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Wiedersehen am Meer – Ein Gefühl, das blieb

Von Feierabend-Mitglied Donnerstag 06.02.2025, 07:22 – geändert Donnerstag 06.02.2025, 09:47



Vierzig Jahre. So lange hatten wir uns nicht gesehen. Und doch, als Ulli vor mir stand, war alles Vertraute noch da – ihr Lächeln, ihr Blick, die leichte Neigung des Kopfes, wenn sie mich musterte. Wir brauchten keine großen Worte. Wir brauchten nur diesen Moment.

Der Strand von Urunga lag endlos vor uns, das Meer glitzerte in der Nachmittagssonne. Barfuß gingen wir den vertrauten Weg, ließen den feinen Sand durch unsere Zehen rieseln, während wir redeten, lachten, Erinnerungen austauschten. Und dann, fast wie ein Wink des Schicksals, entdeckten wir in einer flachen Lagune ein paar Fische, gefangen vom zurückweichenden Wasser.

„Wie früher“, sagte Ulli, als ich ins Wasser stieg, um die zappelnden Tiere herauszuholen. Mein Blick traf ihren, und für einen Moment waren wir wieder dort – in unserer Jugend, als das Leben noch einfach schien.

Als die Sonne langsam unterging, suchten wir eine geschützte Stelle zwischen den Dünen. Wir schichteten flache Steine aufeinander, ließen sie in der Glut heiß werden, dann legten wir die Fische direkt darauf. Kein Schnickschnack, keine Kräuter – nur das pure Aroma von Salz, Rauch und Meer.

Ulli öffnete eine Flasche Weißwein, und wir tranken langsam, ließen uns Zeit. Der erste Bissen des warmen, saftigen Fisches, das Knistern des Feuers, das leise Rauschen der Wellen – es war, als hätte die Zeit sich zurückgedreht.


Dann, als die Sterne über uns aufleuchteten, rückte sie näher. Ihre Hand fand meine, ihre Wärme drang durch meine Haut. „Manche Dinge ändern sich nie“, flüsterte sie.

Ich drehte mich zu ihr, sah ihr tief in die Augen. „Nein“, sagte ich leise. „Manche Dinge nicht.“


Wir saßen dort, stumm, im Licht des Feuers und der Sterne, und plötzlich fühlte sich alles so selbstverständlich an, als hätten wir nie getrennte Wege eingeschlagen. Und dann fragte sie mich mit einem Lächeln, das den Himmel über uns erhellte: „Was hältst du davon, den Moment zu verlängern?“

In diesem Augenblick wusste ich, dass wir vielleicht nicht mehr in der Vergangenheit lebten, aber in der Gegenwart war alles möglich. Wir hatten das Hier und Jetzt in den Händen, und das war genug, um einen Neuanfang zu wagen – auf eine Weise, die die Zeit und den Raum zwischen uns überbrückte.

„Lass uns sehen, wohin es uns führt“, antwortete ich, und ich spürte, dass die Reise erst jetzt begann.

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