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Eine Überraschung im Garten

Von tastifix Dienstag 08.04.2025, 19:35 – geändert Dienstag 22.04.2025, 07:15

Die Saison der Gartenarbeit bricht an. Wir holen den Hochdruckreiniger und bearbeiten die größere der beiden Terrassen, bis deren Platten wieder so lichtgrau sind wie zuvor. Die Bambushecke über Eck darum hat leider viel zu früh geblüht und bietet nun einen sehr traurigen Anblick. Sie aus ihrer metallenen Umklammerung heben zu lassen, wollen wir nicht, denn diese Hecke war als ein charmant wedelnder Sichtschutz gedacht gewesen. Also grübeln wir, was zu tun sei und denken an die Möglichkeit, zwischen die sehr gerade gewachsenen Bambusstäbe Knöterich zu setzen.Von dem wissen wir, ,dass er extrem schnell wächst und auch sehr hoch wird. Zudem gefällt mir die Vorstellung, dass sich dann die Terrasse vor einem wunderbar weißen Blütenmeer präsentieren würde.

Nachdem wir dies also ins Auge gefasst haben, wenden wir uns den anderen Arbeiten zu. Mangel an denen gibts nicht. Die Sträucher zum Nachbargrundstück werden gestutzt, damit sie nicht etwa weit in den Garten hinein wuchern. Danach gilt keine Ausrede mehr und wir entfernen Efeuranken, die sich frech am Boden und am Haus hinauf vorgewagt haben. Die Pflanzen am Zaun ringsum rühren wir nicht an. Es ist auch verboten, es ist Nist-und Brützeit. Jenes wartet dann im September auf uns.
So, das Gröbste ist erledigt, jetzt gehts an die Planung der Details.Welche Kübelpflanzen wolle nwir dieses Jahr wählen, vielleicht mal Buchsbäume oder doch lieber etwas kräftig Blühendes? Noch sind wir uns dessen nicht ganz sicher.

Seitlich des Hauses führt gen Zugangsweg zum Nachbarhaus und unserem ein sehr schmaler Trampelpfad, der am Gebäude entlang von einem noch schmaleren durch Steine abgeteilten Kiesstreifen seines Verlaufs gewiesen wird. Jenes hintere Gartenstück hatten wir als Abstellfläche für Gerätschaften und alte Pflanztöpfe genutzt. Nun, da der Weg inzwischen von Wildkräütern überwachsen ist, wollen wir dort Ordnung schaffen und kontrollieren, was noch verwendbar ist und was entsorgt werden soll.

Den Kiesstreifen habe ich während der letzten Monate nur ab und an flüchtig angeschaut. Zwar ist mri aufgefallen, fdass sich zwischen den Kiessteinchen ebenfalls Grün aus der Erde streckte, habe mir weiter aber keine Gedanken deswegen gemacht. Jetzt schaute ich mal genauer hin und bin perplex. Aus dem Kies reckt sich eine Pflanze, die eindeutig kein Wildgewächs ist.
"Das gibts doch nicht!", murmele ich und streichele die winzigen Zweige jenes etwa 15 cm hohen Lebens.
Und dan fällt der Groschen: Dieser Winzling bemüht sich, aus dem Ableger zu einer richtigen Tanne zu werden! Wie aber ist es dazu gekommen? Wir mutmaßen, dass es irgendwie damit zusammen hängen könnte, dass wir nach Weihnachten den Tannenbaum zur Abholung bereit dort gelagert hatten ...

Ich stehe also vor der kleinen Schönheit und fühle mich wie zwischen Tag und Traum. Dass sie dort nicht bleiben kann, ist klar. So versuche ich vorsichtig, sie mit Hifle eines Messers aus dem Boden zu heben - keine Chance. sie trotzt und will den gemütlichen Stellplatz nicht räumen.
"Tannenableger haben schon sehr krfätiges Wurzelwerk!" , erklärt mein Schwiegersohn.
Ja, den Beweis dafür hat der uns ja gerade geliefert.

So etwas haben wir noch nie erlebt: Ein Tannenableger, der sich selbstbewusst hierr selber angepflanzt hat!! Bestimmt werden wir darüber noch öfters sprechen.

Wahrscheinlich werden wir die Winzig-Tanne erstmal in einen kleinen Umtopf setzen ...

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