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Klimapolitik

Von Feierabend-Mitglied Donnerstag 10.02.2022, 11:42

Die bisherige Chefin von Greenpeace, Jennifer Morgan, wird Sonderbeauftragte im Auswärtigen Amt. Die studierte Politikwissenschaftlerin und Germanistin ist in Regierungen und Klimaschutzorganisationen gut vernetzt und und soll ab März die Klimapolitik im Außenministerium von Frau Baerbock lenken. Während sich gestern sogar deutsche Wirtschaftsvertreter positiv zu der Personalie äußerten, weil sie hoffen, dass durch diese Personalie mehr Druck auf China, USA und andere Staaten in Bezug auf den Klimaschutz erfolgen wird, um die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen zu sichern, zeigten sich CDU/CSU wegen des Wechsels von Greenpeace in die Politik "fassungslos". Hätte die Union lieber neutrale Persönlichkeiten wie z. B. den ehemaligen Bundesverkehrsminister Scheuer auf solche Posten, weil man ihm garantiert keine Nähe zu Umweltschutzorganisationen nachsagen könnte? Angesichts solcher Kritik frage ich mich, wie ernst die Union den dramatischen Klimawandel tatsächlich nimmt?
Um das Klima zu retten, ist gerade internationale Umweltpolitk ungemein wichtig. Deshalb braucht es auch in den Ministerien die besten und sachkundigsten Akteure. Diese Expertise bringt Jennifer Morgan auf jeden Fall mit und wird selbst von den Kritikern nicht in Zweifel gezogen. Im Übrigen haben Anti-Korruptions-Organisationen wie Lobbycontrol oder Transparency International Morgens Berufung vor dem Hintergrund ihrer bisherigen Tätigkeit als "vertretbar" eingestuft.

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