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Der Traumurlaub 1

Von billyblue Donnerstag 23.05.2024, 22:24 – geändert Freitag 24.05.2024, 11:48

Der Traumurlaub
Ich steh vor der Tür meiner Angebeteten. Es ist 22 Uhr und normalerweise schläft sie schon, aber der Grund weswegen ich hier stehe, wird sie schon muntermachen. Ich drücke auf den Klingelknopf. Ein leises Summen kann ich hören, dann nähern sich Schritte und die Tür öffnet sich. Ein überraschtes „Duuu Paul“,kommt aus dem Mund von Monique, „um diese Zeit? Ist was geschehen“?
„Nichts, oder viel mehr sehr vieles. Packe ein paar luftige Sachen ein und vertrau mir einfach“
Monique holt einen Koffer und legt nur das Notwendigste hinein. Innerhalb von einer halben Stunde sind wir reisefertig. Alles was evtl. fehlen könnte, kann unterwegs eingekauft werden.
Nachdem alles in meinem Auto verstaut ist kann die Reise beginnen und es geht los Richtung Frankfurt/Flughafen. Am Airport Parkplatz wird der Wagen abgestellt und wir werden von einem Security Angestellten abgeholt und ohne Check In direkt zu einem Flugzeug gefahren. Ich habe einen Learjet gemietet. Monique wundert sich: „Paul, was ist los? Wie kannst du dir das alles leisten?“
Ich grinse vielsagend. „Stell dir vor, ich habe den Lotto Jackpot mit 25 Millionen geknackt.“ Jetzt kommt es auf einen Tausender mehr oder weniger nicht an“
Wir steigen die Gangway hoch und eine Stewardess führt uns in die 1. Klasse und machen es uns bequem. Platzmangel ist hier ein Fremdwort obwohl wir nur die einzigen Passagiere sind. Das Licht Fasten seat belts fordert uns zum Anschnallen auf. Schon geht es los. Die Turbinen heulen auf und immer schneller werdend geht es die Rollbahn entlang, dann heben wir ab und gehen in einem steilen Winkel up, up and away nach oben. Nach einer halben Stunde ist die maximale Flughöhe von 10.000 Fuß erreicht und der Jet geht in einen horizontalen Flugwinkel über.
Die Bordhinweise gehen aus und eine Stimme meldet sich. „Captain Willcock und seine Crew begrüßen Sie an Board ihres Sunshinliners der Coconut Airways. Wir versprechen Ihnen einen ruhigen Flug ohne große Turbulenzen. Das Wetter am Ankunftsflughafen ist sonnig, die Temperaturen betragen 86 Grad Fahrenheit was 30 Grad Celsius entspricht. Wir wünschen Ihnen einen guten Flug.“
Damit sind wir wieder allein. Auf einen Knopfdruck erscheint die Stewardess und serviert eine Flasche Champagner. Ich gieße ein und stoße mit Monique auf den vor uns liegenden Urlaub an. Langsam werden wir müde und schlummern ein.
Nach 6 Stunden meldet sich wieder der Captain und beendet unseren Schlaf. „Wir werden in ca. einer halben Stunde den Flughafen Gander/Newfoundland erreichen. Dort müssen Sie aus Sicherheitsgründen aussteigen während das Flugzeug aufgetankt wird. Die Temperaturen betragen -2 Grad Celsius und es herrscht ein stürmischer Wind. Nach voraussichtlich einer Stunde geht die Reise weiter. Wir bitten um ihr Verständnis.“
Nach der Landung geht es zu Fuß ca. 100 m zum Gebäude hin. Gander ist wohl der ödeste Flugplatz der Welt. Ein tristes kleines Gebäude. Die Finsternis wird nur durch einige Neonröhren etwas erhellt. Es ist für uns 5:30 Uhr morgens, Ortszeit 1:30 Uhr. Personen sind so gut wie keine zu sehen. Vor uns ist die VIP Lounge und wir machen es uns bequem. Der Barkeeper steht gelangweilt hinter dem Tresen. Ich ordere für mich einen Canadien Club 1858 und für Monique einen Sex on the Beach. Meinen geliebten Aberlour Scotsch ist leider nicht vorhanden und einen Bourbon mag ich nicht. Also bleibt der Canadien nur übrig. So früh am Morgen Alkohol habe ich auch noch nicht getrunken. Nach einer dreiviertel Stunde geht es dann beschwingt durch die Drinks weiter. We goin‘ to Barbados, wie es so schön in einem Song heißt. Es stimmt zwar nicht ganz, die Destination ist ja St.Marie.
