Liebste Fenchel! - Peter Härtling
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Feierabend-Mitglied
Montag 03.01.2022, 11:50
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Heinrich Heine an Gustav Droysen, auf Helgoland am 6. 9. 1829:
"Grüßen Sie mir in Berlin die Victoria auf dem Brandenburger Thor, sowie auch den Palazzo Bartholdy; der Stadträthin lasse ich mich ehrfurchtsvoll empfehlen; mit etwas weniger Ehrfurcht grüße ich Fräulein Fannys schöne Augen, die zu den schönsten gehören, die ich jemals gesehen. Die dicke Rebecka, ja, grüßen sie mir auch diese dicke Person, das liebe Kind, so lieb, so hübsch, so gut, jedes Pfund ein Engel." (Ende)
Sehr reizvoll und unterhaltsam geschrieben. Man taucht in die damalige Welt der Mendelssohn ein, die auch zu dieser Zeit mit Antisemitismus konfrontiert worden sind und erlebt die Entwicklung der genialen Kinder Fanny und Felix. Aufgrund der vorherrschenden Judenfeindlichkeit wurden Felix Mendelssohn und seine drei Geschwister evangelisch getauft und erhielten den Beinamen „Bartholdy“ sehr zum Mißfallen der Großmutter Bella Salomon.