Die Macht der Gewohnheit
Von ehemaliges Mitglied Freitag 27.03.2020, 06:36
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"Das ganze Dilemma der Macht des Gewohnten offenbart sich in Nietzsches Gedanken: Wir brauchen sie und wollen sie wieder nicht. Wir fühlen uns in ihr wohl und zugleich wieder nicht. Die Lösung kann dann nur heissen wenn das Gewohnte in Gewöhnliches abgleitet, wenn wir der Gewohnheit überdrüssig sind und nicht in ihr gefangen sein wollen, dem Fremden Raum zu geben. Indem wir uns das Fremde zu eigen machen, kann aus ihm heraus das Gewohnte wieder lebendig werden. Wir gewöhnen uns an das Fremde bis es nicht mehr fremd ist weil wir uns an es gewöhnt haben. Das Fremde ist das aus ihm gewordene Gewohnte, und das so lange bis wir der Gewohnheit wieder überdrüssig sind. Das Gewohnte spielt mit dem Fremden, damit es Gewohntes bleibt.“ (aus fremder Feder, Autor unbekannt). Carpe diem!