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Meine armen Waulis: Was habe ich Euch nur angetan?

Von tastifix Dienstag 07.09.2021, 11:02 – geändert Dienstag 07.09.2021, 19:06

Meine armen Waulis: Was habe ich Euch nur angetan!?


Mich plagt das Gewissen:
„Entweder, jetzt oder Du bist ihrer nicht würdig gewesen!!"
Ja; es ist viel eigentlich unverzeihlich falsch gelaufen. Ich muss froh sein, dass Ihr dermaßen geduldig mit mir gewesen seid. Eben typische Hunde!

An Knödel:
1. „Knödelchen, es tut mir unendlich leid, dass ich Dir tatsächlich etwas Erziehung habe aufzwingen wollen, obwohl dies eine Zumutung einem Fast-Kaiser von China gegenüber bedeutet.
2. Auch habe ich tatsächlich Deine unerlaubten Solo-Ausflügen verhindert!
3. Zudem hab ich Dich gemein ausgeschimpft, als Du die leckeren Sonntags-Erdbeertörtchen geklaut hast!
3. Und vergib mir vor allem, dass ich Dich ´Hundevieh` genannt habe, als Du Dich am Vortage der Kommunionfeier über die Torte her gemacht hast!

Ach, jetzt würde ich alles anders machen:
Ich würde zaghaft nachfragen, ob Du vielleicht gewillt wärst, nach dem zehnten oder fünfzehnten Bitte-Zuruf aus dem Garten ins Haus zu kommen.
Klar doch würde ich Dir ein Navi schenken, damit Du neu gewählte Ziele für tolle Abenteuer ohne anstrengendes und zeitraubendes Schnüffeln ganz fix erreichen würdest.
Und ich würde Dir nicht nur eine Kommuniontorte servieren, sondern anfragen, wie viele dieser Köstlichkeiten Dir denn genehm wären.

Knödels Antwort kommt recht schnell:
„Es ist auf keine Katzenhaut mehr gegangen, was Du Dir erlaubt hast. Aber dennoch, Frauchen, nehme ich aus unerschütterlicher ewiger Liebe zu Dir Deine Entschuldigung gnädig an. Übrigens überlege ich bereits, wann ich nochmals auf die Welt komme, um die Zuverlässigkeit Deiner Versprechen strengstens zu prüfen. Wuff!“

An Feechen:
1. „Fledermäuschen, ich bin erschrocken über mich selber, weil ich Dir damals so oft das Planschvergnügen in der Dusche des Jugendbades verwehrt und Dir mit voller Absicht die Badezimmertür vor der Nase zugeknallt habe. Völlig geknickt hast Du Dir in Stadtteillautstärke den Frust von der gequälten Hundeseele gejault. Wie konnte ich denn nur? Bitte verzeih mir!
2. Mich reut es so sehr, dass ich Dich heftig ausgeschimpft habe, als Du die ganze Schachtel meiner Lieblingsschokoladenstücke mit dem Kirschlikör auf einmal gefuttert hast. Obendrein habe ich Dich noch fies ausgelacht, denn dann beschwipst, hat es Dir große Schwierigkeiten gemacht, die vier Beine noch zu sortieren. Bitte sei mir nicht mehr böse!
3. Zudem habe ich Dir strikt verboten, die Steifftiere meiner Kinder zu klauen und sie dann extrem harten Wauwau-zerr-Tests zu unterziehen. Und dies, obwohl ich wusste, dass Euch Dreien dieses Spiel so viel Spaß gemacht hat. Und genauso entschuldige ich mich, dass die Stofftieradoptivmamas daraufhin Dir gegenüber mit unflätigen Ausdrücken frech geworden sind. Bitte verübele es ihnen und mir nicht mehr!
4. Auch Du hast leider die besagte Torte verehrt. Und obwohl Du danach sogar Reue gezeigt hast, habe ich Dich trotzdem noch dermaßen fies mit der deutschen Tratschzeitung Nummer Eins verdroschen. Bitte verzeih mir!

Ach, Fledermäuschen, nun würde ich alles anders machen:
Alle Räume, die mit Wasserhähnen ausgestattet sind, stünden den ganzen Tag lang für Dich offen, damit Du Deinem zweitliebsten Hobby jederzeit frönen könntest. Die Wischarbeit danach würde ich strahlenden Gesichtes verrichten, denn Du wärst glücklich.
Nie mehr würde ich darauf bestehen, jene Schokolade nur selber zu essen. Stattdessen würde ich einen großen Tresor kaufen, in dem ich mindestens !000 Schachteln davon für Dich sammeln würde. Den Tresorschlüssel würde ich selbstverständlich vertrauensvoll in Deine Pfoten legen.
Die Spielzeugläden Düsseldorfs würde ich leer kaufen, um Dir eine umfangreiche Stofftierauswahl anzubieten. Obendrein blieben die Jugendzimmer stets geöffnet, damit Du Dir jederzeit die Lieblingstiere meiner Kinder schnappen könntest.
Vor allem aber würde ich extra für Dich eine Bäckerei eröffnen, in der Du alles futtern dürftest, wonach Dir gerade die Nase steht und Dir daheim jegliche kulinarische Köstlichkeiten spendieren, die Dein Freßsäckchen-Herz begehrt!

