Stille zwischen Tag und Traum
Von
tastifix
Montag 23.03.2026, 08:17 – geändert Montag 20.04.2026, 07:21
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tastifix
Montag 23.03.2026, 08:17 – geändert Montag 20.04.2026, 07:21
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Ungewöhnlich früh werde ich wach. Irgendetwas habe ich geträumt und bin enttäuscht, dass ich die Erinnerung daran nicht abrufen kann. Denn ich bin mit einem Lächeln aufgewacht. Es kann nur ein angenehmer Traum gewesen sein. Oder seid Ihr schon mal froh wach geworden, wenn Euch im Traum Horrorszenarien begegnet sind? Nun, Ihr könntet selbstverständlich dagegen halten, genau deshalb wäret Ihr so froh gewesen, jenem gruseligen Traumland entrückt worden zu sein. Hm! Klar: So kann man dann auch argumentieren.
Bei mir aber hatte sich eindeutig die gute Laune eingestellt, weil ich wohl etwas Schönes oder Interessantes gesehen oder erlebt hatte.
´Schade, ich hätte mich zu gerne daran erinnert!`
Doch mein Traum bleibt verborgen, ein vermisstes Geheimnis. Ich tröste mich damit, dass er mir einen tiefen, erholsamen Schlaf beschert hatte und ich nun eigentlich munter genug wäre, um schon jetzt gegen 5 Uhr, etwas zu unternehmen.
Aber ich schwinge mich nicht aus dem Bett, kleide mich nicth an, um dann fix das Haus zu verlassen. Nein, ich bleibe liegen, schaue aus dem Fenster, lausche auf jedes Geräusch. Bis auf das nur halbwache Zwitschern eines Vogels, woihl eines Frühaufstehers gleich mir, ist nichts zu hören.
„Vielleicht hat er ebenfalls einen schönen Traum gehabt und möchte schon jetzt den Morgen begrüßen?“
Ich spinne den Gedankenfaden nicht weiter, denn sonst könnte es passieren, dass der Traum dieses Tieres mir eventuell, falls ihm in jenem Fantasieland ein super leckerer Regenwurm begegnet ist, mir nicht die Gruselszene des Kampfes dieses Vogels mit dem Würmchen ersparen würde.
Dagegen lausche ich weiterhin. Im Haus rührt sich nichts. Keine Gardine weht vor einem auf Kippe stehenden Fenster, nirgendwo knarrt es. Ich bin umhüllt von einer wunderbaren Stille, die nichts davon ankündigt, was der Tag bringen könnte. Ich Ich lasse sie auf mich wirken und versuche, alle anderen Überlegungen auszuschalten.
„Hach, wie schön!“
Ich stutze. denn ein Gedanke hat sich in mein Bewusstsein genogelt, den ich auch nicht wieder verdrängen kann. Und, was mich erstaunt, ist, dass ich es ihm nicht verübele, ihn im Gegenteil mit Freude noch stundenlang denken würde.
„Wie gerne würde ich diese Minuten der Stille, der Entspannung noch länger auskosten!“
Doch ein neuerlicher Blick zur Uhr sagt mir, dass ich mit offenen Augen eine ganze Stunde geträumt haben muss. Wieder blicke ich nach draußen. Der Himmel bläut sich, die ersten Sonnenstrahlen streifen mein Gesicht, mich hält nichts mehr im Bett.
„Ich werde noch vor dem Frühstück einen Spaziergang ums Feld machen. Mich an den in der Sonne leuchtenden Blüten der Wiesenblumen erfreuen ...“
Eine halbe Stunde später bin ich zurück, noch erfüllt vom Anblick all des jungen Pflanzenlebens, begleitet vom morgentlichen Konzert der Vögel.
„Deren Nachwuchs muss sein Leidchen noch etwas üben!“
ich lache und widme ich dem startenden Alltag.