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Liebesbeweis auf vier Beinen

Von tastifix Dienstag 14.07.2026, 13:50 – geändert Montag 31.08.2026, 08:19

Es sei mir vergeben, dass ich aus Datenschutzgründen nicht seinen wirklichen Namen verrate. Denn ich vertrete die Meinung, dass auch Hunde ein Anrecht auf ihn haben ... Nicht, dass dann ganz viele Hunde seinen Namen tragen, weil der doch so ausgefallen ist.“

Darum heißt er, damals zehn Wochen alt, hier Knödelchen. Es war mein Kosenamen für ihn, den kleinen Bären, meinen Eurasier. Wohl der Alpharüde des Wurfes, war er schon als winziges Baby extrem selbstbewewusst, und bewies immer wieder, dass in seiner Ahnenreihe der Chowchow zu finden war: Sehr sanft, sehr abhängig von mir und dabei genauso stur.
Dies bewies er uns schon am ersten Tag bei uns. Vergeblich bemühten wir uns, ihn aus der Reserve zu locken, ihn dazu zu bewegen, sich mit senem großen Revier vertraut zu machen. No Chance. Wir zupften an der Kuscheldecke, mit der wir das Teddyplüschlörbchen noch zusätzlich gemütlich gemacht hatten. Kndöelchen guckte lieb, setzte die Pfoten neu ordentlich nebeneinander und guckte weiter. Davon abgesehen passierte nichts.
Meine vier Töchter trugen pausenlos Wasser herbei, er sollte ja nicht verdursten. Gnädig schlappt , er, ja aus vornehmen Hause, Wasser bis fast zum Umfallen und drängte dann, auch nachts, alle zwei Stunden nach draußen.

Am zweiten Tag tat sich endlcih etwas. Die Neugierde siegte und er besichtigte Jugendetage, Erdgeschoss und auch den Keller. Besonders gut gefiel ihm das Arbeitszimmer meines Mannes, denn dort sspietle der oft auf dem Klavier. Knödelchen lag daneben und sang bei bei sanften Mefodien s mit:
„Wuwuwuuh!“
Ließ der Herr des Hauses sich aber einfallen, mal Poppiges zum Besten zu geben, verschwand mein Hund schwer beleidigt, seine armen gequälten Ohren!

Ein paar Tage sptäer hatte er sich daran gewöhnt, dass seine vier Ersatzschwestern morgens nicht da waren. Sie besuchten ja Schule und Kindergarten. Tja, und dann kam es zu dem, was ich Euch so gerne schildern möchte:
Weider mal wurde es Mittag, ich wolte die Jüngsten vom Kindergarten abholen.
„Hm, ich kann doch Kndöelchen nciht so lange allein lassen. Der weint doch dann vielleicht die ganze Zeit?“
Nein, das ertrüge ich nicht. Er sollte mit.
„Komm, wir holen die Beiden ab!“
Knödelchen wusste schon deren Namen und freute sich. Vorm Kindergarten aber hatte ich Bedenken:
´Hier sind doch keine Hunde erlaubt. Ich kann ihn nicht mit hinein nehmen … Aber ,was ist, wenn jemand, weil Knödelchen halt ausgefallen ausschaut, den Winzling entführen würde?
`Dann wäre ich tounglücklich und die Kinder auch.

Dennoch entschloss ich mich, ihn an einen der Fahrradständer anzubinden. Kndöelchen ließ es brav geschehen. legte sich hin und guckte herum, was sich so tat. Unruhig und gleichzeitig stolz, dass mein kleiner Hund so brav war, marschierte ich ins Haus. Es dauerte und dauerte, ich unterhielt mich mit der Kindergartenleiterin, wir waren uns sehr sympathisch.

Auf einmal fing Frau K. laut an zu lachen.Ich war überrascht:
„Was ist denn daran so lustig, wenn ich davon spreche, dass meine Jüngste manchmal so arg still aind?“
Doch Frau K.beruhigte sich nicht:
„Ach, gucken Sie mal, wer da kommt!“
Ich drehte mich gen Tür und erstarrte.
„O je! Das darf nicht wahr sein! Was sag ich jetzt nur?“
Frau K. bat mich nicht etwa, energisch einzuschreiten, sondern schaute ganz gerührt.
Dort trappste Kndöelchen hoch erhobenen Näschens, das Ende seiner Leine im Mäulchen, eilig auf mich zu.

In dem Moment wurde mir klar, weshalb dort draußen keine Jammerlaute zu vernehmen gewesen waren. Er hatte sich die Zeit bestens vertrieben und eifrig an der Leine geknabbert, bis diese riss. Mit einem Blick ´Ich lasse micht wie ein Fahrrad abstellen, ich gehöre an Deine Seite` schaute er mich an. Frau K. war völlig hin und weg wegen seines Verhaltens, nahm ihn auf den Arm und drückte ihn liebevoll.
„Meine Güte. ist das süß!!“
Ja, eindeutig war es nicht Angst gewesen, weshalb er die Leine durchgebissen hatte. Er wollte bei mir sein. Dennoch stotterte ich noch eine Entschuldigung, woraufhin sie meinte:
„Frau S., Kndöelchen darf gerne wiederkommen! So süß!“
Meine Zwillinge waren inzwischen bei uns angekommen, hatten den Rest der Unterhaltung mitbekommen und strahlten:
„Mama, au ja! Dann holt Ihr uns ab heute immer ausammen ab!“
„Sehr, sehr gerne! Knödelchen, bis morgen dann!“, bestätigie frau K..

Ich habe diese vierbeinige Liebeserklärung nie vergessen.

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