Es war ihr doch verboten worden ...
Von
tastifix
08.06.2025, 00:43 – geändert 08.06.2025, 10:36
Du möchtest die Antworten lesen und mitdiskutieren? Tritt erst der Gruppe bei. Gruppe beitreten
Von
tastifix
08.06.2025, 00:43 – geändert 08.06.2025, 10:36
Du möchtest die Antworten lesen und mitdiskutieren? Tritt erst der Gruppe bei. Gruppe beitreten
Die achtjährige Elisabeth lebte sehr in sich gekehrt unter dem strengen Regime der Eltern. Alles wurde ihm untergeordnet, selbst die Gefühle der Kinder übergangen.
Eines Tages, es war im Spätherbst, kam das Mädchen von der Schule. Auf einer niedrigen Mauer vor dem Haus erwartete sie seit einer Woche ein schwarzer Kater, begrüßte sie laut miauend, strich um ihre Beine und forderte Streicheleinheiten.
´Hungrig oder krank sieht er nicht aus!`, sagte sie sich.
Betrat sie das Haus und schaute zu ihm zurück, beobachtete sie, dass er ihr noch kurz nachsah und erst dann mit einem Sprung im Park hinter dem Gebäude verschwand.
Irgendwie hatten sie sich schon ein wenig aneinander gewöhnt und Elisabeth freute sich jeden Tag auf ihr Treffen. Auch das Tier schien shr froh zu sein und schnurrte. Elsisabeth nannte den KaterTapps. Ihre Gedanken kreisten oft um ihn, den sie doch noch kaum kannte.
´Ob er vielleicht kein Zuhause hat?`
Nein, darüber wollte sie besser nicht länger nachdenken. Sie kannte sich und wusste, dann würde sie traurig werden.
Draußen wurde es noch kälter, der Winter kündigte sich an. Die ersten Schneeflocken fielen, eisig wehte der Wind. Wie immer wartete Tapps auf der Mauer auf sie, aber diesmal zitterte er und sah jämmerlich aus. Die Haustür stand offen und ihre Mutter erspähte das Tier.
´Schlag die Tür zu. Der darf hier nicht rein!`
“Aber dem geht’s nicht gut und für den ists viel zu kalt!“
Sie sollteTapps wirklich dort in der Kälte lassen, sollte ihm nicht helfen? Ihr Kinderherz jagte, es schnürrte ihr die Kehle zu.
´Los, mach endlich!!“`
Die Nachbarin und deren Sohn bekamen es mit. Sie durften sich nicht einmischen, aber man sah ihnen an, wie sehr ihnen die Kleine leid tat. Der Sohn, einige Jahre älter als Elisabeth, schaute sie nur lieb an. Vielleicht wagte sie es deshalb, sich dem Befehl der Mutter zu widersetzen.
„Peter“, bat Elisabeth stockend. „Tust Du mir einen Gefallen? Ich weiß ja, wir dürfen keine Tiere halten. Aber –-Du hast doch ein Auto. Hilfst Du mir, ihn zum Tierheim zu bringen, damit er nicht mehr draußen frieren muss?“
Elisabeths Mutter wollte es schon untersagen, aber die Nachbarin nickte ihrem Sohn aufmunternd zu.
„Aber klar! Du, ich hol noch schnell eine Decke. In die wickeln wir ihn ein. Dann ists ihm nicht mehr so kalt!“
Froh und dankbar schaute ihn Elisabeth an.
Es war nur eine kurze Fahrt und sie erreichten ihr Ziel. Die Kleine schilderte, wie sie Tapps keennen gelernt, er jeden Tag auf sie gewartet hatte, aber dass es heute so ausgeseheen hätte, als ob er vielleicht gar krank wäre.
´Tapps darf nicht frieren oder gar vrhungern!!“
Die Tierheimleiterin sah sie gerührt an.
„Du magst ihn, stimmts?“
Diee Kleine nickte.
„Also, wir werden Tapps gut versorgen und nachforschen, ob er ein Zuhause hat. Falls nicht, kümmern wir us darum, einen schönen Platz für ihn zu funden!“
„Die Decke schenk ich ihm. Dann aht er etwas, was er kennt!", betonte Peter.
Elisabeth strahlte. Der Abschid fiel ihr sehr schwer, aber sie wusste, Tapps würde nicht hungern oder frieren müssen. Alle würden lieb zu ihm sein.
Peter und sie fuhren zurück. Die Kleine hatte etwas Angst, wie nun die Mutter reagiren würde. Aber anscheinend hatte die Nachbarin mit ihr gesprochen und auch darüber, wie toll sie es gefunden hätte, dass Elisabeth sich so sehr für das Tierchen eingesetzt hatte. Darum schimpfte sie nicht mit ihr, sondern lächelte sogar:
„Das hast Du gut gemacht!“
Elisabeth empfand, wie sehr sie den kleinen Kater ins Herz geschlossen hatte, aber nicht nur ihn. Sie würde auch anderen Tieren immer helfen.