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Mit Fredi auf La Palma

Von Jungfrau75 Mittwoch 17.04.2019, 14:29 – geändert Mittwoch 17.04.2019, 15:10

Wie es uns mit dem kleinen Fredi auf La palma ergangen ist.
Mit Fredi, meinem kleinen Zwerg-Rauhaardackel haben wir einen Winter auf La Palma (Kanarische Insel) verbracht.
Abenteuerlich, wie immer !
Wir hatten diesen Langzeit-Urlaub (Jan.-März/April) auf einer kanarischen Insel verbringen wollen, um unsere Arthrose- und OP-Schmerzen endlich loszuwerden.Immerhin waren schon 7 Jahre seit meiner Hüft-OP vergangen, und ich noch immer nicht schmerzfrei und besser zu Fuß !
Also hatten wir im Internet ein kleines Häuschen gemietet, wie wir bald feststellten, auf der dem Flughafen und den Topuristenorten entgegengesetzten Seite der Insel. Wir hatten schon vorher ein Auto gemietet (ab 1 Monat kann man gut verhandeln), weil man ohne dort nicht zurecht kommt. So fuhren wir los, vom Flughafen zu dem kleinen Ort Tijarafe. Dazu mussten wir durch einen langen Tunnel und endlose Serpentinen hoch und runter. Hoffentlich funktionieren die Bremsen, dachte ich. Die Kurven waren selten zu übersehen, wir fuhren langsam, nur die Einwohner nicht !
Wir kamen an eine riesige, tiefe Schlucht,. Von oben konnte man den Straßenverlauf erkennen, es war beeindruckend, für ängstliche Leute wie mich : beängstigend ! Da mussten wir immer durch !

Unser kleiner Fredi hatte den Flug in einer Tasche im Innenraum des Flugzeuges überstanden - nicht ganz so gut, weil wir sie nicht öffnen durften! Jetzt freute er sich auf unser "Zuhause".
Es ging tief hinab, unten ein kleiner Bach, dann endlos wieder nach oben. Auf der Höhe konnte man in einem Restaurant den Blick weit über die Insel genießen.
Erst am späten Nachmittag und mit vielem Fragen fanden wir unser kleines 1-Raum-Häuschen, es war wunderschön, modernisiert mit dicken Holzbohlen auf dem Boden und sonst allem Komfort.

Jetzt zu dem Abenteuer mit Fredi !
Nach einer Woche fingen wir an,die Gegend zu erkunden. Wir hatten einen Ausflug in den Süden der Insel gemacht, dort wo (wenige) Touristen am schwarzen Sandstarand badeten. Wir stillten unseren Hunger in einer Pizzeria; unser Kleiner, endlich froh, laufen zu können, rannte fröhlich auf der Strandpromenade vor uns her. Mit einem Mal, ein Satz auf eine Steinbank am Rand, dann flog er mit Schwung über ihre Rückwand - und landete 5m tiefer auf Beton !
Er hatte wohl einen Wassergraben dahinter vermutet und großen Durst, daran hatten wir nicht gedacht, obwohl ich immer Wasser in einer Flasche und einen Napf dabei hatte.
Da lag unser Unglückshäufchen unten und jammerte und konnte sich nicht bewegen ! Aus dem Auto holte ich Kissen ,wir betteten ihn darauf; unser Herz blutete! Wir suchten nach einem Tierarzt, er schloß gerade die Praxis ab. Er ließ sich erweichen, untersuchte unseren Schatz und gab ihm ein Schmerzmittel. Mehr könnte er nicht für uns tun, er hätte kein Röntgengerät, um genauer zu gucken. Es gäbe nur eines auf der ganzen Insel, gegenüber, in der Hauptstadt, da wäre ein Tierarzt. Er würde auch für uns dort anrufen und uns für den nächsten Tag anmelden, jetzt würde es bald dunkel und die Zeit reiche nicht.
Also mussten wir am nächsten Tag die ganzen Serpentinen zurück durch die Schlucht und weiter ! Die Fahrt dauerte vier Stunden.
Der Arzt war sehr freundlich, er gab Fredi wieder eine Spritze und röntge ihn. Als einzige Verletzung
könnte er einen Bruch am Knie feststellen; der könnte aber nicht geschient werden und müsse so heilen. Wir sollten den Hund vier Wochen in einem Karton halten, dann wäre es in Ordnung !

Fredi im Karton ging gar nicht ! Außerdem musste er ja pinkeln usw., das war so nicht möglich.
Der Arzt hatte ihn noch "katheterisiert", weil er nichts konnte, es kam eine große Pfütze !
Und später bin ich einfach mit ihm ein paar Schritte gegangen, dann war das in Ordnung.
Vier Wochen konnten wir natürlich nicht wandern, so gut waren wir beide nicht zu Fuß, dass wir den kleinen ständig bergauf und bergab tragen konnten, und das ging es immer ...La Palma ist eine "Bergsteiger-Insel" !
Da Fredi auf die dort lebenden tausend Katzen scharf war, blieb er weder im Karton, noch lange an der Leine. Da hatten wir zu tun !
Der Arztbesuch nach vier Wochen (wieder hin und zurück durch die Schlucht), ergab gute Heilungszeichen, nur laufen sollte er noch nicht ...Ich habe natürlich nichts von den Katzen erzählt !
Und zu Hause war unser Schatz wieder völlig der alte...
Davon und von seinem traurigen Ende werde ich noch erzählen !

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