Nur-Frau
Von
tastifix
Freitag 29.05.2026, 09:20
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tastifix
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Klar weiß ich, dass wir Frauen nur eine Zugabe aus der siebenten Rippe für den Mann, Gottes wichtigstem Geschöpf, sind. Tja, aber ...
Immerhin machte sich Eva damals im Paradies schon eine der gottgewollten Eigenschaften ihres Adams zunutze und wickelte ihn um den Finger. Männer sind Schleckermäuler und Adam also auch. Eva hielt ihm einfach einen Apfel unter die Nase, der ließ Gottes Vorschriften Vorschriften sein und genoss ohne an die ihn dafür erwartende Strafe zu denken. Wahrscheinlich waren zu diesem Zeitpunkt nur ungenügend graue Zellen aktiv. Pech für die Beiden! Gottes Urteil war fürchterlich, das Paradies ab dann für Adam und Eva tabu und sie mussten sich auf der Erde plagen.
Und Gott bestimmte noch etwas, was die eine Hälfte seiner Schöpfung ihm im Laufe der Jahrhunderte zunehmend verübelte. Wir weiblichen Wesen seien Nur-Frauen und hätten dem Mann Gehorsam zu leisten. Wir mussten unter Schmerzen die Kinder gebären und hatten trotzdem kein Mitspnrache- oder gar Widerspruchsrecht. Dagegen durften die Mönner kommandieren und gar malträtieren, wie sie wollten.
Lange Zeit blieb es an dem. Erst in der Antike änderte sich etwas. Jahaah, denn ausgerechnet wir Nur-Frauen zogen unsere Fäden im Hintergrund und dirigierten zum Teil als Ehefrauen oder auch Geliebte sogar die Weltgeschichte und/oder bestiegen doch tatsächlich selber den Thron. So wie Kleopatra, Königin von Ägypten(69-30 v.Chr.). Von ´das Weib sei dem Manne untertan` hielt die so gar nichts. Kommandierte so und so herum und letztendlich dann auch Caesar.
Später im Mittelalter gewannen einige Burgfräuleins oder Prinzessinnen an noch merh Einfluss, wussten die Männerwelt in der Weise zu reizen, so dass diese daraufhin ganz reizend wurde und infolge nach ihrer Pfeife tanzte. Sie fiel nämlich auf die mannigfachen Manöver vnur zu gerne herein. So verfolgte das angeblich schwache Geschlecht auf nicht ganz schwache Weise seine Ziele und verwirklichte ständig öfter seine eigene Vorstellung von der Welt, wobei die Männer denn sogar noch halfen. Tja, es lockte eben die holde Weiblichkeit.
Als Frau an der Spitze sei Elizabeth I(1533-1603), Königin von England erwähnt. Die baute die anglikanische Kirche aus und bekämpfte mutig Katholiken und Puritaner. Doch leider ließ sie sich dazu hinreißen, ihre Gegenspielerin Maria Stuart umbringen zu lassen, nur, weil Maria eine übermächtige Gegenreformation nach Schottland gebracht hatte, die dabei war, auf England überzugreifen.
Und wir Frauen kämpften um die Gleichberechtigung, drängten uns immer mehr in den Vordergrund, auch im öffentlichen Leben. Das Mehr an Gehirn, auf das ja die Männerwelt mit Vehemenz bestand, war ja wohl doch nicht ausschlaggebend für Intelligenz, Leistungsfähigkeit und daraus resultierendem Erfolg. Wir haben zwar weniger im Oberstübchen, aber das, was wir da haben, wiegt demnach doppelt.
„Nicht die Quantität macht`s, sondern die Qualität zählt!“ Eben!!
Heutzutage bleibt also den Männern nur, einzugestehen, zähneknirschend oder auch wohlwollend, dass die Zeiten des schwachen Weibes endgültig vorbei sind. In allen Bereichen des öffentlichen Lebens lockern wir Frauen mit unserem Charme das Arbeitsklima auf, bringen Frische und Strahlen in die muffigen Büros mit den noch muffigeren, weil missmutig schuftenden (eher nicht so sehr!) Männern und beflügeln deren Geist. Die stürzen sich mit vermehrter Anstrengung in ihre Pflichten, wollen uns ja beweisen, dass sie aber zumindest noch mit uns mithalten können. Alles Andere würde zu sehr an ihrer Männerehre kratzen. Schließlich sind wir, wie sie sich nur zu gerne immer wieder versichern, nur aus ihrer siebenten Rippe entstanden.
Inzwischen bekleiden wir Direktoren- und Ministerposten oder regieren sogar ein ganzes Königreich wie auch Elisabeth II. in England. Und ernten sogar Anerkennung und Bewunderung von der Krone der Schöpfung. Die hat nämlich endlich eingesehen, dass ihr dadurch kein Zacken aus der selbigen verloren geht, im Gegenteil.
Einige Herren der Schöpfung aber beäugen uns misstrauisch, derweil wir elegant und fast mühelos die Karriereleiter erklettern. Eine siebente Rippe ...und dann so kess? Das Misstrauen wächst, schlägt um in Missgunst und gar Wut. Denn: Wir Nur-Frauen avancierten erst zur Frau, dann zur Sogar-Frau und standen und stehen nun überall unseren Mann. Nehmen jenen vielerorts die Führungspositionen. Nein, so nicht! Jene Supergeschöpfe Gottes sehen ihre Vormachtsstellung ernstlich bedroht.
Die Fronten verhärten sich. Sie seien doch die Krone allen Seins! Vergeblich. Die angebliche Nur-Frau erweist sich als taktisch äußerst klug und zudem in vielen Berufen aös ausgesprochen tüchtig. Beweist sich als Alround-Talent und meistert noch zusätzlich Kindererziehung sowie den Haushalt!!