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Wenn Mama Omi sein wird ...

Von tastifix Freitag 02.08.2024, 05:02 – geändert 04.08.2024, 08:22

Meine vier Töchter und ich unterhielten unhs damals darüber, dass sie selber vielleicht mal Mutter werden würden. Die beiden Älteren waren bereits jungerwachsen, die Jüngeren hatten bis dann noch ein paar Jahre Zeit.

Die Älteste, 26 Jahre, hat keine Kinder eingeplant. Sie zieht die Karriere vor. Weil aber Gedankenspiele ja ziemlich ungefährlich sind, legt sie nach kurzem Schweigen los:
„Mama, wenn ich Kinder hätte, kriegtest Du die höchstens mal für eine Stunde am Stück zu sehen!“
Baff und auch leicht gekränkt setze ich schnell ein dann allerdings nur jämmerliches Grinsen auf, hake aber sofort nach:
„Warum das denn ...??

Souveräner Miene steht sie vor mir, ein Anflug von Verlegenheit der harten Bemerkung wegen ist nicht zu erkennen. Im Gegenteil!
„Die würdest Du doch mit Schokolade abfüllen.“
´Tja, Kleines, falsch überlegt, denn Deine Mama gönnt sich die nur sehr selten und davon abgesehen mag sie überhaupt kein süßes Schluckerzeug.`
Also kontere ich seelenruhig:
„Denkste! Die bekommen Bücher!“ Rascher Themenwechsel.

Klar haben die drei Jüngeren dieses Wortgefecht aufmerksam verfolgt. Meine Zweitälteste mischt sich ein und gibt mit Nachdruck ihre Meinung zu diesem brisanten Thema zum Besten:
„ Mama, wenn ich mal welche habe, die bring` ich die dann Dir!“
Oh, vergleiche ich die Aussagen der geliebten Töchter, komme ich nicht umhin festzustellen, wie verschieden geartet sie doch sind. Ihrer Bemerkung wegen schwebe ich nämlich jetzt nicht etwa auf Wolken der Rührung, sondern sage mir:
„Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste!“
Und bremse deren Enthusiasmus, was das Kinder-bei-Mama-Unterbringen angeht:
„Du meinst ja wohl, Mama möchte ja Enkelkinder. Dann soll sie sie doch bitte gerne den ganzen Tag lang auch haben. Nee, mein Kind ... Nicht mit mir!"
Weil dieses sich ertappt fühlt, tut es so, als ob es mich nur ´mal hätte testen wollen:
„Das haste aber gut erkannt, Mama!“
Wieder ein Themenwechsel.

Meine Zwillinge dagegen gehen mit ihren Äußerungen im Gegensatz zu den älteren Schwestern taktisch ausgesprochen klug vor. Sie legen sich nicht fest, lassen sich tunlich alle Hintertürchen zum Rückzug offen. Sie sind ja noch dermaßen jung und haben noch viiel Zeit, bis sie sich da entscheiden müssen.
Die Ältere der Beiden meint kurz angebunden:
„Hm ja, weiß noch nicht ... “
Ihre jüngere Hälfte dagegen ist sehr fürs Kinderkriegen:
„Ich will auf jeden Fall welche!“
Über die Zahl dann aber schweigt sie sich aus.
Darüber, wie viele Minis es dann werden sollen, schweigt sie sich aber noch aus. Sie hat ja noch soviel Zeit, sich dahingehend zu entscheiden. Der zukünftige Vater wird ja auch noch ein Wörtchen mitzureden haben.

Meine vier Mädchen...und soo verschieden!!

Und heute?n
Heute sehe ich meine Enkelkider sehr oft.

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