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Der edle Freund

Von qilin Donnerstag 08.02.2018, 14:38

Hier ein Absatz aus dem buddhistischen 'Nashorn-Sutta' (SN I.3.)
- da das Problem kein religiöses, sondern ein logisches ist,
das es ja nicht nur im Buddhismus gibt, stelle ich es hier 'rein
und nicht in 'Religion':


'Wenn einen weisen Freund man findet,
Als Weg-Gefährten, edel lebend, kraftvoll,
Jedwede Widrigkeiten überwindend,
Mag wandern man mit ihm, beglückt und achtsam.

Wenn keinen weisen Freund man findet,
Als Weg-Gefährten, edel lebend, kraftvoll -
Gleich einem König, der besiegtes Land verlässt,
Allein mag wandern man, dem Nashorn gleich.

Ja wahrlich, preisen wollen wir das Glück der Freundschaft -
Die besser oder gleich, solch Freunde soll man wählen.
Kann solche man nicht finden, tadelfrei dann lebend,
Allein mag wandern man, dem Nashorn gleich.'


Da sehe ich nun allerdings eine logische Sackgasse
(mal abgesehen von der Frage nach der Realität des Ego )
- wenn ich einen potentiellen Freund finde, der dieser
Beschreibung entspricht, dann kann *dieser* nach
ebendieser Regel *mich nicht* zum Freund nehmen -
ich bin *für ihn* ja weder gleich noch besser...

Schönen Gruß allen Mit-Nashörnern

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