Elena Fischer
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Feierabend-Mitglied
vorgestern, 07:22 – geändert vorgestern, 09:50
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Elena Fischer
Wirf einen Schatten
Joseph, einem jungen Bauern, läuft Anfang der 1960er die Frau davon mitsamt dem Kind. Sie stammt aus der Stadt und fühlt sich auf dem Land und auf dem einsamen Hof einfach nicht wohl. Er fühlt sich wieder einmal als völliger Versager, nachdem er schon in seiner Familiengeschichte eher als Schwächling galt und will sich gerade mit seinem Jagdgewehr selbst umbringen, als es klingelt. Eine ganz junge Frau, noch nicht volljährig, die dringend Hilfe braucht und die er bei sich aufnimmt und aufpäppelt. Von ihr erfährt er, dass sie aus einem strengen Pfarrhaus kommt und nicht vor hat, den für sie vorgesehenen Weg (Ehefrau und Mutter werden) zu gehen. Sie will Fotografin werden. Schließlich stößt auch noch Ada zu ihnen, die Schwester der Ehefrau. Von Anfang an ist klar, dass Joseph mit Ada etwas verbindet. Aber was?
Während die Handlung sich langsam vorwärts entwickelt, erfährt man in vielen kleinen Rückblenden auch von Adas Geheimnis und man versteht auch Joseph immer besser, der viel von seinem gefühllosen Vater übernommen hat, sich Schuld am Tod seines Bruders fühlt, und der eigentlich ganz anders sein will, aber nicht aus seiner Haut kann. Und der jetzt doch nach und nach eine erstaunliche Entwicklung macht.
Schöne einfache Sprache, angenehm erzählt.