Was die kleine Seele denkt
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Feierabend-Mitglied
Donnerstag 11.03.2021, 17:40
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Feierabend-Mitglied
Donnerstag 11.03.2021, 17:40
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Politische Diskussion werden für mich immer mehr
eine Offenbarung.
Hinter so viel vordergründigem Hirn ist eine winzige
Seele, die nach Wesentlichem flüstert.
Und leise sagt, du wirst keine Antwort finden.
Weil du nicht wirklich eine suchst.
Du suchst Rechtfertigung.
Dafür, dass es dir gut geht.
Nein, nicht gut...besser, viel viel besser.
Latente Angst.
Das Besser zu verlieren.
Aber die Seele hat ja nix zu sagen bei
politischen Diskussionen.
Solange auf dieser unserer Welt in ein und derselben
Minute auch nur ein einziger aus goldenen Schüsseln
Kaviar frisst und ein anderer an Hunger verreckt, ist
jede Diskussion darüber ....gnadenlos und
schmerzlich lächerlich.
Wenn und weil sie keine ernsthafte Suche ist, wie
man politische Verhältnisse verändern kann, wie man
eine Welt ohne diese mörderische Schieflage
schaffen könnte.
Überfluss und Hunger,
Paläste und Blechhütten.
Sichtbar nebeneinander.
Ohne Aufschrei, ungestraft.
Selbstverständlich, so ist die Welt!
Ausgleichende Gerechtigkeit ist Angst,
die kein gefülltes Konto vertreiben kann.
Konkrete Angst ist nun um uns herum.
Nicht mehr irgendwo, weit weg.
Angst, die nicht nur augenblicklich vereinen sollte.
Gerecht ist der Virus.
Er unterscheidet nicht, in wen er zerstörend kriecht.
Er lehrt mich.
Wie es ist, mit Existenz - Angst zu leben.
Die tägliche Möglichkeit, tödlich erwischt zu werden.
Letzteres ist Alltag der Menschen,
die von Hunger, von Gewehrkugeln erwischt werden
können.
PLUS einem Virus.
Solange es uns eigentlich wurscht ist, wer unter der
Begrifflichkeit Wirklichkeit, Realität, Kapitalismus,
(un)sozialer Marktwirtschaft ein Leben leben muss,
damit wir im Warmen nachdenken dürfen, pflegen wir
ein Denkhobby, das an Zynismus kaum zu übertreffen
ist.
Das gilt leider auch für mich, aber je älter ich werde,
desto mehr macht mich schon am frühen Morgen
fassungslos, was....schlicht und einfach Fakt ist.
Und der schlägt immer mehr zurück im
frühlingshaften November mit erzwungener
Verantwortung unseren Mitmenschen gegenüber.
Einer Verantwortung, die selbst-verständlich ist und nicht
neu.......