Adressat unbekannt
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Feierabend-Mitglied
Dienstag 11.08.2026, 11:00
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von Kressman Taylor
Vermutlich kennen die meisten von Euch dieses kleine Buch, das 1938 (!) veröffentlicht wurde, und das heute mindenstens genauso aktuell ist wie damals. Ein Buch in Form eines Briefwechsels zwischen zwei Freunden, die in den USA gemeinsam eine Galerie betrieben. Der christliche Martin geht nach Deutschland zurück, während der jüdische Max in den USA bleibt und aus der Ferne besorgt die politische Entwicklung beobachtet. Wir erleben, wie aus einem besonnenen, liberalen Deutschen ein glühender Faschist wird. Und wie die vormals enge Freundschaft daran zerbricht. Wohl jeder von uns hat sich in jungen Jahren gefragt, warum haben sich die Juden eigentlich nicht gewehrt. Jetzt im Alter sehen wir das natürlich differenzierter. Das nur nebenbei. Hier wehrt sich der Jude, und man ist fast erleichtert darüber. Obwohl letztenEndes kein Grund dazu besteht, denn wollen wir wirklich einander zerstören?
Wie Elke Heidenreich finde auch ich, daß dieses schmale Buch Schullektüre werden sollte.