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Gestern Abend bei Hart aber fair

Von ehemaliges Mitglied Dienstag 30.01.2024, 09:29

Gäste waren:

1.) Staatsminister und Beauftragter der Bundesregierung für Ostdeutschland Carsten Schneider, SPD
2.) Carsten Lindemann, stellvertretender Parteivorsitzender der CDU
3.) Sahra Wagenknecht, BSW
4.) Friseurmeisterin aus Remscheid, Zuhra Visnjic. Mit 14 Jahren zieht Zuhra Visnjic zusammen mit ihren Eltern aus dem damaligen Jugoslawien nach Deutschland. Die 55-Jährige lebt heute mit Ihrem Ehemann Jusuf Visnjic in Remscheid. Er arbeitet als Busfahrer bei den Stadtwerken Remscheid. Die beiden haben drei erwachsene Kinder.
Zuhra Visnjic ist gelernte Friseurmeisterin und hat sich vor neun Jahren mit ihrem eigenen Salon “Zukis Style” in Remscheid selbstständig gemacht. Sie lebt mit ständigen Existenzängsten und befürchtet dass sie durch die Verteuerungen ihre Angestellten nicht mehr bezahlen kann und irgendwann ihren Salon aufgeben muss.
5. die Politik die Politik Unternehmerin und Autorin, Tijen Onaran. In Heidelberg absolviert sie ihr Magisterstudium der Politikwissenschaft, Geschichte und des öffentlichen Rechts. Daraufhin durchläuft Tijen Onaran diverse Stationen des politischen Betriebs (u.a. eine Landtagskandidatur für die FDP, und sie arbeitet für Politikerinnen und Politiker). Gestern war sie als Unternehmerin, Autorin, Moderatorin aktiv und als Investorin bei "Die Höhle der Löwen" zu sehen.

6.) Nils Kumkar. Soziologe an der Universität Bremen, Projektleiter am „Forschungsinstitut gesellschaftlicher Zusammenhalt“
7.) Maria Fichte, engagiert im Netzwerk "Freiberg für alle" Sie absolviert ein Studium der Politikwissenschaft, Soziologie und interkulturellen Kommunikation. Heute ist sie Geschäftsführerin des Kinderschutzbundes im sächsischen Freiberg.

Die Sendung hat wieder einmal überdeutlich gezeigt, warum es eine so tiefe Spaltung in unserer Gesellschaft gibt. Da sitzen Carsten Schneider, SPD, Carsten Lindemann, CDU und Sahra Wagenknecht, BSW, 3 Bürgerinnen und einem Soziologen gegenüber, die sie über die Realität in unserer Gesellschaft aufklärten. Besonders die Unternehmerin und Autorin, Tijen die Onaran konfrontierte die Vertreter ihrer Parteien mit Argumenten, denen sie nichts Konkretes entgegenzusetzen hatten. Stattdessen gaben sie nichts weiter als die üblichen politischen Plattitüden von sich.

Da hatten sie einmal die Möglichkeit, Profil zu zeigen, um auf die Sorgen und Anregungen aus den Reihen ihrer Bürger einzugehen und klar die Versäumnisse und Fehler einzugestehen, aber sie verpassten die Gelegenheit. Besonders beschämend war für mich das Verhalten von Carsten Lindemann. Der saß da, wie der Wackeldackel auf der Hutablage, signalisierte Zustimmung und verlor kein Wort über die Verantwortungen und Versäumnisse der CDU/CSU-Regierungen während dieser vielen Jahre. Es waren diese 32 Jahre, die nicht nur unsere Gesellschaft spalteten, sondern auch den rechtsradikalen Tendenzen Vorschub leisteten.
Es ist wirklich an der Zeit, einen gesellschaftlichen Neuanfang zu machen und konstruktiv darüber nachzudenken, wie der Zusammenhalt unserer Gesellschaft wiederhergestellt werden kann.
Vor allem muss erreicht werden, dass von den Menschen die soziale und wirtschaftliche Ordnung als gerecht empfunden wird. Die fehlende Solidaritätsbereitschaft muss wieder durch Gemeinsinn ersetzt werden.

Auch ist es dringend erforderlich, dafür zu sorgen, dass die Bevölkerung wieder Vertrauen zu Politik, Wirtschaft und Medien entwickeln kann. Erst wenn das geschehen ist, kann man erwarten, dass sich auch etwas Grundlegendes im Sozialverhalten der Menschen ändern wird.

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