Ja, so sehr verliebt!
Von
tastifix
Samstag 20.06.2026, 08:51 – geändert Donnerstag 16.07.2026, 07:43
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tastifix
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Es ist bereits 24 Jahre her, aber heute erninnerte ich mich plötzlich daran und es inspirierte ich zu dieser kleinen Geschichte …
Es war an einem strahlend schönen Tag. Die Sonne brannte vom Himmel, vergoldete alles mit ihren Strahlen und das Wasser des Sees funkelte wie tausend Diamanten. Ruhig sich treiben lassend, genoss sie die Ruhe des frühen Moirgens, atmete froh durch und schwamm kreuz und quer.
„Hach, ist das romantisch!“
Nichts störte diese Stimmung.
Aber bald änderte es sich. Viele Leute hatte es nicht mehr daheim gehalten, sie wollten gleich ihr die Romantik rings um den See geniießen, sich ebenfalls im Wasser erfrischen. Überall hörte man fröhliches Lachen, Kinder tobten kreischend am Ufer herum und warfen kleine Steine ins Wasser. Ab und an hüpften diese mehrhmals über die Wasseroberfläche, was sehr lustig aussah.
Erst war sie enttäusucht gewesen, dass hier nun ein solches Treiben herrschte. Aber dann beobachtete sie es interessiert wie wie Theaterbesucher eine amüsante Komödie. Es gab ja soviel zu sehen … Nein, sie würde nicht ans Ufer steigen, um dort auszuruhen. Sie nahm sich vor, weiter im Wasser zu paddeln. Für sie bedeutete es kaum Anstregnung, für sie nicht.
Sie ahnte noch nicht, dass dieser Tag für sie ein besonderer werden, ihr Lben für lange Jahre beeinflussen würde. Immer wieder blickte sie umher, als sie plötzlich ihn entdeckte. Solch einen schönen Mann hatte sie noch nie gesehen.
„Diese aufrechte Haltung, dieser Charme!“
Ihr Herz klopfte stark, sie schwamm näher. Er gefiel ihr immer besser, so majestätisch, wie er die Mikrowogen teilte. Sie vermochte den Blick nicht mehr von ihm zu wenden. Obwohl er sie nicht beachtete, entschloss sie sich, neben ihm her zu schwimmen, ihn zu begleiten.
Weiterhin beachtete er sie nicht, folgte ruhig seiner Route. Doch war ihr Herz entflammt, so dass allein die Tatsache, dass er sie nicht wegjagte, für sie ein untrügliches Zeichen seiner Zuneigung war. Stolz erfüllte sie. Wie auch er reckte sie den Hals hoch. Seite an Seite glitten sie dahin, nicht nur an diesem Tag, sondern genauso an jedem nachfolgenden, ungefähr sechs lange Jahre lang. Für die Trauerschwänin Petra war es die schönste Zeit ihres Lebens. Augen für andere Männer hatte sie nicht.
Liebe nimmt eben manchmal ungewöhnliche Wege. Petras Schwarm war ein blendend weißes Tretboot in Schwanenform. Die Liason zwischen den Beiden wurde berühmt. Scharen von Touristen reisten zum Münsteraner Aasee, um das Liebespaar zu sehen. Petra störte es nicht, im Gegenteil! Er behörte zu ihr, zu keiner anderen Scwänin sonst …
Doch jede Liebe kann vergehen. Im Winter 2007 verliebte sich Petra in einen echten Artgenossen, einen weißen Höckerschwan. Das Tretboot, das sie vielleicht denn doch zu lange ignoriert hatte, war vergessen und sie balzte glücklich mit dem Höckerschwan herum, während das Tretboot aus dem Wasser genommen wurde.