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Beobachtung zur unbewussten Rhetorik

Von neugier43 17.11.2019, 11:22

in der geschriebenen Meinung
Folgendes vorweg:
Eine Rede, Predigt oder Ansprache lebt von einer gelungenen Rhetorik. Als Mitspieler gelten auch Mimik und Gestik, wie die Stimme und ihre wechselnde Tonlage, dramatisch oder beruhigend.
Eine gute Rede lässt den Moment anklingen, dem Zuhörer eine Reflexion über das bislang gesagte zu erlauben. Ein gelungender Moment dazu wäre die Pointe des letzten Satzes, vielleicht noch mit einer rhetorischen Frage verknüpft.
Vor allem aber gehört eine Defintion zum Thema dazu, die zu erkennen gibt, auf welcher Grundlage das Thema besprochen wird, sozusagen, „woher der Wind weht“.
Ein Politiker wird es aus Sicht seiner Partei, ein Pfarrer für seine Sonntagspredigt oder zu einem kirchlichen Ritual, ein Vertreter einer Organisation zur Ehrung bestimmter Personen, oder ein Chef zu seinen
Mitarbeitern darlegen. Es soll gut bei den Zuhörern ankommen und überzeugen.
Aber auch beim geschriebenen Wort kommt die Rhetorik zum Tragen und damit möchte ich nun zum Meinungsaustausch übergehen, speziell in diesen Foren, die uns die Möglichkeit geben, uns „Laien“ gegenseitige Argumente „um die Ohren zu hauen“, oder letztlich auch Zustimmung zu erreichen.
Leider wird der Platz dazu oft nur für gehässiges Geplänkel missbraucht, seltener jedoch zu heiterem aufeinander zugehen.
Durch Erwartungen auf einen Eintrag zu einem Thema mit einer Frage, wird das Thema oft sehr eingeschränkt, jedes Ausholen durch Gedankengänge wird unterbunden mit dem Hinweis beim Thema zu bleiben, oder der Kommentar wir einfach ignoriert – weil nicht nachvollziehbar, oder weil er nicht die erwünschte Antwort inne hat.
Wer möchte mit Beobachtungen dieser Art das Thema erweitern?
Eine Art Gruppen-Selbstbespiegelung, mitunter auch Selbstkritik, wohlwissend, dass es unfaire Selbstdarsteller gibt, die es verstehen, Eingeständnisse gegen den/die Person zu verwenden.




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