Neu hier? Lies hier über unser Motto gemeinsam statt einsam.
Mitglied werden einloggen




Passwort vergessen?

3 3

Das droht Amerika, uns auch?

Von ehemaliges Mitglied Mittwoch 24.01.2024, 18:04

Die Mehrheit der Amerikaner wünscht sich weder Biden noch Trump ins Weiße-Haus. Die amerikanische Gesellschaft ist so gespalten wie 1861, als es dann zum Bürgerkrieg kam, der bis 1865 dauerte und bei dem mehr als 600.000 Amerikaner ihr Leben verloren. Das waren übrigens mehr als all jene, die in allen amerikanischen Kriegen zusammengenommen gefallen sind.



Donald Trump ist ein paranoider Egoman, der für Amerika wie eine tickende Zeitbombe ist. Er ist ein hemmungslos auf sich selbst bezogener Mensch, mit der Neigung zu Schnellschüssen.

Als er FBI-Direktor James Comey entließ, war die Bestürzung außerhalb von Trumps Fangemeinde groß. Von einer Verfassungskrise war die Rede, von Zuständen wie in einer Bananenrepublik. Leute, die den Präsidenten näher kannten, schlossen sich dieser Beurteilung an, waren aber überhaupt nicht erstaunt. Ein ehemaliges Mitglied von Trumps innerem Kreis bezeichnete die Entlassung als »Akt des Wahnsinns, aber so funktioniert der Mann eben nun mal«.

Psychologen hatten bereits während seines Wahlkampfs vor seiner Persönlichkeitsstruktur gewarnt. Wie recht sie hatten, bestätigte er durch sein Verhalten, nachdem er abgewählt wurde. Er spaltete die Nation noch tiefer, indem er seine Anhänger aufhetzte, den Senat zu stürmen, bei dem dann mehrere Menschen zu Tode kamen. Es ist wirklich nicht nachvollziehbar, warum dieser Mensch, für den Eigennutz die größte aller Tugenden ist, noch immer für den größeren Teil der Menschen in Amerika auf den höchsten Posten des Landes gehört.

Aber Amerika ist weit und wir haben als Deutsche nicht die Möglichkeit, irgendwie das Unvorstellbare abzuwenden.

Das ist in unserem eigenen Land zum Glück aber völlig anders.

Auch unsere Gesellschaft ist in vielfältiger Weise gespalten. Bei uns gibt es Leute, die unseren Staat abschaffen wollen. Menschen, die ihre eigene Republik gründen, eigene Gesetze und eigenes Geld haben wollen. Andere, die solches Verhalten der Demokratie ankreiden und die behaupten, dass sowas in einer Diktatur niemals möglich wäre. Leute, denen nicht bewusst ist, dass sie ihre kruden Vorstellungen nur öffentlich machen können, weil sie in einer Wohlstandsgesellschaft und in einer demokratischen Rechtsordnung leben. Die zur Zeit der NS-Diktatur im KZ oder unter dem Fallbeil gelandet wären.

Jeder, auch hier bei Feierabend, versucht in der Regel andere davon zu überzeugen, dass er sein Weltbild durch Nachdenken gewonnen hat. Was aber der eine oder die andere so von sich geben, lässt vermuten, dass es reines Wunschdenken oder besser gesagt, Schubladendenken ist. Soll heißen, dass es im Grunde genommen nur unhinterfragte Vorurteile sind.

Wir sind nun mal Rudelwesen. Wir beziehen einen gewissen Teil unseres Selbstwerts aus der Erfahrung in der Gruppe. Und da die meisten von uns unbedingt zu irgendeiner Gruppe gehören wollen, denken und handeln sie dann auch Gruppen-gemäß.

Es ist das Wesen von Gruppen, eigene Bedürfnisse zu befriedigen und andere nicht, worin der spezifisch „konservative“ Charakter des Phänomens Gruppe liegt. Zur Gruppenmentalität gehört auch, dass differenziertes Denken verhindert wird. Explizit danach gefragt, werden Menschen größtenteils behaupten, die Gruppe habe keinen oder allenfalls einen sehr geringen Einfluss auf ihr Denken.

Das, was wir im Augenblick in Deutschland erleben, macht die Gruppenmentalität und die Spaltung unseres Landes besonders deutlich.

Da sind zum einen die konservativen Politiker, die viele unserer Probleme im Land zu verantworten haben, aber jetzt, aus der Situation der Opposition heraus, alles unternehmen, um unseren Bürgern weiß zu machen, dass die Ampelkoalition unfähig wäre zu regieren.

Der einzelne Bürger entscheidet, je nach Gruppenmentalität, ob er diesen Behauptungen glaubt oder nicht. Es wäre aber einfacher, wenn die Menschen bereit wären, sich selbst eine Meinung zu erarbeiten, um solche Entscheidungen treffen zu können. Die meisten ziehen es aber vor, die Aussagen anderer als eigene Meinung zu verkaufen.

Es wäre zum Totlachen, wäre es nicht so traurig …

Du möchtest die Antworten lesen und mitdiskutieren? Tritt erst der Gruppe bei. Gruppe beitreten

Mitglieder > Mitgliedergruppen > Politik Diskussionen > Forum > Das droht Amerika, uns auch?