Morgens
Von
tastifix
Freitag 12.09.2025, 12:25 – geändert Mittwoch 24.09.2025, 05:20
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tastifix
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Ich hatte irgendetwas geträumt, konnte aber noch nicht mal sagen, was eigentlich. Ich wusste nur, dass es mich hatte aufwachen lassen.
Draußen blinkten die Sterne udn es war nachtstill. Unwillkürlich sehnte ich mich danach, tiefer und tiefer ins All sehauen zu können. Doch allein die Fantasie gab mir die Chance, in jene Unendlichkeit weiter vorzudringen. Ich sah das Bild vieler Galaxien vor mir, empfand, wie winzig der Mensch ist, wie unbedeutend in diesem allumfassenden Ganzen. Darüber nachsinnnd schaute ich noch immer dorthin, in dieses Sein der vielen, vielen Rätsel. Würde die Menschheit noch genügend lange existieren, um wenigstens ein paar dieser Rätsel lösen zu können, eventuell irgendwo dann sogar Leben entdecken, wenn vielleicht auch ein gänzlich anderes als unseres? Würde es zun Kontakt kommen? Es ist unsinnig darüber zu grübeln, denn wir Jetztmenschen werden es nicht mehr erleben.
Meine Überlegungen hatten mich wahrscheinlich viel länger ins Ungewisse entführt als es mir bewusst war. Von ihnen Abstand nehmend, bemerkte ich am Horizont einen hellen Schein, der mehr und mehr die Schwärze der Nacht vertrieb. Bald waren die letzten dunklen Schlieren besiegt, das Sternenmeer verblasst, der Tag nahte. Am Himmel zeichneten sich kleine und größere Wolken ab. Doch noch blieb alles still.
Wahrscheinlich schliefen die Meisten noch, im Gegensatz zu mir, die ich jetzt nicht mehr hätte weiterschlummern können. Aber ich genoss udie friedliche Lautlosigkeit. Kurz entschlossen legte ich mich wieder zu Bett und ließ beim Blick aus den Dachfenstern die fast mystische Stimmung intensiv auf mich wirken. Den Himmel beobachtend, wartete ich …
Nur wenig später wurde es dort droben lichter und lichter. Die Nacht war vorüber. Die aufgehende Sonne schickte ihre gelben Strahlen zur Erde, die alles um uns her zu vergolden schienen.
Nein, es hielt mich nichts mehr im Bett. Fix streifte ich den Morgenmantel über und betrat den Balkon. Draußen war es nicht lägner still. Trillernd begrüssten Vögel den neuen Tag. Fasziniert lauschte ich den feinen Melodien des geflügelten Orchesters. Es kam mir so vor, als ob sich die kleeinen Musikanten dabei gegenseitig übertreffen wollten. Ein Eichhörnchen huschte an einem Baum hinauf und verschwand in dessen Laubkrone. Hoch oben rief ein Raubvogel, ein Falke, der über dem Feld rüttelnd nach Frühstücksbeute Ausschau hielt.
Die Blumen in den Kästen streckten sich der Sonne eentgegen, die wärmend ihre Blüten sanft streichelte. Mein Blick wanderte durch den Garten. In der Sonne glitzernd, wiegte sich das taufechte Laub der Büsche und Bäume In leichtem Wind. Auf dem Rasen öffneten Gänseblumen die Blüten.
Und nun regte sich auch allmählich das menschliche Leben. Ich schaute auf weit offen stehende Fenster, Haustüren quietschten, Garangentore knarrten, ich vernahm Motorengeräusche. Die ersten Leute brachen zum Dienst auf. Für mich lag die Geschäftigkeit des Beruflebens bereits fast 48 Jahre zurück. Obwohl ich damals, wie ich mir sagte, eigentlich nur den achtstündigen Dienst gegen den manchmal 24-stündigen einer Mutter eingetauscht hatte. Das Letztere hatte ich mir schon als Kind und dann genauso sehr als Jugendliche immer ersehnt.
Nun aber sind jene Jahre längst vorbei. Ich verplane die Tage so, wie es mir gefällt und genieße es.