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Koran

Von ehemaliges Mitglied Samstag 07.11.2020, 11:43

Wenn der Koran spricht, schweigen die Schulbehörden. Der Islamismus ist auch an deutschen Schulen ein großes Problem.

Nach der Enthauptung des Lehrers Samuel Paty war die Diskussion aufgekommen, ob der radikale Islam auch in deutsche Klassenzimmer eingezogen sei.
Der Präsident des deutschen Lehrerverbandes sprach von einem Klima der Einschüchterung. Seine Quelle war neben Erfahrungsberichten das Buch " Die Macht der Moschee" des Journalisten Joachim Wagner, der darin zu dem Ergebnis kam, dass der Islamismus an vielen Schulen mit hohem Anteil an muslimischen Schülern kein Randphänomen mehr sei. Er geht davon aus, dass die Islamisierung des Unterrichts nicht alle Schulen betreffe und nicht von der Mehrheit der muslimischen Schüler getragen werde. An Gymnasien sei das Klima freundlicher.

Wie weit die Islamisierung reicht, weiß dagegen niemand genau. Die Wissenschaft meidet das Thema, die Kultusministerien haben kein Interesse an Studien, die den Integrationserfolg schmälern, die Schulen selbst sorgen sich um ihren Ruf. Die Lehrer sind auf sich allein gestellt.
An der Neuköllner Schule beträgt der muslimische Anteil achtzig Prozent. Die wenigsten Schüler sprechen zu Hause Deutsch. Erst wenn Religion zum Thema werde, komme es zu harten und unversöhnlichen Konflikten. Prügeleien arten zu brutalen Gruppenkämpfen aus. Die Schule hat inzwischen einen Sicherheitsdienst engagiert.

Geschützt werden müssen auch die Lehrer vor den wachsenden Ansprüchen der Eltern, die sich im Allgemeinen zwar wenig um die Schule kümmern, aber aggressiv bis drohend aufträten, wenn Forderungen nicht erfüllt würden. Der muslimische Wertekanon steht über allem.

Die religiöse Spaltung hat Ursachen, die außerhalb des Schulhofs liegen. Ein großer Einfluss geht von den Koranschulen aus. Dort werde den Schülern ein fundamentalistisches Weltbild eingetrichtert.

Man spricht gern von sozialen Brennpunkten, was den Eindruck erweckt, es handele sich um Einzelfälle, tatsächlich aber gibt es viele solcher Brennpunkte in allen Teilen des Landes.
Über manche Themen kann man im Unterricht offenbar nur mit Vorsicht sprechen. Berichtet wird von Mobbing gegenüber den Angehörigen anderer Religionen wie Christen, Aleviten und besonders Juden. Rund achtzig Prozent der körperlichen Angriffe auf Juden in der Schule gehen nach einer Studie von Muslimen aus.

Die befragten Lehrer sind sich darin einig, dass die Konflikte von einer religiös-konservativen Minderheit ausgehen. Der Haltungsschwäche vieler Schulleitungen sei es zuzuschreiben, dass die Fundamentalisten im Klassenzimmer immer lauter und die gemäßigten Muslime immer schweigsamer würden. Lehrer, die auf das Problem aufmerksam machen, stießen bei den Behörden auf taube Ohren. "Es ist ein Tabuthema" ! Solange ihre Stimmer nicht gehört wird, bessert sich die Lage nicht.

Gekürzter Auszug Artikel "Der Prophet im Klassenzimmer" von Thomas Thiel FAZ

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