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Der Mut zum Protest

Von ehemaliges Mitglied Dienstag 23.01.2024, 13:56

Als 1967/68 die Studenten gegen den Muff der Gesellschaft, die Politik der Adenauer Regierung und gegen den Vietnamkrieg lautstark protestierten, motivierten sie sich mit dem Slogan: Was lange gärt, wird endlich Wut!

1989, als die Bürger der DDR gegen die Diktatur des Proletariats im real existierenden Sozialismus demonstrierten und schließlich ihren Staat abschafften, hat ihnen diese Wut dazu den Mut gegeben.

Nun haben sich im wiedervereinigten Deutschland so viele Menschen zu spontanen Demonstrationen versammelt, um gegen Neofaschisten und die AfD zu protestieren. In unserer Demokratie braucht man zum Protestieren keinen Mut. Man braucht lediglich eine eigene Meinung, die Fähigkeit, zu seinen eigenen Überzeugungen zu stehen und die Kraft, die eigene Trägheit zu überwinden.


Das hat in mir die Hoffnung auf eine grundlegende Veränderung unseres Demokratieverständnisses hervorgerufen.
Ob dieser Trend bis in den Herbst 2025 zur nächsten Bundestagswahl anhält, erfüllt mich aber mit Skepsis.

Wenn die demokratischen Parteien in unserem Parlament diese Chance jetzt wieder nicht ergreifen und weiterhin nur gegen die AfD polemisieren, wird diese Partei in den fast 2 Jahren weiter an Einfluss gewonnen haben und dann wird es wohl irgendwann unmöglich sein, unsere Demokratie zu retten.

Der im Augenblick in unserem Volk zum Ausdruck gekommene Wille sollte doch eigentlich ausreichend sein, das die anständig denkenden alles tun, um die Unanständigen ins Lager der Demokraten zurückzuholen.

Es gibt einen Grund, zu hoffen. Denn auch für das kommende Wochenende und die nachfolgenden Wochen wurden bereits zahlreiche Veranstaltungen angekündigt …








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