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Abseits des Dorfes

Von Jorgito56 Donnerstag 13.08.2026, 16:12


Ich sitze auf einer Holzbank neben dem Bach am Kraftort. Sehe auf den wilden Rhabarber mit seinen großen Blättern. Ein angenehmer Wind rauscht durch die Laubbäume. Flugzeugmotoren in der Ferne.
Das Glucksen des Baches. Die Sonne scheint auf den alten Schuppen hinter dem Bach. Der obere Teil der Wand wurde nie verputzt. Normalerweise bin ich hier immer allein, weshalb es mich verwundert, dass ich für einen Moment eine Männerstimme höre.Ich schaue auf den üppigen Farn neben der Bank. Ein junger Vogel krächzt auf eine charmant-hässliche Weise. Die Schatten der Äste flackern auf der kahlen Wand. Ein Tanz zu einer leichten Brise, die mir gut tut.
Ein Schmetterling huscht plötzlich über die Quelle hinweg. Kindergeschrei aus der Ferne.Ich denke an Usbekistan
Es wird früh Herbst werden. Die Dürre wird dem Laub seine Kraft rauben.
Immer wieder rauschen die Bäume , das dröge Gedröhne ferner Flugzeuge als Hintergrundmusik.
Ich sehne mich nach Ruhe, doch das Dorf bringt Unruhe.
Das Buch der Unruhe . (Fernando Pessoa )
Ich sehe auf den dünnen , knorrigen Baum, sehe das Moos auf dem Stamm, die unteren Äste tragen keine Blätter mehr. Einer der Äste hat die geschwungene Form eines Regenbogens. Wenn man nach oben schaut,sieht man, dass auch dort eine Äste ganz kahl sind. Die kräftigen Äste neigen sich zum Hang hin.Der Bach gluckst weiter.

Die Bank ist übrigens direkt vor einer Quelle, die im Mittelalter ein Pilgerort war, weil man ihr Heilkräfte zugesprochen hat.


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