Im Flieger gibt es dann ein gutes Frühstück und wir werden langsam richtig munter. Nur noch 6 Stunden und da sind wir in der heißen Karibik in Honorè auf St. Marie. Die Insel ist Britisches Übersee-Territorium wurde aber erst 1970 von den Franzosen zurückgegen. Deshalb wird hier auf der „richtigen“ Seite der Straße gefahren. Zum Glück ist die Küche französisch-kreolisch geblieben, was später von meinen Geschmacksnerven als wohltuend empfunden wurden.
Nach der Landung wurden wir von Captain Willcock und seiner Crew in die Hitze entlassen. Es war wie ein Schlag als wir die Gangway hinunter gehen. 30 Grad und 90 % Luftfeuchtigkeit ist nicht jedermanns Sache.
Direkt am Ausgang steht eine Stretchlimousine. Ein livrierter Chauffeur begrüßt uns mit einem freundlichen Bon Jour. „Ich heiße George und werde Sie zu Ihrer Holiday Lodge bringen. Fahrt wird ca. eine halbe Stunde dauern, Ich hoffe Sie werden den Aufenthalt genießen“ Drinnen im Wagen bekommen wir einen Rum Punch. Während wir an unseren Strohhalmen saugen, fahren wir gemütlich die Promenade, die sich an die Küste anlehnt langsam auf den Wald, besser Dschungel gesagt, zu. Es wird immer einsame. Plötzlich ist die Straße zu ende, ein hölzernes Haus im kreolischen Stil versperrt die Weiterfahrt. Es wird vorübergehend unsere Bleib werden. Mit einem „au revoir“ verabschiedet sich George nach einem üppigen Trinkgeld, dreht und weg ist er.
Wir werden von Josephine, der Maid und Billy, dem Haus Boy, begrüßt. Unser weniges Gepäck wird von Billy sofort in unser Schlafzimmer untergebracht. Josephine führt uns durchs Haus und erklärt die Räumlichkeiten. Danach verschwinden beide, lassen uns allein. Erschöpft fallen wir aufs Bett, kuscheln ein wenig und nicken kurz ein.
Nach einem kurzen aber erholsamen Schlaf geht es unter die Dusche, unser Duft ist wohl nicht der Richtige. Erfrischt und mittlerweile angenehmen riechend meldet sich der Hunger und nicht nur der Kleine. Ich frage Josephine nach dem Abendessen. Sie reicht uns die Karte mit einer kleinen aber sehr feinen Auswahl. „Monique, was meinst du? Was schlägst du vor?“
„Keine Ahnung, ich kenne bis auf Lobster keines der aufgeführten Gerichte. Ok, nehmen wir den, oder hast du einen besseren Vorschlag?“
„Ich nehme alles was dir schmeckt, was wollen wir trinken“
„Einen trockenen Merlot, einverstanden“
Wir werden an einen festlichen gedeckten Tisch gebeten. In der Mitte ein Leuchter mit 6 Kerzen, deren flackerndes Licht wandernde Schatten an die Wand produzieren, dazu ein Eiskübel mit unserer Flasche Merlot. Mehrere Lobster liegen dekoriert in der Mitte auf einer silbernen Platte.
Ich habe noch nie Lobster gegessen und versuche mit der Zange die Scheren zu knacken. Nach ein wenig Übung klappt das aber schon ganz gut. Ich füttere dich mit kleinen Leckerbissen. Als wir das Diner beendet haben, sind wir einfach nur satt. Es geht nichts mehr wir können uns kaum noch rühren. Die Flasche mit dem restlichen Wein wird kurzer Hand mit auf die Terrasse genommen. In den bequemen Korbsesseln prosten wir der untergehenden Sonne zu. Die Dämmerung schlägt in wenigen Minuten in eine dunkle Tropennacht um. Die Mondsichel liegt waagerecht am Horizont. Um die Lampions schwirren hunderte von Insekten. Ein Gecko klebt an der Wand, genießt den gedeckten Tisch. Ein langer Tag neigt sich dem Ende entgegen und wir sind irgendwie wohltuend erschöpft. Nach ein paar Minuten liegen wir im Bett wo uns Morpheus Arme umschlingen, der Rest Realität löst sich auf im Nirgendwo .

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