächz Augen blinkten schelmisch.
„Wenn Ihr mir nicht glaubt, dann kommt mal mit!“
„Au ja! Mama, Papa, dürfen wir?“
„Also wenn, dann nur, wenn wir dabei sind! Könnte ja sonst gefährlich werden. Wir kennen den Vogel ja gar nicht!!“

Sie machten ab, dass Krächz und die ganze Meisenfamilie gleich am nächsten Tag zu der Wiese fliegen, sich zur Sicherheit auf einen Strauch etwas abseits setzen und von dort jene merkwürdige Meise beobachten würden. Sie hatten Glück und mussten nicht lange warten, da flüsterte Krächz:
„Seht mal, da ist sie!“
„Die schaut ja tatsächlich etwas aus wie wir!“, staunten die Meisen und dann noch mehr, als der Vogel zu hüpfen begann.
„Krächz hat uns nicht angelogen. Die kan das ja wirklich!"
Mama und Papa Meise aber guckten plötzlich so, als ob sie sich über etwas sehr amüsierten.
„Krächz, und darauf sind wir rein gefallen! Das haste Dir aber fein ausgedacht! Kinder, das ist keine Meise. Das ist ein Menschenweibchen und die können sogar noch viel höher springen und ziehen sich auch gerne jeden Tag um!“

Auf einmal hörten sie, dass vom anderen Rand der Wiese jemand rief. Dort stand ein Menschenmännchen, aber ohne solche bunte Federn um den Hals.
„Meisi, es gibt Kaffee!“
„Ob die Meisen sehr mag, weil der sie so nennt?“
Die große Pseudo-Meise Meisi verschwand eilig. Auf den Kaffee hätte sie nie verzichtet.

„Also, Krächz: Wenn Du Dir nochmal etwas ausdenkst, sind wir vorgewarnt ...“

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