Auch Feechens Antwort lässt nicht lange auf sich warten:
„Frauchen, manchmal bin ich beleidigt und auch todtraurig gewesen, aber ich bin Dir deswegen nie lange böse gewesen. Vielleicht, weil ich Dich so sehr lieb hatte?? - Übrigens müsste ich ja bei diesen Schlaraffenlandaussichten bekloppt sein, nicht bald zurück zu kommen! Wau!!“

An Quinny:
1. „Mein armer kleiner Pfiffikus: Du hast wohl oft hungern müssen. Nur deshalb bestimmt hast Du Deinem vierbeinigen Chef und Freund Knödel öfters dessen Futter geklaut und dies selbst dann, wenn er mit knurrendem Magen neben Dir saß. Er hat dann verzweifelt nach mir gejault. Und ich bin aus dem Keller zu Euch gehechtet, um ihm zu helfen und habe Dich strafenden Blickes sowie unverschämt deutlicher Wortwahl zu Deinem eigenen Napf geschickt.
Jetzt aber weiß ich, dass Knödel Dir nur wegen eines voraus gegangenen Streites eins hat auswischen wollen. Du dagegen hast für Sauberkeit am Fressplatz sorgen wollen, weil er nämlich, da pappsatt, nicht alles aufgefressen hatte, wie es sich gehört hätte. Ich hab` Dir Unrecht getan. Bitte, verzeih mir!
2. Es tut mir so leid, dass ich im Garten, als Ihr Euch am Zaum mit Eurem Freund aus dem Nachbarrevier gezankt habt, eiskaltes Wasser aus der Gießkanne auf Dein Fell gegossen habe. Zitternd bist Du ins Haus geflüchtet, so, als ob ein Dino hinter Dir her gewesen wäre!
3. Besonders scheußlich war ich zu Dir, als Du als winziges unschuldiges Hundebaby den Holzgeruch meines Lieblingsbücherschrankes so toll gefunden und begeistert an ihm herum geknabbert hast. Niemals hätte ich Dich so anbrüllen dürfen! Wahrscheinlich hast Du nur einen Beißring benötigt und außerdem ist es nur ein einziges Mal vorgekommen. Bitte verzeih mir!
4. Als Ihr dann in Gemeinschaftsarbeit die Kommuniontorte vertilgt habt, habe ich Dich darob wütend angeschaut. Du hast Dich ängstlich fix an mir vorbei gedrückt und bist nach oben unter mein Bett gesaust. Und dabei hast Du bestimmt nur für die beiden Großen an der Küchentür Schmiere gestanden, weil die Zwei zu blöd für eine solch wichtige Aufgabe gewesen sind. Verzeihst Du mir?

Ach, Schmalzflöckchen, jetzt würde alles anders:
Ich würde Dir drei Näpfe Deines Lieblingsfutters auf einmal spendieren und Knödel müsste ganz lange warten. Zusätzlich würdest Du den ganzen Tag über mit Pommes, Nudeln und vor allem Pizza verwöhnt.
Würdest Du Dich mit Henky streiten, würde ich Dich Parfüm-Fanatiker mit Düften edelster Art besprühen und zwar mindestens eine halbe Stunde lang.
Zudem würde ich Dir einen Puppenschrank aus Holz kaufen, damit Du an dem Deine Beißerchen trainieren könntest.
Und ich würde zur Buße extra für Dich Sahnetorten backen, selbstverständlich mich dabei genauestens nach Deinen Geschmackswünschen richten und sie Dir auf einem goldenen Teller servieren, wie es einem wahren Prinzen gebührt. Schließlich bist Du Träger des edlen Namens ´Quinny von Senfhausen` gewesen!

Quinnys Antwort erreicht mich prompt:
„Frauchen, eigentlich hättest Du es verdient, überhaupt keine Menschenleckereien mehr zu bekommen, keine Salzstangen mehr, keine Goldfischli und ganz bestimmt nicht mehr jene Schokolade!
Aber: Erstens bin ich längst nicht mehr sauer und zweitens kommste um die mehr als gerechte Strafe ja doch herum, denn es ist sowieso alles längst verjährt! Wiff!!“

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