Das trotzige Tannenbäumchen (1)
Von
tastifix
Montag 01.12.2025, 11:16 – geändert Montag 01.12.2025, 18:01
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tastifix
Montag 01.12.2025, 11:16 – geändert Montag 01.12.2025, 18:01
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In der Baumschule wars unruhig. Die jungen Bäume streckten stolz ihre prächtigen Tannenzweige zur Seite, damit jeder die grünen Nadeln bewundern können sollte. Die Älteren erzählten den Jüngeren, welche vornehme Aufgabe sie erwartete.,
„Wie, welche denn?“,fragte ein junges Bäümchen.
Das Arme sah jämmerlich aus. Seine drei Zweige waren fahl und drohten jeden Moment abzufallen.
„Na, so wie dDu noch ausschaust, musst Du Dir aber gewaltig Mühe geben, damit Dir dann auch jene Ehre zuteil wird!“
„Ihr sagt, dass wir in die Häuser der Menschen gebracht, dort geschmückt ein paar Tage laang bewundert werden und danach ...“
Das Baumkind schluckte.
„Und danach sollen wir sterben! Aber - wir sind doch noch so jung, wieso machen die Menschen das mit uns?“
„Wir dürfen zuvor mit ihnen zusammen das Weihnachtsfest feiern, die schönen Lieder anhören und zusehen, wie sich die Kinder und auch die Erwachsenen über Geschenke freuen!“
„Weihnachten? Was ist denn dann?“
„Also, Kleines: Sie feiern jedes Jahr einen Kindergeburtstag nach. Die Geburt des himmlischen Kindes vor langer Zeit, das dann später viel Gutes getan hat!“
„Es bedeutet den Höhepunkt unseres Tannebaumlebens, Tanni!“, fügte ein älteres Baumkind hinzu.
Tanni schwieg, aber grübelte:
´Trotzdem ists gemein,dass wir dann sterben sollen!`
„Hört mal: Ich mach da nicht mit. Ich will kein Tannenbaum mehr sein. Ich will ein Laubbaum werden. Dann darf ich nämlich sehr alt werden!“
„Tanni, wenn die sehen, dass in unseren Reihen ein Laubbaum wächst, dann ists sofort um Dich geschehen!“
Meise Pieps ahtte aufmerksam zugehört. Tanni iwar ihr Freund, den sie sehr mochte. Sie setzte sich auf den stärksten seiner Zweige und versuchte, ihm gut zuzureden. Aber er blieb stur dabei, statt eines Tannenbaumes ein Laubbaum werden zu wollen. .
„Zwerg Gärtnerli … Vielleicht hilft er Dir ja, wenn ich ihm sage, weshalb Du so traurig bist!“
„Das würdest Du für mich machen, Pieps?“
„Klar doch. Wir sind ja Freunde!“
Und schon flatterte Pieps hinunter bis zu dem Fuß des Hügels, wo Zwerg Gärtnerli gerade kleine Pflanzen versorgte.
„Gärtnerli, Gärtnerli! Tanni braucht Hifle!“
„Oje, ist er etwa kirank? Was hat er denn?“
Pieps erklärte ihm, worum es ging. Zwerg Gärtnerli überlegte:
„Pieps, eigentlich darf ich in dem Falle ja nicht ...“
„Ach bitte! Wenn Du sehen würdest, wie unglücklich Tanni guckt ...“. bettelte Pieps und guckte beinahe fat genauso geknickt wie wahrscheinlich Tanni oben in der Baumschule auch.
Zwerg Gärtnerli mochte alle Baumschulkinder und kümemrte sich liebevoll um sie, ganz besonders aber den kleinen Tanni und auch Pieps, dessen liebe Freundin.
„Pieps. Ich red mal mit ihm!“
„Tirili!“, freute sich Pieps und flatterte aufgeregt vor ihm her, als der Zwerg dann eilig den Hügel hinauf stapfte.
Er erschrak furchtbar, als er Tann idort so stehen sah. Fast ohne Zweige und so kümmerlich.
„Tanni, ich helfe Dir, aber es wird echt gefährlich für Dich sein!“
„Ic hwill es aber!!“. trotzte Tanni.
Der Zwerg murmelte ein paar Worte und schon stand dort nicht länger die winzige Tanne, sondern ein hübsches Laubbaumkind, dessen Zweige kräftig grüne Blätter trugen.
„Danke, Gärtnerli, danke Pieps!“, jubelte Tanni. „Nun schaue ich toll aus und darf ganz groß werden!“
„Tanni, toi, toi,toi!“
Gärtnerli wanderte fix zu seinen anderen Plfanzenkindern zurück. Derweil ließ sich Tanni von nden Anderen bewundern:
„Na, erkennt Ihr mich überhaupt noch, so schön, wie ich jetzt bin?“
Jene machten sich nur noch mehr Sorgen um ihn.
„Hoffentlich geht das gut, Tanni!“
Leider behielten sie damit Recht. Der Sommer ging zuende, der Herbst folgte mitz Stürmen und darauf der Winter mit bitterer Kälte. Den größeren Tannen machte das fiese Wettrer nicht viel aus. Sie trugen ja nach wie vor ihr dichtes Nadelkleid. Tanni, das Laubbümchen, aber verlor nach und nach alle Blätter, stand dort schutzlos deem Sturm und der Kälte ausgeliefert und fror erbärmlich.
„Ich halt es nicht mehr aus!“, jammerte Tanni.
Die Anderen wollten ihn mit ihren Zweigen gegen die Unwetter abschirmen, standen aber zu weit entfernt.
Tanni dachte verzweifelt an die Warnungen seiner Kameraden, Piepsis und vor allem an die des Zwerges:
„Pieps! Pieps!!“, rief er.
Um ihn dabei zu unterstützen, raschelten alle Anderen laut mit den Zweigen. Pieps vernahm die Hilferufe Tannis und eilte zu ihm.
„Tanni, siehste, das kommt davon! Aber ich flieg schnell zu Gärtnerli. Der mag Dch ja auch so sehr und hilft Dir bestimmt!“
„Ach ja, wenn ich doch nuu wieder ein Tannenbaum wäre ...“`, meinte er.
Zum Glück kehrte Zwerg Gärtnerli gerade vor seiner Höhle Laub zusammen. Als er Pieps entdeckte, ahnte er sofort, dass irgendetwas mit Tanni nicht stimmte.
„Bitte hilf ihm, dass er wieder eine Tanne wird! Er kann nicht mehr!“
„Das hab ich kommen sehen! Der kleine Surkopf! Komm, Pieps, jetzt fix!“
In großen Zergensprüngen rannte er den Hügel hinauf. Ohne noch mit Tanni zu schimpfen, murmeelte er erneut ein paar Zauberworte und verwandelte Tanni zurück. Aus Mitleid wünschte er ihm gleich noch ein paar Zweige mehr an. Und ein besonders dichtes Nadelkleid an, so eines, wie es auch die Anderen trugen. Es wärmte so toll, dass Tann schon im nächsten Moment gar nicht mehr fror und den Zwerg dankbal anstrahlte.
„Ich war so dumm!“, gab er zu.
„Stimmt!!“, bekam er noch zu hören, dann waren Zerg und Pieps wieder verschwunden.
Tannis Kameraden atmeten auf. Nein, ihren kleinen Tanni hätten sie nicht verlieren wollen. Den hatten sie alle sehr, sehr gern.