Buggyfahrt mit Zwillingen
Von
tastifix
Samstag 28.06.2025, 12:04 – geändert Mittwoch 16.07.2025, 08:09
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tastifix
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Jede vielbeschäftigte Mutter braucht mal eine Pause, die aber oftmals keine wird, weil sie nämlich Zwillinge im Kleinkindalter hat. Ich war ein solches Arbeitstier, das wegen der mannigfachen Haushaltspflichten an machen Tagen die Sonne ausschließlich durchs Fenster bestaunen durfte. Es nervte mich zunehmend. Eine Freundin riet mir:
„lass den Kram liegen. Fahr die Zwei im Buggy spazieren.Das entspannt!“
Ich befolgte ihren Rat.
Anderntags, die beiden Älteren waren in der Schule und im Kindergarten, kleidete ich mich Mama-ausgeh-gemäß. Die trotz Lätzchen mit Spinat voll gekleckerten Hosen der Zwillinge tausche ich gegen saubere aus, setzte den protestierenden Nachwuchs in den Doppelbuggyund schnallte ihn an. Prompt brüllte er noch lauter. Ich drückte den Beiden das in solchen Fällen übliche Beruhhigungsmittel ´Brötchen`in die Patschhände, über dem sie dann völlg vergaßen, dass sie ob meiner gemeinen Aktion eigentlich schwer sauer auf mich waren und zufrieden knabberten.
Erleichtert marsciierte ich gen Park. Fünf Minuten hatte ich Ruhe. Danach aber waren die Brötchen den Weg alles Essbaren gewandert und meine Galgenfrist abgelaufen. Mit vermehrter Energie starteten die Zwei erneut den Aufstand, strampelten und trampelten nach Kräften herum und ließen ein G-eschrei vom Stapel, welches die gleich mir Erholung Suchenden jene zu vergessen zwang. Ich bot den Kleinen Kekse an, doch die flogen in weitem Bogen zu Boden. Nein, sie waren es endgültig leid und wollten raus!
´So nicht mit mir!` , schaltete ich auf Stur „Ihr bleibt drin!“
Das nahmen sie nicht ernst, kannten mich ja. Und schon kramite ich seufzend die Laufgurte aus derTasche, streifte sie den Minis über und hob sie aus dem Buggy.
Selbst Zwillinge in diesem zarten Alter ahnen nicht, was wohl die andere Hälfte gerade plant. T., die Ältere, machte einige Ttrippenschritte zurück gen Heimat, gleichzeitig strebte die jüngere K. munter voran Die Leinen strafften sich und ich hng dazwischen. Nie hätte ich sie aus der Hand gleiten lassen, denn noch lag die Straße viel zu nah. Ich ärgerte mich, den Kleinen nachgegeben zu haben, während sie fröhlich quietschten und ihnen der Umsmtand, dass meine Arme immer länger und Affenarmen ständig ähnlicher wurden, klar völlig egal war.
Glückliche Kinder erfreuen das Mutterherz, sagt man.
„Daa, dada, wau, da, ei!“
"Sehr schön!"
Doch ich spürte meine Handgelenke kaum mehr. Gegen die Schlechtes-Gewissen-Mutterliebe ankämpfend, fing ich den armen, davon total überrumpelten Nachwuchs ein und verfrachtete ihn zurück in den Buggy.
“Mama ist ja nicht bekloppt!“, erkläre ich.
Dass ich plötzlich so streng war, verschlug ihnen ir Protestgebrpll. Ja, immerhin wussten sie den Tonfall meiner Ansage sehr wohl zu deuten. Allein Schmollschüppkam ich noch zu sehen.
Triumphierend lenkte ich den Buggy in Rekordzeit nach Hause.
„So nie wieder!“, schwor ich mir.