Neu hier? Lies hier über unser Motto gemeinsam statt einsam.
Mitglied werden einloggen




Passwort vergessen?

1 2

Bloody Oath, Mate! Warum Aussies so gerne fluchen

Von Feierabend-Mitglied Mittwoch 02.04.2025, 10:29 – geändert Mittwoch 02.04.2025, 11:50


Warum Aussies fluchen, als würden sie dafür bezahlt

Kommst du nach Australien, bekommst du sofort einen Crashkurs in der lokalen Sprache – und nein, wir reden nicht von Englisch. Vielmehr von einer wilden Mischung aus Slang, unverständlichen Lauten und einer beneidenswerten Fähigkeit, bloody alles mit einem gut platzierten Schimpfwort zu unterstreichen. Es ist eine Kunstform, eine Wissenschaft und vielleicht sogar eine Religion.

Aber warum fluchen Aussies so verdammt viel? Ganz einfach: Weil’s funktioniert. Willst du Begeisterung ausdrücken? Fluch. Bist du überrascht? Fluch. Hast du dir den kleinen Zeh gestoßen? Lass es raus Mate, bloody Hell. Sogar Liebe kann hier mit einem herzlichen „You a fucking legend!“ bekundet werden.

Es geht nicht darum, unhöflich zu sein – im Gegenteil. Fluchen ist in Australien eher wie ein Handschlag. Es verbindet. Wenn dich ein Fremder auf der Straße freundlich als „you cheeky bastard“ bezeichnet, bedeutet das nicht, dass du dich verteidigen musst – es heißt, dass er dich mag.

Natürlich hat diese kulturelle Leidenschaft eine lange Tradition. Vielleicht liegt es an der Sträflingsvergangenheit, vielleicht an der glühenden Sonne, die das Gehirn weich macht, oder vielleicht einfach daran, dass du in Australien von Natur aus immer kurz davor bist, von irgendwas angegriffen zu werden. Eine Spinne in der Dusche? „Bloody cunt!“ Ein Känguru auf der Autobahn? „oh fuck“ Ein neugieriger Hai im Wasser? „You gotta be bloody kidding me!“

Und das Beste daran? Niemand nimmt es einem übel. Während in anderen Ländern das öffentliche Fluchen als ungehobelt gilt, ist es Down Under quasi ein Nationalstolz. Es ist der Kitt, der die Gesellschaft zusammenhält. Politiker tun es, Sportler perfektionieren es, und selbst der höflichste Opa haut dir beim BBQ ein „pass me the fuckng tongs“ um die Ohren.

Falls du also mal nach Australien kommst, wundere dich nicht. Sei einfach darauf vorbereitet, dass du irgendwann selbst dabei ertappt wirst, wie du mit einem Lächeln sagst: “Bloody oath, sheila.”

Externer Inhalt

Dieser Inhalt wird nicht von Feierabend.de bereitgestellt. Du kannst ihn nur lesen, wenn Du zustimmst, dass er von Youtube nachgeladen wird. Bist Du einverstanden, dass externe Inhalte nachgeladen werden? Mehr dazu erfährst Du in unseren Datenschutzbestimmungen.


einverstanden

Du möchtest die Antworten lesen und mitdiskutieren? Tritt erst der Gruppe bei. Gruppe beitreten

Mitglieder > Mitgliedergruppen > Kreativ Schreiben > Forum > Bloody Oath, Mate! Warum Aussies so gerne fluchen