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Mit dem Beitrag über die Gender-Scheindebatten wol

Von ehemaliges Mitglied Samstag 05.10.2024, 09:52

Mit dem Beitrag über die Gender-Scheindebatten wollte ich eigentlich nur zum Ausdruck bringen, dass sich unsere Gesellschaft grundsätzlich verändern muss, und dass damit nur von der wirklichen Frage abgelenkt werden soll.
„Warum sind Frauen den Männern noch immer nicht gleichgestellt?“

Die 34 Jahre des Stillstandes in unserem Land und die hektischen Aktionen der SPD unter Gerhard Schröder haben eine allgemeine negative Einstellung über die Politik bzw. das dahinterstehende System in den Köpfen der Bürger ausgelöst.

Die Politik in Berlin ging bisher immer davon aus, dass eigentlich Politikverdrossenheit kein wirkliches Problem darstellt, denn sie lässt sich oft bereits bei der nächsten Wahl beseitigen. Dann, wenn andere Parteien, oder eben politische Personen das Ruder übernehmen.

Jedoch ist es nötig, dies alles differenzierter zu betrachten.

Auf bundespolitischer Ebene ist beispielsweise die Wahlbeteiligung, nicht so dramatisch, wie es dem Anschein nach aussieht. 76,6 Prozent sind ein guter Wert. Selbst in den schlechtesten Zeiten (2009) fiel die Beteiligung nie unter 70 Prozent. Und das hat die Politiker dazu veranlasst, das Problem der Politikverdrossenheit so vieler Bürger unseres Volkes, wie so viele andere Probleme ebenfalls, nicht anzufassen.

Nun aber, da der Mitgliederschwund der Bundestagsparteien dramatisch zunimmt und ihre Zustimmungswerte proportional dazu abnehmen, wird sich das wohl hoffentlich bald ändern.

Inzwischen haben die führenden Köpfe der bürgerlichen Parteien die Situation analysiert und Folgendes feststellen können.

Wenn ich von „Politik“ spreche, meine ich damit die Gesamtheit des politischen Systems.

Da wäre vor allem der Glaube, dass die Politik nicht widerspruchsfrei handelt.

Die Menschen sind der Ansicht, dass die politischen Maßnahmen „irrational“, „fehlgeleitet“, „chaotisch“, „sich widersprechend“ oder anderweitig nicht zielführend oder sehr sprunghaft seien. Oft wird in diesem Zusammenhang sogar von Schildbürgerlichkeit in Anlehnung an die Eulenspiegel-Geschichten gesprochen.

Die allermeisten Menschen erwarten, dass den Worten aus der Politik entsprechende Taten folgen. Ist dem (mehrfach) nicht so, erodiert nach und nach das Vertrauen!

Aus medialer Sicht wird dieses Problem in aller Regel nur mit „gebrochenen“ Wahlversprechen in Verbindung gebracht. Tatsächlich jedoch lässt sich kein besonderer zeitlicher Bezug zu Wahlen oder vergleichbaren Prozessen feststellen.

Das Wahlvolk hat in der Regel einfach das Gefühl, belogen zu werden.

Nun, da die eigene Erkenntnis da ist und die politische Situation dringendst einer rigorosen Änderung bedarf, dürfen wir darauf gespannt sein, wie die bürgerliche politische Elite sich selbst und damit unseren Staat aus der Bredouille zieht.

Das verlorene Vertrauen in die Politik zurückzugewinnen, wird sicher ein hartes Stück Arbeit sein. Nur die Parteien, denen es gelingt, ernsthaft an ihrer Erneuerung zu arbeiten, werden für die Zukunft überleben. Die, die es nicht tun, haben keine Chance davonzukommen.

Die Zeit der Spaßwahlkämpfe sowie die der Spaß- und Konsumgesellschaft sollte ein für alle Mal vorbei sein!
Jetzt müssen sich alle Mitglieder unseres Volkes, ob Bundespräsident, Bundeskanzler oder Taxifahrer ihrer politischen Verantwortlichkeit bewusst sein, um zu verhindern, dass unsere Demokratie zugrunde geht.
Wir sind ein Volk …

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