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Wie konnte es geschehen?

Von ehemaliges Mitglied Montag 26.08.2024, 11:16

Wir haben in unserem Land, und das wird hoffentlich immer so bleiben, die Freiheit öffentlich unsere Meinung zu sagen oder zu schreiben.

Das sollten diejenigen auf keinen Fall vergessen, die davon überzeugt sind, mit der AfD die richtige Partei zu wählen, wenn sie an der Wahlurne ihr Kreuz machen.

Mit der Meinungsfreiheit könnte es dann schnell vorbei sein, wie dieses Vorkommnis verdeutlicht.

Ein Mann hatte sich das Recht herausgenommen, allen Thüringern über 65 Jahre zur bevorstehenden Landtagswahl einen Brief zu schreiben, indem er dazu aufrief, nicht die rechtsradikale AfD Partei zu wählen.

Jens-Christian Wagner, Leiter der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora, zeigte bei der Vorstellung der Jahresstatistik 2023 zu rechter und rassistischer Gewalt im Mai 2024 einen antisemitischen Schmähbrief, den er erhalten hatte. Nun ist er Opfer von Drohungen gegen sein Leben geworden.

Das verunglimpfte Konterfei von ihm prangt an einer Todesmarsch-Stele in Nordhausen.

Gedenktafeln wie diese markieren den früheren Pfad der Juden aus den Konzentrationslagern, die die Nazis auf der Flucht vor den Amerikanern auf Todesmärsche schickten. Die Botschaft ist eindeutig: Herr Wagner wird mit dem Tod bedroht.

Der kürzlich nach langer Krankheit verstorbene Thüringer SPD-Landtagsabgeordnete Thomas Hartung habe «die Quittung für sein Handeln» bekommen. Auch er, Wagner, würde «noch seine Strafe erhalten», schreibt eine Frau, die den «Querdenkern» nahesteht.

Die Zahl der Angriffe hat deutlich zugenommen. Diese reichten von Schmierereien und Beschädigungen über Diebstähle bis hin zu «entsprechendem Verhalten» bei Führungen in Gedenkstätten.



Der Historiker Wagner rechtfertigt sein Schreiben öffentlich damit, dass die AfD nicht nur immer wieder den Holocaust verharmlose, sondern auch positive Bezüge zum Nationalsozialismus setze. Er verweist unter anderem auf den AfD-Ehrenvorsitzenden Alexander Gauland, der die NS-Zeit in einer Rede in Thüringen als «Vogelschiss in über tausend Jahren erfolgreicher deutscher Geschichte» bezeichnet hatte.

Derzeit steht die AfD, mit ihren geschichtsrevisionistischen Positionen, diametral der Arbeit aller anderen Parteien im Deutschen Bundestag gegenüber. Wir müssen uns Sorgen machen, dass die AfD in Regierungsverantwortung kommen könnte und dass wir uns, in diesem Fall, von unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung verabschieden müssten …

Um zu verdeutlichen, wie groß die Gefahr, die uns von der AfD droht wirklich
ist, habe ich hier eine kurze Geschichtsstunde gefunden.


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