Mehrere Titel von David Baldacci
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Feierabend-Mitglied
Freitag 24.04.2026, 14:33 – geändert Freitag 24.04.2026, 14:37
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Als unverbesserliche Leseratte wollte ich mir dieser Tage einen Stapel Krimis von David Baldacci vornehmen, die ich als literarischer Hamster (mit vielen anderen Büchern) über die Jahre in meinem Fundus zusammengetragen habe. (Es können ja schlechte Zeiten kommen, kein Geld, nicht wegefähig, usw., und überhaupt: einfach "haben wollen")
"Das Labyrinth" (Total Control), "Die Wahrheit", "Die Verschwörung", "Mit jedem Schlag der Stunde", "Im Takt des Todes" - schöne dicke seitenreiche Schwarten, alle von Baldacci, nur eine knapp unter 500 Seiten, die anderen alle weit drüber. Ich sortierte sie mir nach Erscheinungsjahr und begann mit 1997. Doch nach einer Weile verlor sich das Vergnügen. Ich hatte im Gegenteil zunehmend das Gefühl, mit dieser Lektüre Zeit zu verlieren.
Krimis zählt man gemeinhin zur Trivialliteratur. Das bedeutet, daß hier vor allem die vermuteten Leserbedürfnisse nach Unterhaltung und Eskapismus befriedigt werden.
Doch bei Krimis gibt es enorme Qualitätsunterschiede, die dann diese Texte unter die "hohe" Literatur zählen lassen. Und als Krimifan will ich, was Schreibstil, Personenbeschreibung, Stimmigkeit des Plots, psychologische Feinfühligkeit und möglichst Bezug zur gesellschaftlichen Relevanz betrifft, ein gewisses Minimum an Qualität.
Die Personenzeichnung fand ich ärgerlich plakativ und klischeehaft, es wird mit aufregungsorientierter Emotionsüberhöhung gearbeitet. Es gibt zwar bestimmt sehr viel schlimmere Texte, aber mir reichte es!
Der richtige Begriff dafür scheint mir: "kolportagenhaft". Der Begriff der Kolportage ("am Hals getragen") stammt von Hökerhändlern, wie die Abbildung zeigt, die mit ihrem Bauchladen schon vor 5 Jahrhunderten in Frankreich mit ihrem Bauchladen Druckerzeugnisse und Nachrichten unters Volk brachten und entsprechend dramatisch zu berichten wußten, um ihre Zuhörerschaft zu fesseln.