Wintermärchen
Von
tastifix
Donnerstag 03.10.2024, 10:22
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tastifix
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Es war klirrend kalter Winter. In einer mit glitzernder Schneedecke bedeckten Gegend mitten auf dem Lande stand abgelegen zwischen weitläufigen Feldern ein kleines Bauernhaus. Mittägliche Stille lag über allem.
Plötzlich vernahm man helles Lachen. Zwei Kinder stürmten aus dem Haus und stürzten begeistert in den Schnee. In einem Eimerchen trugen sie zwei schwarze Kohlen, eine Mohrrübe und ein schmales Stöckchen mit sich. Sie wollten einen Schneemann bauen. Mit geröteten Wangen vor Eifer begaben sie sich an die Arbeit. Sie rollten zuerst einen großen Ball, danach einen mittelgrossen, zuletzt einen noch kleineren, klopften und strichen sie zu glatten Kugeln und setzten sie aufeinander. Vor ihnen stand ihr Schneemann.
Als Augen drückten sie ihm die Kohlen auf, die Mohrrübe als Nase, das schmale Stöckchen darunter als Mund. Danach formten sie noch zwei Arme für den Eisgesellen. In die eine Armbeuge klemmten sie einen langen Stock. Wie ein Wanderstab schaute der aus. Die Kinder betrachteten den Scheemann stolz, freuten sich darüber, wie toll er ihnen gelungen war. Dann aber wandten sie sich zufrieden ab und rannten durch das herrliche weiße Nass ins Haus zurück.
Still wurde es um ihn her. Gerade eben noch hatte er die strahlenden Kinderblicke genieße ndürfen. Doch nun blieb ihm nur, traurig den Kleinen nachzuschauen. Sofort empfand erwie allein auf dem weiten Feld er nun war. Allein ein wenig getröstet von letzten, schwachen Strahlen der Wintersonne an diesem Abend. Nichts rete sich weithin, die Einsamkeit betrübte ihn immer mehr und es wurde ihm sehr melancholisch zumute.
´Die Menschen leben in Familien oder auch als Paar zusammen, die Tiere genauso. Sie alle fühlen sich geborg´en in der Gemeinschaft mit Anderen.`
Er seufzte.
„Und ich ...Was ist mit mir?“
Er hatte den Kindern zugehört. Sie hatten gesagt, dass ja sehr bald Weihnachten wäre und sie sich schon auf tolle Geschenke freuten.
´Vierlleicht darf ich mir ja auch etwas wünschen ...?` - "Ach, es wäre ja so schön, ,wenn ich nicht mehr so allein hier stehen müsste!", flüsterte er vor sich ihn.
Die Stunden vergingen. Dem Schneemann kam es vor, als wären Tage vergangen. Allmählich brach die Dunkelheit herein. Es wurde gar noch kälter. Was er nicht ahnte: Seine wehmütigen Gedanken hatte jemand gehört und Mitleid mit ihm. Gegen Mitternacht plötzlich erhellte ein goldenes Licht die in unheimlicher Schwärze liegende Landschaft. Staunend riss der Schneemann die Augen weit auf. Vor ihm stand auf einmal ein Himmelswesen, ein Engel.
„Sei nicht länger traurig. Dein Wunsch soll in Erfüllung gehen. Gleich ..., ” lächelt jener geheimnisvoll.
Schon spürte der Schneemann, dass etwas mit ihm geschenen war. Irgendwie fühlte er sich plötzlich so frei. Wieso denn nur? -Aufgeregt sah er an sich herunter. Er stand auf zwei Beinen, auf solchen, wie sie die Menschen hatten und die konnte er anheben und senken und sich so tatsächlich von seinem Platz bewegen. Es ear so schön udn er fühtle sich auf einmal so frei! Denn es war ja für Schneemänner denn wirklich nicht üblich, herum zu laufen. Sich noch ziemlich unsicher fühlend, versuchte er zögerlich die ersten Schritte. Es klappte, er wurde mutiger und lief ein wenig hin und her.Und dann entschloss er sich, von dannen zu wandern und nach Gesellschaft zu suchen. Nein, er wollte nicht länger alleine sein. Immer selbstsichrrer stapfte er munter durch die Nacht.
Erst an zwei Feldern war er entlang marschiert, als er er in der Ferne etwas erspähte. . Täuschten ihn die Augen? Dort, am hinteren Rand des nächsten Ackers, zeichnete sich gegen den Nachthimmel der Umriss einer Gestalt ab. Je näher er ihr kam, umso mehr freute er sich. Jene Gestalt war ein Schneemädchen, nicht so groß wie er, eher winzig und sehr schlank. Auch ihm hattenen Kinder große Kulleraugen aus Kohlen eingesetzt, eine Mohrrübe als Nase und ein Stöckchen als Mund. Gleich ihm hielt es im Arm einen kleinen Wanderstab. Doch, was dem Schneemann dann besonders auffiel: Dieses Schneemädchen guckte genauso traurig wie noch einige Minuten zuvor er selber.
Doch nun blickte es dem Schneemann freudig lächelnd entgegen.
„Ich bin soo allein. Bitte, bleib bei mir!“, bat es mit Sehnsucht und Hoffen in der Stimme.
Nichts in der Welt macht der Schneemann lieber als dies. All der Kummer war verflogen, er strahlte. Ganz dicht stellte er sich neben sie, so dicht, dass ihre Arme sich berührten. Innig sahen sie sich an. Von dann fühlten sich die Beiden nie mehr einsam. Sie gehörten zusammen und waren endlich glücklich.
Und falls sie nicht dahin schmolzen, schwelgten sie noch lange, lange Jahre im Glück.